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Was 23.11.2017 
1. Was sind Myome?  
2. Wer bekommt Myome?  
3. Wie entstehen Myome?  
4. Symptome - allgemein  
5. Symptome - Verstärkte Regelblutungen  
6. Symptome - Schmerzen und Druck im Becken  
7. Symptome - Harnsymptome  
8. Myome und Fruchtbarkeit  
9. Risiko eines bösartigen Tumors bei Myomen  


1. Was sind Myome?  
  Myome sind gutartige Tumore aus glatten Muskelfasern. Dies ist der Muskeltyp, aus dem auch die Muskelwand der Gebärmutter besteht. Wie aus der Abbildung zu ersehen ist, können Myome an verschiedenen Stellen der Gebärmutter entstehen. Nach ihrer Lage in der Gebärmutter unterscheidet man submuköse, intramurale und subseröse Myome. Ein submuköses Myom liegt direkt unter der Innenauskleidung der Gebärmutter, dem Endometrium. Manche Myome wachsen an Stielen, sie werden dann gestielte Myome genannt. Intramurale Myome liegen innerhalb der Muskelwand der Gebärmutter ("intra" bedeutet innerhalb und "mural" Wand). Seröse oder subseröse Myome befinden sich in der Außenschicht der Gebärmutter, direkt unter der äußeren Hülle der Gebärmutter, der Serosa. Auch subseröse Myome können in gestielter Form auftreten.Selten können Myome auch im Bandapparat der Gebärmutter gelegen sein und werden dann intraligamentäre Myome genannt.
Ungewöhnlich starke Blutungen werden üblicherweise durch submuköse oder intramurale Myome ausgelöst. Becken- und Rückenschmerzen sowie ein allgemeines Druckgefühl, das bei den meisten Patientinnen auftritt, werden vorwiegend durch intramurale und subseröse Myome verursacht.
 
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2. Wer bekommt Myome?  
  Myome können bei jeder Frau vorkommen. Gebärmuttermyome sind die häufigsten Tumore der weiblichen Geschlechtsorgane. Sie treten bei bis zu 25 % aller Frauen im gebärfähigen Alter auf und sind mit ungefähr 175 000 Fällen pro Jahr der häufigste Grund für eine Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) in den USA. Allerdings ist in vielen Fällen, auch wenn Myome Symptome verursachen, keine Gebärmutterentfernung notwendig.

Die Wahrscheinlichkeit, Myome zu bekommen, ist bei schwarzen Amerikanerinnen um das 3,2fache höher als bei weißen. Auch zwischen Frauen anderer Abstammung gibt es geringfügige Unterschiede. Der Grund für dieses erhöhte Risiko ist nicht bekannt, doch wird angenommen, dass genetische Unterschiede eine wichtige Rolle spielen. Myome können zwar schon ab dem 20. Lebensjahr auftreten, doch kommt es bei den meisten Frauen erst mit Ende 30 oder 40 zu Symptomen.
 
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3. Wie entstehen Myome?  
  Die Ursache für das Auftreten von Myomen ist nicht geklärt. Myome entstehen nach der Menarche (erste Regelblutung) und bilden sich nach der Menopause (letzte Regelblutung) zurück, was darauf hinweist, dass ihre Entstehung von Hormonen (insbesondere Östrogen) abhängig ist. Allerdings ist der Auslöser für die Entwicklung eines Myoms nicht bekannt, und auch über die Wechselwirkung der verschiedenen Hormone und Wachstumsfaktoren weiß man erst wenig.

Nach dem Auftreten eines Myoms ist ihr weiteres Wachstum ebenfalls von Östrogen und Progesteron sowie möglicherweise weiteren Hormonen abhängig. Die Wachstumsgeschwindigkeit weist große Unterschiede auf, wobei die genaue Ursache hierfür ebenfalls nicht geklärt ist. Deshalb ist es sehr schwierig, im Einzelfall Vorhersagen über den weiteren Verlauf zu treffen.
 
