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Prof. Lehmann (1) 22.11.2017 

Emeriti am Institut für Radiologie des Universitätsklinikums Charitè


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Prof. Dr. sc. med. Rüdiger Lehmann
Langjähriger Leiter der Abteilung für Neuroradiologie am Institut für Radiologie

Am 26. März 2002 verabschiedete sich nach mehr als 40-jähriger ununterbrochener Tätigkeit am Institut für Radiologie Herr Prof. Dr. sc. med. Rüdiger Lehmann in einer Feierstunde von den Mitarbeitern unserer Einrichtung.
Prof. Lehmann befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in seinem 68.Lebensjahr, war also im Unterschied zu den meisten Berufstätigen in Deutschland noch weit über seinen 65. Geburtstag hinaus für das Institut und die Radiologie tätig.

Mit dem folgenden Beitrag soll die Lebensleistung von Prof. Dr. Rüdiger Lehmann gewürdigt werden, eines Arztes, Wissenschaftlers und Hochschullehrers, der den größten Teil seines Berufslebens hier in Berlin an der Charité der Weiterentwicklung seines Fachgebiets - der Neuroradiologie - gewidmet hat.

Betrachten wir den beruflichen Werdegang von Prof. Lehmann, so ist er einerseits typisch für ganze Arzt- und Hochschullehrergenerationen der ehemaligen DDR, aber andererseits auch wiederum etwas exotisch, da Herr Prof. Lehmann manches von dem nicht zu erbringen bereit war, das der damalige Staat von seinen Akademikern über fachliche und wissenschaftliche Qualifikation hinaus noch forderte.

Geboren am 14.12.1933 im ostpreußischen Königsberg wurde er infolge der Kriegsereignisse mit seiner Familie aus seiner Heimat vertrieben und gelangte in die damalige Ostzone. Nach dem Abitur, das er im Juli 1952 in der Oberschule Eichwalde bei Berlin ablegte, begann er im Wintersemester 1952 das Studium der Humanmedizin an der Humboldt-Universität zu Berlin, an der immer noch renommierten und berühmten Charité. Mit dem Abschluss des Staatsexamens im Jahre 1957 erhielt er seine vorläufige Approbation als Arzt (8. November 1957) und begann am 1. Dezember des gleichen Jahres seine Tätigkeit als Pflichtassistent im Bezirkskrankenhaus Stralsund, einem ehemaligen Marinelazarett von eigenwilliger architektonischer Schönheit.
In diesem Hause in den Abteilungen für Chirurgie, Innere Medizin und HNO tätig, schloss er die Pflichtassistenz erfolgreich ab und wurde nach der Zuerkennung der Vollapprobation im November 1958 Assistenzarzt im Pathologischen Institut des damaligen Hufeland-Krankenhauses in Berlin-Buch.

Bekanntlich ist die Ausbildung in der Pathologie eine hervorragende Grundlage für eine spätere Tätigkeit als Radiologe, und genau das war offenbar auch Herrn Lehmann bewusst, als er sich ab Dezember 1960 um eine Facharztausbildung im Institut für Röntgendiagnostik der Charité bewarb und diese im Dezember des gleichen Jahres auch beginnen konnte. Die Facharzt-Weiterbildungszeit wurde im Mai 1964 mit der staatlichen Anerkennung als "Facharzt für Röntgendiagnostik" erfolgreich abgeschlossen. Danach folgte eine weitere Tätigkeit im Institut für Röntgendiagnostik als wissenschaftlicher Assistent.

Schon 1962 wurde sein Interesse an der Neuroradiologie durch seinen damaligen Institutsdirektor, Prof. Dr. G. Liess, geweckt, da durch die Übernahme des Direktorats der Chirurgischen Klinik durch Prof. Dr. Serfling mit einer neuen Schwerpunktbildung Neurochirurgie auch neue Kapazitäten auf radiologischer Seite benötigt wurden. So wurde die neuroradiologische Abteilung der Nervenklinik, die seit 1927 bestand und als Oberarztbereich damals durch Prof. Dagobert Müller geführt wurde, interdisziplinär erweitert. Durch Kooperation der Direktoren der Psychiatrischen und Nervenklinik (Prof. Dr. K. Leonhard), der Chirurgischen Klinik (Prof. Dr. Serfling) und des Instituts für Röntgendiagnostik (Prof. Dr. G. Liess) wurde diese interdisziplinäre Abteilung für alle Charité-Kliniken und darüber hinaus für Berliner Krankenhäuser mit neuroradiologischen Probleme geöffnet.

Ganz entscheidend für die weitere fachlich-wissenschaftliche Entwicklung von Herr Lehmann war sicherlich auch die Mitarbeit im Institut für kardiovaskuläre Diagnostik, eine Einrichtung, die unter der Leitung von Prof. Dr. Werner Porstmann nicht nur Bedeutung für die Entwicklung der angio-/kardiographischen Diagnostik und Therapie in der DDR erlangte, sondern auch internationale Anerkennung erwarb. Der experimentierfreudige und kreative Porstmann - weltbekannt wurde er u. a. 1966 durch den perkutanen Verschluss des Ductus arteriosus persistens - beeinflusste als kongenialer Lehrer auch die spätere Hinwendung von Herrn Lehmann zu diesem Teil unseres Fachgebietes, den wir heute als "Interventionsradiologie" bezeichnen.

1970 erfolgte die Berufung von Herrn Dr. Lehmann zum Oberarzt am Institut für Röntgendiagnostik und im Oktober 1972 die Bestallung als Leiter der Neuroradiologischen Abteilung der Universitäts-Nervenklinik der Charité.

Begleitet wurden diese administrativen Entwicklungsschritte von der Erfüllung der für eine Universitätslaufbahn unabdingbar notwendigen akademischen Vorbedingungen:
- so der Verleihung des "Dr. med." durch die Medizinische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin im Februar 1959,
- der Erteilung der Lehrbefähigung mit der Verleihung der Facultas docendi, dies entspricht der Venia legendi, im März 1971,
- dem Erwerb der Habilitation, in der DDR als "Dr. sc. med." oder "Promotion B" bezeichnet, im Februar 1974 und
- der Berufung zum Hochschuldozenten für Röntgendiagnostik im Februar 1976.
Prof. Dr. med. Walter Reisinger
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