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Was ist die direkt MR-gestützte Biopsie? Wie wird sie durchgeführt und was muss ich beachten? 24.11.2017 

Was ist die direkt MR-gestützte Biopsie? Wie wird sie durchgeführt und was muss ich beachten?

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Abb. 7 a

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Abb. 7 b

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Die MRT bietet den Radiologen die Möglichkeit, verdächtige Tumorareale in der Prostata zu identifizieren und diese in einem weiteren Ansatz direkt MRT-gestützt zu biopsieren (Abb. 7 a) und (Abb. 7 b).

Nach erfolgter diagnostischer MRT-Untersuchung erfolgt die Auswertung der Bilddatensätze durch spezialisierte Radiologen. Nach interdisziplinärer Absprache mit den urologischen Kollegen kann bei auffälligem MRT-Befund in einem weiteren Termin eine MRT-gestützte Biopsie der verdächtigen Läsionen erfolgen. Nach umfangreicher Aufklärung in der radiologisch-urologischen Sprechstunde wird ein Termin im 3T MRT vereinbart. Zur Vorbereitung auf die Biopsie werden Blutverdünnung und Gerinnungsparameter kontrolliert. Die Durchführung einer MRT-gestützten Biopsie dauert in etwa 30 – 60 Minuten. In der Regel wird zur Ruhigstellung des Darms ein Medikament (Buscopan) verabreicht. Nach der hochauflösenden MRT werden die verdächtigen Areale von außen auf der Haut markiert und es wird eine lokale Betäubung verabreicht (in der Regel an zwei Stellen im Bereich des Gesäßes). Anschließend werden unter Sicht zwei Punktionsnadeln durch das Gesäß über den Damm in die verdächtige Zone der Prostata geschoben (Abb. 7 b). Dieser Zugang ermöglicht einen sicher geführten Biopsieweg, ohne dass Blase oder Darm verletzt werden. Im letzten Schritt der Biopsie erfolgt nach Lagekontrolle der Punktionsnadeln innerhalb der verdächtigen Areale eine Gewebeentnahme (Stanze). Nach einer anschließenden Überwachung (ca. 60 Minuten) ist die ambulante Behandlung abgeschlossen.

Mit der MRT-gestützten Biopsie ist eine Probenentnahme aus allen Arealen der Prostata möglich und es können kleinste verdächtige Areale identifiziert und biopsiert werden. Analog zur MRT-/Ultraschallfusionsbiopsie erhöht sich die hohe diagnostische Genauigkeit der Ergebnisse im Vergleich zu den konventionellen systematischen Biopsietechniken. Aufgrund der gezielten MRT-Technik werden bei diesem Verfahren im Vergleich zu den anderen Biopsietechniken jedoch nur 2 - 3 Stanzen entnommen. Dadurch werden unangenehme Begleiterscheinungen (Schmerzen) sowie mögliche Risiken einer Biopsie (Blutungen, Infektion etc.) reduziert. Durch die gezielte Biopsietechnik wird gesundes Prostatagewebe nicht geschädigt.
(Anmerkung: Die MRT-gestützte Biopsie wurde in der Radiologie der Charité entwickelt und patentiert).


Dr. med. Dominik Nörenberg
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