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IRE - Vorteile der fokalen Therapie 20.11.2017 

Fokale Therapie des Prostatakarzinoms mittels Irreversibler Elektroporation (IRE)

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Vorteile der fokalen Therapie


Radikale Therapien können mit erheblichen Komplikationen verbunden sein, da wichtige anatomische Strukturen, die die Prostata umgeben und für die Erektionsfähigkeit des Penis (Potenz) und die Kontrolle der Blasenentleerung (Harnkontinenz) verantwortlich sind, bei der Therapie geschädigt werden können. Demzufolge haben schonendere, fokale Behandlungsmethoden, die es meistens ermöglichen, die wichtigen Umgebungsstrukturen (z. B. Nerven) zu schonen, zunehmend an Interesse gewonnen.

Die irreversible Elektroporation (IRE) ist eine neuartige, minimal-invasive Behandlungsoption, die Vorteile gegenüber anderen fokalen Therapien gezeigt hat. Bei der IRE werden Tumorzellen zerstört, indem starke, örtlich begrenzte elektrische Felder, winzige Poren (Öffnungen) in den Zellmembranen verursachen und dadurch die Tumorzellen im Behandlungsgebiet zerstören. Ein wichtiger Vorteil der IRE gegenüber anderen minimal-invasiven Therapien (thermische Ablation z. B. Radiofrequenzablation (RFA), Cryoablation oder hoch-fokussierter Ultraschall (HIFU)) ist, dass bei dieser Technik nicht-zelluläre Gewebebestandteile weitgehend geschont werden. Blut- und Lymphgefäße sowie die Harnröhre und Nerven bestehen außer Zellen auch aus einer komplexen und stabilen Gewebematrix, die eine Regenerierung der Zellen nach der Therapie mittels IRE ermöglicht. Somit werden wichtige Strukturen wie Harnröhre und Nerven in der Regel nicht oder nur vorübergehend geschädigt.

Aufgrund der hohen, lokal eingebrachten Stromstärke mit entsprechenden Muskelzuckungen erfolgt die Therapie in Vollnarkose.


Prof. Dr. med. Bernd Hamm
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