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Lawrence-Olivier H. 18.11.2017 
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Lawrence-Olivier H.


08/2011 - 09/2011


Am ersten Tag wurde ich zusammen mit zwei weiteren Famulanten am Sekretariat von Christian Grieser, dem zuständigen Oberarzt für PJler und Famulanten, abgeholt und es gab erst mal eine Kurzführung durch die Radiologie. Für die erste Woche wurde ich am Magenplatz einem sehr netten und erfahrenen Oberarzt namens Herrn Dr. med. Kaufmann zugeteilt. Er zeigt und erklärt einem bereitwillig sehr viel, nimmt einen überall hin mit, stellt einen vor und man erfährt bei ihm neben z.B. Breischluckaufnahmen und Drainagen-Darstellungen viel über Patientenführung, kollegialen Umgang miteinander sowie Arzt und Mensch sein an sich. Auch wenn ich mich weniger für diesen Zweig der Radiologie interessiere und es mir schwer fiel mich einzusehen war es optimal hier zu starten und rundum eine wertvolle Erfahrung bei der auch der Spaß nicht auf der Strecke blieb.
Für die zweite Woche bin ich an den Knochenplatz rotiert. Es empfiehlt sich mal einen Vormittag zu den MTRA's zu gehen und sich anzuschauen wie die Aufnahmen gemacht werden die man später an den Bildschirmen befundet. Vor allem zu Beginn erleichtert es gerade bei Aufnahmen des Schultergelenkes sich zurecht zu finden. Die Ärzte am Knochenplatz pflegen einen lockeren und entspannten Umgangston, zeigen einem anhand der Fälle worauf man achten muß und meist findet sich auch noch Zeit für fallbezogene Kurzteachings. Ca. einmal pro Schicht klingelt hier auch der Voralarm. Dann muß das Knochenteam in den Schockraum der benachbarten Rettungsstelle und wartet gemeinsam mit den Unfallchirurgen und Anästhesisten auf das Eintreffen eines Polytrauma-Patienten. Hier sind die Radiologen vor Ort für den FAST-Sono-Scan und die Röntgenbilder zuständig. Sofern keine vitale Bedrohung festgestellt wird, die noch im Schockraum versorgt werden muß werden Polytraumata sofort rüber ins CT gefahren. Es liegt in der Natur der Sache, daß man im Schockraum nicht viel Fragen, geschweige denn was machen kann und viel damit beschäftigt ist nicht im Weg zu stehen aber es war immer sehr interessant und auch beeindruckend.
Die dritte Woche brachte mich zum CT. Hier ist immer viel zu tun und die Ärzte sind über jede
Hilfe dankbar, so daß man viele Aufklärungsgespräche für Kontrastmitteluntersuchungen und
Zugänge legen kann wenn man möchte. Je nach Arzt ist man im CT manchmal ein bißchen verloren aber mit ein bißchen Eigeninitiative und Flexibilität kommt man auch hier zurecht. Wenn man möchte kann man auch zum Spätdienst ab 14Uhr kommen. Für die Komplexität der CT-Befundung empfand ich das Teaching hier zu knapp, was aber bei der Arbeitsbelastung der CT-Ärzte nicht verwundert. Je nach Dienstplan bietet es sich auch an mal einem Arzt des MVZ über die Schulter zu schauen, die sitzen öfter neben an zum Befunden und man sieht hier im Grunde das volle Spektrum der radiologischen Diagnostik querbeet, außer Sono natürlich.
Zur vierten und fünften Woche durfte ich in die Sono, was eigentlich auch mein Hauptgrund für
diese Famulatur war. Das junge Team unter Leitung der Oberärztin Frau Dr. med. Thieme versprüht auch bei großem Andrang Ruhe und Gelassenheit, so daß man sich als Famulant stets willkommen, gefordert und gefördert fühlt. Da ich als Tutor der Sono-AG schon einigermaßen vertraut mit den Geräten war durfte ich gleich ran und selbständig Patienten vorschallen. Im Anschluß habe ich einem der Ärzte meinen Patienten samt Befunde kurz vorgestellt, so daß er mich im Nachschall überprüfen und sicherstellen konnte, daß der Patient adäquat untersucht wurde. Aus den Ergebnissen meines Vorschalls und den ärztlichen Korrekturen des Nachschalls schrieb ich dann für jeden von mir untersuchten Patienten den Befund, welcher durch den nachschallenden Arzt gegengelesen und von Oberarztstelle freigegeben wurde. Dieses Vorgehen ist für den eigenen Lernfortschritt äußerst effektiv und man merkt richtig wie man von Patient zu Patient besser und sicherer wird. Wenn gerade mal weniger los war oder "nur" Beinvenen zu schallen waren, kann man auch einen der Ärzte zum Stationsschall mit dem mobilen Gerät begleiten oder man steckt seine Nase kurz in ein Sono-Buch.
Meine letzte Station war dann, glücklicherweise, doch noch der Thoraxplatz. Diese Stelle ist heiß umkämpft, da die resolute Oberärztin - eine Koryphäe auf ihrem Gebiet - mit Assistenzärzten und PJlern auf Monate ausgebucht ist und ich als einfacher Famulant nur schlechte Chancen hatte kurzfristig reinzurutschen. Mein Glück war, daß selbige Oberärztin sich vier Wochen Urlaub nahm und so ihre Arbeit von erfahrenen Assistenzärzten übernommen wurde, zu denen ich mich dazu setzten durfte. Hier fängt man dann nochmal bei absolut Null an. Ich fand es sehr schwierig aber auch spannend aus den Bildern wenigstens näherungsweise die richtigen Schlüsse zu ziehen. Besonders schwierig waren die Intensiv-Lungen, da Bedside nur AP-Aufnahmen im Liegen gemacht werden können was die diagnostischen Bedingungen in vielerlei Hinsicht verschlechtert. Auch wenn der gefühlte Lernerfolg am Thoraxplatz der langsamste aller von mir besuchten Stationen war, kann ich nur Jedem der die Chance bekommt empfehlen sie wahr zu nehmen und so viele Lungen zu Befunden wie es geht. Wie immer ist es ratsam mit den gesündesten Lungen zu
beginnen.
Es gibt auch die Möglichkeit an weiteren Stationen, wie z.B. am MRT oder am interventionell tätigen Angio-CT zu famulieren.
Generell kann man sagen, daß das Team der Radiologie des CVK Famulanten gegenüber sehr freundlich ist und wir gern gesehen sind. Meist geht man mit den Ärzten zusammen Essen und wird manchmal auch noch eingeladen. Man lernt hier viel, wird schnell kollegial integriert und erhält Einblicke in das Berufsfeld. Als späteren Fachbereich könnte ich mir die Radiologie inzwischen vorstellen allerdings bleibt die Anästhesie vorerst auf Platz Eins.

Ich Danke dem gesamten Team der Radiologie für eine lehrreiche und schöne Famulatur!



WebmasterTeam (dg)
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