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Aufklärungsgespräch 24.11.2017 
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Aufklärungsgespräch



Im Rahmen der Aufklärung wird Sie Ihr behandelnder Arzt allgemein über den Eingriff informieren und Ihnen den Sinn des geplanten Eingriffs, das technische Vorgehen, die möglichen Risiken und Nebenwirkungen sowie die Nachkontrolle erläutern.
Diese Punkte sind in den vorangehenden Kapiteln dargestellt.

Was der Arzt wissen muß, damit er Gefahrenquellen rechtzeitig erkennen und persönliche Risiken besser abschätzen kann:

Sind bei Ihnen Allergien oder allergische Reaktionen bekannt (z.B. gegen Medikamente, örtliche Betäubungsmittel)?

Sind bei früheren Untersuchungen mit Röntgenkontrastmittel Hautausschlag, Kreislaufreaktionen oder Juckreiz aufgetreten?

Leiden Sie an einer der folgenden Krankheiten?

• Überfunktion der Schilddrüse
• erhöhte Blutungsneigung
• Herzerkrankung
• Diabetes (Zuckerkrankheit)
• Nierenerkrankung
• bösartige Blutkrankheit (z.B. Plasmozytom)
• Infektionskrankheit (z.B. Hepatitis)

Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein (z.B. Marcumar, Aspirin)?

Könnten Sie schwanger sein?


Risiken und unerwünschte Nebenwirkungen

Das zu punktierende Pfortadergefäß ist nahe der Leberkapsel lokalisiert. Trotz aller ärztlichen Bemühungen kann es passieren, daß bei der Punktion die Leberkapsel verletzt wird. Durch die sonographische Kontrolle der Punktion durch einen speziell hierfür eingesetzten Sonographeur ist dieses Risiko minimiert. In den meisten Fällen ist die Verletzung der Leberkapsel so gering, daß keine behandlungsbedürftigen Komplikationen auftreten. Selten muß der Blutverlust durch Bluttransfusionen ersetzt werden oder eine chirurgische Operation erfolgen, bei der die Blutung gestillt wird.

Die Pfortadergefäße verlaufen in der Leber neben einer Arterie und einem Gallenweg. Diese drei Strukturen liegen praktisch aneinander, so daß eine Verletzung der Arterie oder des Gallenwegs nicht immer vermeidbar ist. Meist bleibt dies ohne Folgen. Selten kann es aber zur lebensbedrohlichen Hämobilie (Blut im Gallenweg) kommen oder es bildet sich eine Fistel zwischen einem Gallenweg und einem Blutgefäß, die zum Ikterus (Gelbsucht) führt.

Eine sehr seltene Komplikation ist die Wanderung des implantierten Stents über die Lebervene in die untere Hohlvene und von dort ins Herz. Eine solche Stent-Migration ist deswegen sehr selten, da der Stent sich durch seine Aufstellkraft selbst in der Leber festhält. Später ist der Stent sogar mit der umgebenden Leber vernarbt, so daß eine Lageänderung des Stents unwahrscheinlich wird.

Bei einigen Patienten kommt es einige Tage bis Wochen nach TIPS zur sogenannten hepatischen Enzephalopathie. Zu den Symptomen gehören Müdigkeit und Konzentrationsschwäche bis hin zur Verwirrtheit. Ursache ist der verminderte Abbau des Ammoniaks (Eiweißabbauprodukt). In den meisten Fällen lassen sich diese Symptome jedoch durch Eiweißrestriktion in der Nahrung und Gabe von Lactulose lindern. In schwierigen Fällen kann es notwendig werden, daß der Stent-Trakt enger gemacht wird, um den Fluß über diesen zu vermindern.

Selten treten Unverträglichkeitsreaktionen gegen das Röntgenkontrastmittel auf. Überwiegend handelt es sich dabei um vorübergehende Störungen des Wohlbefindens, wie beispielsweise Schwindel oder leichte Übelkeit. Hautrötung, Juckreiz, Quaddelbildung sind die häufigsten allergischen Reaktionen. In sehr seltenen Fällen kann es jedoch auch zu einer Beeinträchtigung der Atmung und des Kreislaufsystems kommen.


PD Dr. med. Thomas Kröncke, MBA
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