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Radiologie 27.03.2017 

Kurze Geschichte des Röntgeninstituts der Berliner Charitè



Die Geschichte des jetzigen "Instituts für Radiologie" an der Berliner Charité beginnt im Jahre 1938 und ist mit dem Namen des berühmten Chirurgen Sauerbruch verbunden. Sauerbruch plante zu dieser Zeit den Neubau eines Operationstraktes für seine Chirurgische Klinik. Sicher beeinflusst von den Ideen der Röntgenologen Grashey und Cowl, welche 1927 mit Sauerbruch nach Berlin gekommen waren, wollte er sowohl einen Lehrstuhl für Radiologie begründen als auch ein selbständiges radiologisches Universitätsinstitut errichten.

Bis zu diesem Zeitpunkt existierten lediglich unterstellte Röntgenabteilungen u. a. auch an der I. Medizinischen Klinik sowie an der Chirurgischen Klinik. Letztere wurde von Cowl geleitet. Auch Lehrveranstaltungen über die Röntgenologie wurden bis zum Jahre 1928 lediglich von Vertretern anderer medizinischer Fachdisziplinen durchgeführt. Erst seit 1929 wurde eine eigenständige Röntgenologievorlesung angeboten, die wiederum von Cowl gehalten wurde.

Die Gründung des neuen Instituts mit dem Namen "Universitätsinstitut für Röntgenologie und Radiologie und strahlentherapeutische Klinik" erfolgte am 3. Juli 1939. Erster Direktor und gleichzeitig Inhaber des Lehrstuhls Röntgenologie wurde Karl Frik.
Untersuchungs- und Arbeitsräume waren in der Chirurgischen Klinik eingerichtet und zwar in den Untergeschossen des Operationstraktes. Zu den ersten Mitarbeitern Friks gehörten u. a. L. Diethelm, B. Bürgel und C. Esser. Karl Frik leitete das Institut bis zu seinem Tode 1944.

Nachfolger wurde Henri Chaoul, der Begründer der nach ihm benannten Nahbestrahlung.

Ihm folgte im Jahre 1945 der bereits achtzigjährige Rudolf Grashey, einer der Großen der deutschen Radiologen.
Bis Kriegsende, das auch die röntgendiagnostischen Einrichtungen der Charité in vielfach stark zerstörtem Zustand vorfand, änderte sich an der Struktur der Röntgendiagnostik nichts Wesentliches. Die schweren Nachkriegszeiten mussten vorrangig der Wiederherstellung der röntgenologischen Kapazitäten gewidmet werden, zu strukturellen Änderungen bestand kein Anlass. 

Von 1949 bis 1951 wurde das Institut kommissarisch von Ernst Dörffel geführt. Dörffel, ein Nuklearmediziner, leitete gleichzeitig von 1956 bis 1968 die Isotopenabteilung der Geschwulstklinik der Charité.

Im Jahre 1951 folgte der Direktor der Radiologischen Universitätsklinik Leipzig, Fritz Gietzelt dem Ruf zur Übernahme des Lehrstuhls für Röntgenologie sowie des Direktorats des Röntgeninstituts an der Charité. Bis dahin existierten neben dem eigentlichen "Zentralinstitut" noch 10 weitere kleinere Röntgenabteilungen, die den unterschiedlichsten Kliniken der Charité zugeordnet waren. Gietzelts Lebenswerk war allerdings der Aufbau der Geschwulstklinik der Charité, die er zu einem großen onkologischen Zentrum ausbaute. 

Im Jahre 1959 übernahm Günter Liess das Direktorat des Instituts und stand ihm bis 1985 vor. In diesem Zeitraum entwickelte sich vor allem die Angiographie, deren Wertigkeit zunehmend wuchs und sich darin ausdrückte, dass im Jahre 1981 die Abteilung für Angiographie des Instituts in ein selbständiges "Institut für kardiovaskuläre Diagnostik" unter dem weltbekannten Werner Porstmann umgewandelt wurde. In Angriff genommen wurde auch die Zentralisierung der damals an den Kliniken angesiedelten und ihnen unterstellten kleineren Röntgenabteilungen. Diese Konzentrations- und Integrationsbemühungen verliefen zunehmend erfolgreich, den verläufigen Abschluss bildete im Jahre 1980 die Übernahme der Röntgenabteilungen der beiden Medizinischen Kliniken und der Medizinischen Poliklinik .

1985 übergab Liess das Direktorat des Instituts an Meinhard Lüning. Unter der Leitung des als Direktor für Neubau und Rekonstruktion berufenen Geerd Dellas war Lünung seit 1977, gemeinsam mit Liess und Porstmann, maßgeblich beteiligt an der Planung der röntgendiagnostischen Einrichtungen für dieses größte Bauvorhaben der Charité seit Kriegsende. Mit der Fertigstellung des Neubaus der Charité, dem Bettenhaus und den Funktionstrakten, fand auch das Institut für Röntgendiagnostik ein neues Domizil in der 2. Ebene des Neubaus an der Luisenstraße mit einer für damalige Verhältnisse sehr guten technischen Ausstattung. Der Neubau wurde im März 1981 bezogen und bot erstmalig auch adäquate Darbietungsmöglichkeiten für die moderne bildgebende Diagnostik. Letztere fand zunehmend Eingang am Röntgeninstitut, so die Ultraschalldiagnostik ab 1973, die Computertomographie am Gerät der Nervenklinik 1979 und an einem eigenen Gerät 1982. Die Inbetriebnahme des ersten Magnetresonanztomographie-Gerätes im Röntgeninstitut der Charité erfolgte im Jahre 1987, dies blieb bis zur Wende 1989 auch das einzige Gerät in der DDR.
Die weiterhin angstrebte und zielbewusst betriebene Zentralisierung der Röntgendiagnostik machte deutliche Fortschritte, so wurden nach und nach die Röntgenabteilungen in der Klinik für Kinderheilkunde, in der Klinik für Neurologie und Psychiatrie sowie in der Klinik für Onkologie in den Institutsverband einbezogen. 

Nach der Wende, nach der sich über einen längeren Zeitraum sowohl die Euphorie eines möglichen Neubeginns als auch die drohende Gefahr einer Abwicklung der gesamten Charité die Waage hielten, übernahm Walter Reisinger kommissarisch für einen kurzen Zeitraum (1993 bis 1994) die Leitung des Instituts. Die Institutsstrukturen blieben erhalten, ebenso wurden die Krankenversorgung, die Lehre und eingeschränkt auch die Forschung weitergeführt.

Seit 1994 ist Bernd Hamm Direktor des Instituts und Lehrstuhlinhaber. Das Institut hat jetzt die offizielle Bezeichnung "Institut für Radiologie mit den Abteilungen Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie". Unter Bernd Hamms Leitung gelang eine in der Geschichte des Instituts bisher einmalige Weiterentwicklung. Als Zentralinstitut für die Versorgung der Kliniken und Institute am Standort Mitte mit radiologischen Leistungen verfügt das Institut über eine vorzügliche Ausstattung mit modernen bildgebenden Geräte- und Datenverarbeitungssystemen, ist sinnvoll neu strukturiert und rekonstruiert und kann auf anerkannte Leistungen in Lehre und Forschung verweisen. 


Prof. Dr. med. Walter Reisinger

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