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MPI Labor 28.06.2017 

Einweihung MPI-Labor


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Prof. Dr. Lutz Trahms (Physikalisch-Tech-nische Bundesanstalt),
Prof. Dr. Johanna Wanka,
Eva, Braun (Geschäftsführerin Healthcare, Philips GmbH),
Steffen Krach (Staatssekretär für Wissenschaft),
Prof. Dr. Matthias Taupitz (Institut für Radiologie und Kinderradiologie am CBF der Charité), (v.l.). (Foto: PTB / Marvin Rust)


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Prof. Dr. Ernst Th. Rietschel (Vorstandsvorsitzender des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung BIH), Prof. Dr. Ulrich Frei (Ärztlicher Direktor der Charité), Prof. Dr. Johanna Wanka (Bundesministerin für Bildung und Forschung), Prof. Dr. Bernd Hamm (Direktor der Klinik für Radiologie der Charité) (v.l.) (Foto: Charité / Dirk Lässig)



An der Charité ist heute gemeinsam mit Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes MPI-Gerät eingeweiht worden. Die innovative Technik ermöglicht, neue Wege für die bildgebende Diagnostik von Erkrankungen zu beschreiten: Das Magnetic Particle Imaging (MPI) kann magnetische Eisenoxid-Nanopartikel mit großer Empfindlichkeit und in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung im Körper nachweisen. Das neue Verfahren könnte künftig dabei helfen, beispielsweise Herz-Kreislauf-Probleme oder Tumore aufzuspüren. Kooperationspartnerin ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig

Prof. Dr. Johanna Wanka betonte in ihrem Grußwort die Chancen des neuen Diagnoseverfahrens, das sich nun in der experimentellen Erprobungsphase befindet: „Forschung führt zu neuen Diagnoseverfahren, die den Arzt unterstützen, Krankheiten schneller und eindeutiger zu erkennen. Wenn wir den menschlichen Körper besser verstehen, können wir auch eine wirkungsvollere Behandlung ermöglichen und den Patienten besser helfen."

Das Magnetic Particle Imaging (MPI) ist eine ausgeklügelte magnetische Messtechnik. Sie empfängt Signale von Sonden, die durch den menschlichen Körper wandern: ungiftigen magnetischen Eisenoxid-Nanopartikeln, die injiziert werden und im Blutkreislauf mitschwimmen. Weil diese magnetischen sogenannten Tracer auf ein eingestrahltes äußeres Magnetfeld reagieren, funken sie gewissermaßen ständig ihren Standort nach außen. Ihre relativ schwachen Signale werden vom MPI-Gerät hochgenau und in Echtzeit erfasst, sodass sich der Blutfluss wie in einem Film beobachten lässt. Stauen sich die Tracer an einem Engpass am Herzen oder reichern sie sich in einem Tumor an, haben die Radiologen einen Hinweis auf eine ernste Erkrankung. „Vielleicht wird es schon in zehn Jahren möglich sein, gefährliche Arterienverengungen, Entzündungen, Degenerationen oder Tumore selbst bei diffusen Krankheitsbildern und Symptomen im Ganzkörper-Scan zu lokalisieren", sagte Prof. Dr. Matthias Taupitz, Stellvertretender Direktor der Klinik für Radiologie am Campus Benjamin Franklin.

Neben der technischen Weiterentwicklung des Verfahrens besteht eine große wissenschaftliche Herausforderung darin, Eisenoxid-Nanopartikel zu entwickeln, deren magnetische Eigenschaften optimal auf die neue Bildgebungstechnik abgestimmt sind. Nur so lässt sich in Zukunft das volle Potenzial der MPI-Technik für die empfindliche Erkennung von Krankheiten nutzen. Wichtige Vorarbeiten hierzu wurden in den letzten Jahren mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der DFG bereits von Forschern der Charité und der PTB in Kooperation mit Wissenschaftlern von Bayer Healthcare, Philips Healthcare und Bruker Biospin geleistet. Die DFG ermöglicht den Wissenschaftlern jetzt, ihre Arbeiten mit anwendungsorientierter Forschung fortzusetzen, indem sie das innovative Bildgebungsgerät im Rahmen der Großgeräteinitiative mit rund vier Millionen Euro zur Verfügung stellt.


Prof. Dr. med. Matthias Taupitz
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