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Ehssan G. 18.11.2017 
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Ehssan G.


23.08.10 - 10.12.10


Gleich zu Beginn möchte ich gerne betonen, dass ich alles in allem ein hervorragendes PJ-Tertial in der Radiologie des Virchow-Klinikums verbracht habe. Doch jetzt der Reihe nach:

Planung/Organisation:
Nach der allgemeinen Einführung zu den hygienischen Richtlinien des Virchow-Klinikums (die Einführung ist verpflichtend für alle PJler) haben wir Radiologie-PJler uns am Treffpunkt vor dem Sekretariat versammelt. Dort wurden wir von Herrn Dr. Grieser (Arzt in der Radiologie und Verantwortlicher für die PJler) abgeholt, der uns gleich unseren Arbeitsplan für das komplette Tertial überreicht hat. Sofort wurde klar, dass man sich hier Gedanken gemacht hat. Es wird Wert darauf gelegt, dass die PJler einen umfassenden Eindruck von der Radiologie vermittelt bekommen. Dementsprechend sind etwa alle drei bis vier Wochen feste Rotationen geplant (CT, Sonographie, Röntgen Knochen, Röntgen Thorax, beliebig). Sollte jemand besonderes Interesse für einen Bereich, beispielsweise der Sonographie haben, so kann man nach Wunsch und Absprache meist auch ohne Probleme länger dort bleiben. Es ist sogar eine zweiwöchige „beliebige“ Zeit eingeplant, in der man einen Platz seiner Wahl aufsuchen kann. Hier kann man beispielsweise in die MRT, die Interventionen, den Magenplatz etc. gehen. Einfach klasse! Studientage kann man innerhalb der Woche nehmen, wann man möchte.

Arbeitszeit:
Regulär beginnt der Tag um 7 Uhr 30 und endet um 16 Uhr 30, mit einer Mittagspause dazwischen. Je nachdem, wieviel Arbeit zu erledigen ist, kann man durchaus auch mal früher (15 Uhr) oder etwas später fertig sein. Im Prinzip vergeht jeder Tag immer sehr schnell, da man immer eingebunden und beschäftigt ist und weil es fast täglich zwischendurch Besprechungen/ Teachings gibt, die eine sehr schöne Ergänzung und Abwechslung darstellen.

Lehre / Teachings:
Zweimal in der Woche (Dienstag und Donnerstag) gibt es morgens von 7 Uhr 30 bis 8 Uhr Teachings, in denen aktuelle Themen der Radiologie im Hörsaal vorgetragen werden. An diesen Teachings nehmen alle Assistenzärzte teil. Die PJler können (sollen sogar) auch daran teilnehmen. Diese Teachings sind zum Teil hervorragend, leider aber einige Male ausgefallen. Jeden Freitag hält Prof. Oestmann von 8 bis 9 Uhr eigens für die PJler eine Vorlesung über prüfungsrelevante Themen in der Radiologie. Diese Vorlesungen sind höchst amüsant und didaktisch sowie inhaltlich super aufgebaut. Darüber hinaus gibt es drei Mal pro Woche (Mo, Mi, Do von 14 Uhr 30 bis 15 Uhr) eine Nachmittagsbesprechung, in der wie auch in den Teachings, Vorträge über aktuelle Themen der Radiologie (manchmal etwas sehr speziell) gehalten und aktuelle News von Prof. Dr. Hamm, an die Mitarbeiter übermittelt werden. Wenn man das möchte, kann man zusätzlich an jedem PJ-Teaching des Virchowklinikums teilnehmen (hier wird besonders viel Innere gemacht). Es hat eigentlich nie jemand etwas dagegen gehabt, wenn man sich für eine Stunde zum PJ-Unterricht abgemeldet hat. Also wie man sieht, kann man sich wirklich nicht über mangelnde Lehre beschweren :)

