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Alexander Sch. 22.11.2017 
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Alexander Sch.



Das PJ begann um 9 Uhr morgens vorm Büro des Chefssekretariats. Nach Abklärung der Formalitäten holte uns der zuständige PJ-Beauftragte (Dr.Grieser) pünktlich ab und zeigte uns die verschiedenen Arbeitsplätze (CT, MRT, Sonografie, "Magenplatz", Knochenplatz, Thoraxplatz und die verschiedenen Interventionsplätze), Aufenthaltsräume und sonstigen Räumlichkeiten. Nachdem wir unsere Klamotten abgeholt hatten, begaben wir und zu unseren jeweiligen Arbeitsplätzen. Kleiner Tipp: Um möglichst viel zu lernen sollte man sich ein gutes Lehrbuch für die jeweilige Disziplin zulegen um Theorie mit Praxis zu verknüpfen und sein Wissen zu vertiefen.
Meine Rotation begann mit 4 Wochen CT.

CT-Zeit:
Am ersten Tag saß ich erstmal neben dem Assistenzarzt und schaute mir das systematische Befunden von CT-Bildern an. Fragen wurde jederzeit beantwortet und nachdem man "alles" (cCT, CT-Abdomen, CT-Thorax, Traumaspirale, Pariser-Schema, etc... mit oder ohne KM) einmal gesehen hatte, konnte man auch schon selber loslegen. Am besten hangelt man sich als Anfänger an den vorgefertigten Befundschalen entlang. Daneben darf man Patienten auch über die Untersuchung aufklären und Nadeln legen.
Jeder Befund wurde vom betreuendem Assistenzarzt und/oder Facharzt/Oberarzt korrigiert. So gutes Teaching (1:1) hatte ich noch nie zuvor erlebt-absolutes +PLUS+ (dies galt auch für die anderen Arbeitsplätze)!!!

Danach folgte 1 Woche "Interventions"-Zeit:
Hier lernt man die verschiedensten radiologischen Interventionstechniken kennen: TA(C)E, TARE/SIRT, TIPSS, CT-HDRBT, PTA, PRT, CT-gesteuerte Anlage von Drainagen/Punktion von tumorverdächtigen Läsionen etc...
Kurz gesagt: wer was über radiologische Interventionen lernen will-this is THE PLACE to be!

Hierauf folgten 3 Wochen Sonografie:
"Aller Anfang ist schwer!" ist wohl das passende Sprichwort für die Sonografie;). In keiner Disziplin erfährt man eine derartige Lernkurve (zumindest ging das mir so). Am Anfang hat man noch Probleme die Milz zu finden oder die Nieren sauber darzustellen und am Ende der Rotation schafft man schon fast vollständig die FKDS der LTx/NTx-Gefäße...
Neben den 4 Sonografieräumen gibt es noch ein transportables Sonogerät für Stations-Sonos (für nicht transportfähige Patienten). Die Sonografie ist wahrscheinlich für jedes andere Fach die nützlichste Modalität falls man mal in die Verlegenheit kommt einen Harnstau (postrenales ANV? à Nephrologen) festzustellen oder eine Cholezystitis (laparoskopische CCE à Viszeralchirurgen) auszuschließen-hier kann man schon mal üben.

Darauf folgten 1 Woche "Magenplatz":
Hier führt man die Magen-Darm-Passagen durch und beurteilt Stenosen, Anastomosen, Reflux, usw. indem man dem Patient KM schlucken lässt und dessen Magen-Darm-Passage verfolgt.
Ist ehrlich gesagt mein least-favorit gewesen, aber wenn man Glück hat kann man am Arbeitsplatz nebenan zuschauen wie ZVKs, PICC-lines und Ports gelegt werden bzw. auch mal selber einen ZVK legen.

Nun hatte ich die Möglichkeit meine Wahlwoche auszusuchen:
Ich habe mich fürs MRT entschieden. Anscheinend keine Standardrotation, aber irgendwie durfte ich doch rein. Ähnlich wie beim CT (da ja auch u. a. schnittbildgebendes Verfahren) habe ich mich erstmal neben den Assistenzarzt gesetzt und beim Befunden zugeschaut. Aber auch hier gilt, dass man erst durchs eigene Befunden richtig dazu lernt. Wobei das MRT auch um einiges komplizierter ist als das CT (alleine schon die Technik der Bildgebung und was kann man in welcher Sequenz am besten beurteilt...). Natürlich wird es hier auch gerne gesehen wenn man Nadeln legt und nach einer speziellen Belehrung die Aufklärungen übernimmt.

