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Definition, Vorkommen ... 22.11.2017 

Osteoid-Osteom: Minimal-invasive Thermoablation



Definition, Vorkommen und Beschwerdebild
Das Osteoid-Osteom (OO) ist ein gutartiger Knochentumor und besteht aus einem stark gefäßversorgten „Kern“ (Nidus), der von einer rundlichen oder spindelförmigen Zone reaktiv wachsenden, verdichteten (sklerotischen) Knochengewebes umgeben ist. Besonders häufig kommt das OO in den Röhrenknochen der unteren Extremitäten (Oberschenkel, Schien- und Wadenbein) und häufiger in der Wirbelsäule vor. Auch alle anderen Knochen (Fingerknochen) können betroffen sein. Das OO stellt 14 % aller Knochentumore. Der Tumor tritt meist zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr und zwei bis drei Mal häufiger beim männlichen Geschlecht auf. Ein Auftreten vor dem 10. Lebensjahr ist möglich, nach dem 30. selten. OO zeigen Symptome in Form lokaler Schmerzen, die typischerweise nachts auftreten mit gutem Ansprechen auf Salizylate (Aspirin) und andere nichtsteroidale Schmerzmittel (NSAID). Bei Auftreten in der Wirbelsäule können OO eine Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose) verursachen, in der Nähe von Gelenken oder Wachstumsfugen können bei längerer Anamnese auch Komplikationen wie Wachstumsstörungen und Arthrosen auftreten.


0

Osteoid-Osteom.
Schnittfläche durch das Wadenbein
mit herdförmiger Auftreibung.
Auf Höhe der Auftreibung scharf begrenzter,
dunkelroter, ovaler Herd (= Nidus),
der teils in die Kortikalis,
teils in den Markraum hineinragt.

standard/transparentgif.gif

Fall – 20-jähriger Patient
mit für ein OO typischen Schmerzen
und typischer Bildgebung:
a) Röntgenbild: Nidus = zentraler Hohlraum,
im harten Röhrenknochen des rechten
Wadenbeins, der von einer verstärkten
Knochenbildung (Sklerosierung) umgeben ist.
b) Darstellung des OO im MRT-Längsschnitt und
c) im Querschnitt.
Die grüne Linie beschreibt den geplanten
Zugangsweg unter Berücksichtigung
der benachbarten Gefäß-Nerven-Straße
(eingekreist).

Diagnostik
Die Diagnosestellung erfolgt neben dem Salizylattest mittels bildgebender Verfahren: Röntgen, Knochenszintigraphie, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT), vorzugsweise mit Kontrastmittel und Nachweis einer Anreicherung im gut durchbluteten Nidus.


Differentialdiagnose
Differentialdiagnostisch muss besonders der Brodie-Abszess in Betracht gezogen werden, der jedoch eine wesentlich langsamere Kontrastmittelaufnahme im dynamischen CT oder MRT zeigt und nur gering oder gar nicht auf Salizylate anspricht. Darüber hinaus kann auch das Osteoblastom einem OO ähneln. Es hat einen größeren Nidus (Ø > 15 mm), verursacht jedoch keinen typischen Nachtschmerz und weist keinen sklerotischen Randsaum auf.



PD Dr. med. Florian Streitparth

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