Tätigkeiten:
Im Prinzip kann man das so zusammenfassen: Als PJler darf man fast alles machen, was ein Assistenzarzt dort auch macht, mit dem Unterschied, dass alles doppelt überprüft und abgesichert wird (davon ausgeschlossen, ist natürlich der Bereich der interventionellen Radiologie, da das Hantieren mit Kathetern doch gekonnt sein muss :). Nach einer angemessenen Einarbeitungszeit an den jeweiligen Arbeitsplätzen, kann man schon anfangen, eigene Befunde zu schreiben. Diese Befunde werden dann mit dem Assistenzarzt, dem man zugeteilt ist, besprochen und dann am Nachmittag nochmal mit dem Oberarzt. Es kann also nichts schiefgehen. Man muss sich also keine Sorgen machen, sollte man mal etwas falsch beschrieben oder gedeutet haben. In der Sonographie geht man „Vorschallen“ und es wird direkt danach „nachgeschallt“. Also auch hier alles safe. Im CT- und MRT-Arbeitsplatz kann man überdies noch Zugänge legen und Patienten aufklären. Hat man zu irgendeiner Zeit Fragen, so kann man diese immer und völlig ohne Bedenken stellen. Sie wurden immer gerne beantwortet. Zusätzlich kann man morgens den radiologischen Frühbesprechungen und nachmittags den Befunddemonstrationen auf Station beiwohnen, was manchmal sehr interessant sein kann.
Für mich war jedoch am allerwichtigsten, dass ich zu keiner Zeit das Gefühl hatte, im Weg zu stehen. Im Gegenteil, man fühlt sich als Teil des Teams und hat das Gefühl gebraucht zu werden (was oft mit Sicherheit auch der Fall war). Man wird hier zu keiner Zeit ausgenutzt, sonder stets mit qualitativ anspruchsvollen Aufgaben versorgt.

Team / Atmosphäre:
Die Mitarbeiter der Abteilung sind überwiegend sehr jung. Dementsprechend ist die Atmosphäre sehr locker und ungezwungen. Hier wird sich geduzt und das sogar auch mit den meisten Oberärzten. Es herrscht ein sehr angenehmes Miteinander. Man bekommt das auch als PJler deutlich zu spüren. Jeden Tag kamen freundliche Begrüßungen von Ärzten und MTRAs entgegen. Die meisten Mitarbeiter kannten uns PJler nach einiger Zeit auch beim Namen, was ein tolles Gefühl ist.

Fazit:
Ich hatte eine wirklich sehr schöne Zeit in der Radiologie im Virchowklinikum und war traurig, als sie sich dem Ende neigte. Und der Grund, warum ich hier kaum Kritikpunkte aufgelistet habe, ist der, dass es wirklich nichts Großes zu bemängeln gab. Ich habe mich auch viel mit den anderen PJlern ausgetauscht, und wir waren alle einer Meinung. Vielleicht hatten wir in dieser Rotation einfach Glück, und alles hat einfach gestimmt, aber das denke ich eher weniger. Wenn man sich selbst einbringt und zeigt, dass man was lernen will, dann wird das sehr gerne gesehen und man bekommt Zuspruch und Unterstützung von allen Seiten. Wenn man faulenzen möchte, kann man das dort auch wunderbar tun, man wird zu nichts gezwungen, sollte sich aber dann nicht wundern, wenn man sich langweilt, die Leute sich nicht interessieren und alles einfach bescheuert scheint.
Ich hatte die Radiologie eigentlich nur gewählt, weil ich dachte, dass man sie für jede Fachrichtung als Ergänzung super gebrauchen kann, überlege aber mittlerweile ernsthaft nach dem Examen in diese Richtung zu gehen, da ich hier gesehen habe, wie toll die Arbeit in der Medizin einfach sein kann. Ich kann jedem Unschlüssigen nur empfehlen, das Wahlfach in der Radiologie im Virchow-Klinikum zu absolvieren; Ihr werdet das garantiert nicht bereuen.

Besten Gruß,
Ehssan



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