Kommen wir nun zu einem meiner Lieblingsplätze-3 Wochen Thoraxplatz:
Wenn ihr Glück habt kommt ihr in den Genuss von der Altmeisterin persönlich zu lernen: Dr. U.E.
Meiner Meinung nach hatte ich hier mit Abstand das beste Teaching erlebt: jeden Morgen mussten erstmal die "Thoraxe" (2 Ebenen oder liegend) der Spätdienste bzw. Nachtdienst "nachbefundet" bzw. korrigiert werden. Systematischer Unterricht an exemplarischen Beispielen werden aufgezeigt-die Altmeisterin hat ein tolles Notizbuch in dem Paradebeispiele für z. B. Sarkoidose, Lymphangiosis carcinomatosa, COPD-Zeichen, etc. im PACS zu finden sind. Ab und zu gab es auch eine Abdomenleeraufnahme zu befunden (freie Luft im Abdomen? Ileus?...).Selbstverständlich wird alles 1:1 durchgesprochen:)

Jetzt kommen wir auch schon zu meiner letzten Rotation-3 Wochen Knochenplatz:
Hier befundet/beurteilt man den Verlauf/Stellung von Frakturen, Gelenkprothesen, usw. An verschiedenen Tagen sind unterschiedliche orthopädische Sprechstunden, d. h. an einem Tag sind z. B. vermehrt WBS an anderen mehr Füße etc. zu befunden. Gelegentlich klingelt auch das Traumatelefon und man muss in den Schockraum, wo die Patienten aus Verkehrsunfällen untersucht werden. Hier werden u. a. ein FAST durchgeführt, Röntgenbilder erstellt und entschieden, ob eine Traumaspirale gefahren werden muss. Für Mediziner wirklich spannend und interessant was alles so bei einem Unfall passieren kann...

Am Ende bleibt noch zu erwähnen, dass man an zahlreichen Demonstrationen nach Absprache mit dem jeweiligen Radiologen teilnehmen darf (Infektiologie, Nephrologie, Orthopädie, usw.). Unterricht gibts auch einmal wöchentlich von Prof. Oestmann und an der wöchentlichen Fortbildung für Assistenzärzte darf man auch partizipieren. Außerdem gibt es mindestens einmal wöchentlich wissenschaftliche Vorträge, manchmal kommt auch ein Chefarzt von einer anderen Klinik oder ein Redakteur eines bekannten Journals vorbei und doziert vor der gesamten Truppe oder es werden die spannendsten/interessantesten Cases der Woche vorgestellt.
Sehr großes +PLUS+ ist das der zuständige PJ-Beauftragte sehr großzügig die Arbeitstage/Arbeitszeiten/Fehltage einteilen lässt wenn man ihm rechtzeitig Bescheid gibt. Nun muss ich ja auch was Negatives schreiben-sonst wird dieser Bericht ja unglaubwürdig: leider wurde uns kein Trinken oder Essen gestellt oder wenigstens Vergünstigungen oder Gutscheine. Das ist in den meisten anderen Tertialen so wie ich es von Kommilitonen mitbekommen habe üblich. Außerdem gab es leider auch keine Schlüssel für die Umkleiden, da Vorgänger die Schlüssel verloren hatten bzw. nicht zurückgegeben haben und es anscheinend in den Umkleiden eh nicht genug Fächer für uns gab. Ich kann das zwar mit den Fächern verstehen, aber ich hätte die eh nicht genutzt, da anscheinend aus den Räumen gestohlen wurde und man seine Sachen an den Arbeitsplatz mitnehmen sollte. Nur die Umkleide hätte ich schon gerne benutzt anstatt aufs Personalklo zu gehen. Die Schlüssel hätte ich gegen ein Pfand oder PJ-Zeugnis ausgegeben-da wären garantiert alle Schlüssel zurückgekommen.
Ach ja, da war ja noch was: Ein anderes Mal hat mich ein Oberarzt leere Flaschen in der gesamten Radiologie!! einsammeln lassen-einfach so…fand ich auch nicht wirklich toll…
Insgesamt betrachtet (man lernt viel & gute Stimmung) ist das aber Kritik auf hohem Niveau!
Ein weiteres großes +PLUS+ für mich waren die großzügigen Mittagspausen und dass man hier und da mal früher entlassen wurde (mit oder ohne Grund).
Außerdem hat man jederzeit Zugriff aufs Internet und man muss nicht ständig jemanden nach einem Login fragen (wie an meiner jetzigen Stelle). Zusätzlich gibt es noch eine große Buchsammlung auf den Servern…
Was man auch auf jeden Fall nicht vergessen sollte und ein zusätzliches +PLUS+ ist:
das CVK ist ein Haus der Maximalversorgung. Somit sieht man hier Krankheitsbilder/verläufe, die man sonst nirgendwo zu Gesicht kriegt!
Insgesamt muss ich sagen, dass ich jedem so ein Tertial oder Famulatur empfehlen würde (mal ganz ehrlich: vom Curriculum her lernt man so gut wie gar nichts über Radiologie...).
Ab in die Radiologie - ich war echt überrascht wieviel Spaß das macht!!!


WebmasterTeam (cc)
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