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MRT (Kernspintomographie) 23.08.2017 

MRT (Kernspintomographie)

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Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist in Lage, mit Hilfe von sehr starken Magnetfeldern Schnittbilder des gesamten menschlichen Körpers in sämtlichen Schnittebenen zu erzeugen. Dabei kommt keine Röntgenstrahlung zum Einsatz, eine Schädigung des menschlichen Körpers durch die MRT konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Mit Hilfe der MRT können sogar schwangere Patientinnen untersucht werden. Eine intravenöse Kontrastmittelgabe ist in vielen Fällen nicht notwendig, die in der MRT verwendeten MRT-Kontrastmittel sind in der Regel sehr gut verträglich und basieren zumeist auf Gadolinium (seltene Erde). Schwerwiegende allergische Reaktionen sind extrem selten.

Das Institut für Radiologie am Campus Mitte der Charité versorgt sämtliche Charité-Kliniken mit MRT-Untersuchungen aller Körperregionen. Hierfür stehen derzeit vier Kernspintomographen modernster Bauart zur Verfügung.

Historische Entwicklung der Kernspintomographie
Das Prinzip der MRT wurde 1946 von Bloch und Purcell unabhängig von einander entdeckt, 1952 erhielten beide für ihre Entdeckung den Nobelpreis. Die Anwendung der MRT als bildgebendes Verfahren in der Medizin ist der Arbeit von Lauterbur und Mansfield zu verdanken. Diese beiden Forscher erhielten im Jahre 2003 den Medizin-Nobelpreis für ihre Arbeit. Seit Anfang der 80er Jahre ist das Verfahren in der klinischen Praxis verfügbar.

Technisches Prinzip der MRT
Die Kernspintomographie macht sich die Eigenschaft des Magnetismus von Teilchen des Wasserstoffatoms zu Nutze, die im menschlichen Körper in sehr großer Anzahl vorhanden sind. Diese kann man sich als kleine Stabmagneten vorstellen, die sich in einem starken Magnetfeld in charakteristischer Weise ausrichten. Mit Hilfe von Radiowellen einer definierten Frequenz können diese Teilchen für kurze Zeit ausgelenkt werden, anschließend kehren sie wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Bei diesem Vorgang entstehen Signale, die mit Hilfe von hochempfindlichen Empfängern registriert und in ein Bild umgewandelt werden können. So können Schnittbilder des menschlichen Körpers in allen erdenklichen Schnittebenen erzeugt werden.



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