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Was ist die fokale Therapie von Prostatakarzinomen und welche Rolle spielen minimal-invasive Behandlungsmöglichkeiten? 22.11.2017 

2. Was ist die fokale Therapie von Prostatakarzinomen und welche Rolle spielen minimal-invasive Behandlungsmöglichkeiten?

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Radikale Therapien wie die Prostatektomie und die Bestrahlung können mit Komplikationen einhergehen, da wichtige anatomische Strukturen, die die Prostata umgeben und für die Erektionsfähigkeit des Penis (Potenz) und die Kontrolle der Blasenentleerung (Harnkontinenz) verantwortlich sind, bei der Therapie beeinträchtigt werden können.
Aus diesem Grund haben auch bei der Behandlung des Prostatakarzinoms schonendere, fokale Therapien, mit denen sich wichtige Umgebungsstrukturen (z.B. Nerven) meist schonen lassen, zunehmend an Interesse gewonnen.
Fokale Therapien sind Verfahren, bei denen lokalisierte Tumore gezielt zerstört werden während das umliegende, gesunde Gewebe weitestgehend verschont bleibt. Zu den fokalen Therapieformen beim Prostatakarzinom zählen u.a. die Radiofrequenzablation, bei der zielgenau Hitze über eine Sonde appliziert und das Tumorareal so zerstört wird, die HIFU und die Kryotherapie. Eine weitere neuere fokale Therapieoption ist die Irreversible Elektroporation (IRE), bei der mittels dünner Nadeln, die durch die Haut eingeführt werden, starke, örtlich begrenzte elektrische Felder im Tumorgewebe generiert werden, die winzige Öffnungen in den Zellwänden verursachen und dadurch den Tumor abtöten. Der große Vorteil der IRE gegenüber anderen Therapien ist, dass bei dieser Technik nicht-zelluläre Gewebebestandteile geschont werden. Blutgefäße, die Harnröhre und Nerven bestehen außer zellulären Bestandteilen auch aus einer komplexen und stabilen Gewebematrix, die eine Regenerierung der Zellen nach der Therapie mittels IRE ermöglicht. Somit werden diese wichtigen Strukturen bei der IRE weitestgehend geschont, wodurch Erektion und Kontinenz meist erhalten bleiben. Die IRE des Prostatakarzinoms positioniert sich zwischen der „aktiven Überwachung“ des Patienten und den „radikalen“ Therapien. Bei Patienten mit niedrigem Risiko ist derzeit die Therapie der Wahl die „aktive Überwachung“, bei der keine gegen den Krebs gerichtete Therapie erfolgt, sondern der Tumor in regelmäßigen Abständen kontrolliert wird. Die IRE richtet sich an diese Patientengruppe und stellt eine effektive und zugleich schonende Therapieoption dar. Bei größeren und/oder aggressiveren Tumoren sollte jedoch die Behandlung der gesamten Prostata in Form einer Prostatektomie oder Bestrahlung erfolgen.




Nähere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage zur Minimal-Invasiven Tumortherapie:
zur Webseite: http://www.mitt-berlin.de/



... sowie auf der Homepage des Interdisziplinären Prostatakrebszentrums unserer urologischen Kollegen







Dr. med. Dominik Nörenberg
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