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4. Symptome - allgemein  
  Die meisten Myome verursachen keine Symptome. So bekommen 25 % aller Frauen im Laufe ihres Lebens Myome, doch treten nur bei 10 bis 20 % von ihnen Symptome auf. Daher ist nur bei einem kleinen Teil der betroffenen Frauen eine Behandlung erforderlich.  
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5. Symptome - Verstärkte Regelblutungen  
  Als häufigstes Symptom treten bei Myomen ungewöhnliche Blutungen auf, üblicherweise in Form von verstärkten Regelblutungen, meistens verbunden mit Gerinnselbildung. Dies führt oft zur Anämie (Blutarmut). Der medizinische Fachausdruck für die verstärkte Regelblutung lautet Menorrhagie. Mit zunehmender Blutungsstärke entstehen auch vermehrt Gerinnsel. Zur Blutgerinnung kommt es, weil das Blut länger in der Gebärmutter bleibt, bevor es in die Scheide abgegeben wird. Beim Abgang der Gerinnsel kann es zu starken Krämpfen kommen.

Warum Myome verstärkte Regelblutungen auslösen, ist nicht bekannt. Eine ältere Theorie besagt, dass sich durch Myome die Muskelkontraktion der Gebärmutter verändert und dass die Gebärmutter dadurch möglicherweise nicht mehr in der Lage ist, die Blutungsmenge während der Periode zu kontrollieren. Weiterhin ist gezeigt worden, dass Myome die Venen in der Gebärmutterwand einengen, was zu einer Erweiterung der Venen der Gebärmutterauskleidung führt. Mit zunehmendem Druck in den Venen kommt es dann zur Schwellung der Gebärmutterauskleidung und so zur Verstärkung der Regelblutung. Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass eine Vielzahl von Botenstoffen (Hormone, Wachstumsfaktoren) beteiligt sind, die offenbar im Unterschied zum normalen Gebärmuttergewebe in anderer Konzentration und Ausprägung im und um das Gewebe von Myomen vorhanden sind und die verstärkten Regelblutungen bei Myom-Patientinnen mit verursachen.

Für durch Myome ausgelöste verstärkte Regelblutungen ist nicht in erster Linie deren Größe und Anzahl, sondern vielmehr deren Lage entscheidend.
Verstärkte Regelblutungen werden meist durch Myome ausgelöst, die tief in der Gebärmutterwand wachsen (intramural) oder Myome, die sich direkt unter der Innenauskleidung der Gebärmutter befinden (submukös). Sehr kleine Myome in der Gebärmutterwand oder Myome in der Außenschicht der Gebärmutter (subserös) verursachen üblicherweise keine ungewöhnlichen Blutungen.Da es viele weitere mögliche Ursachen für verstärkte Regelblutungen gibt, muss die Diagnostik bei betroffenen Patientinnen eine sorgfältige Erhebung der gynäkologischen Vorgeschichte sowie eine gründliche körperliche Untersuchung umfassen. Wenn eine Frau Myome hat, ist damit noch nicht gesagt, dass diese auch die Auslöser von ungewöhnlichen Blutungen sind. Andere Ursachen können eine Endometriumhyperplasie (krankhafte Verdickung der Gebärmutterauskleidung), Endometriumpolypen, Adenomyose oder auch Gebärmutterkrebs sein. Die wahrscheinliche Ursache kann oft anhand der gynäkologischen Vorgeschichte und körperlichen Untersuchung ermittelt werden; gelegentlich sind jedoch weiterführende Untersuchungen erforderlich.
 
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6. Symptome - Schmerzen und Druck im Becken  
  Beckenschmerz ist ein weiteres Symptom. In seltenen Fällen kommt es zur Degeneration eines Myoms, d. h. zur spontanen Schrumpfung mit Narbenbildung aufgrund einer verminderten Blutzufuhr. Dies ist ein schmerzhafter Vorgang, der mehrere Tage oder Wochen andauern kann. Derart heftige Schmerzen sind jedoch selten. Wegen der Vielzahl möglicher Symptome, mit denen sich Myome bemerkbar machen können, ist zur Bestätigung der Diagnose immer eine gynäkologische Abklärung erforderlich.

Wenn es durch Myome zum Druck auf benachbarte Strukturen kommt, äußert sich dies üblicherweise in einem Druckgefühl oder anderen Beckenbeschwerden wie einem Schweregefühl, Blähungen, einem dumpfen Schmerz oder einer besonderen Empfindlichkeit der Myome selbst. Diese Beschwerden können sich bei körperlicher Betätigung, beim Nachvornebeugen oder während des Geschlechtsverkehrs verstärken. Mit zunehmender Größe können Myome auf die Nerven drücken, die das Becken und die Beine versorgen, wodurch Rücken-, Flanken- oder Beinschmerzen verursacht werden. Patientinnen klagen mit zunehmender Größe der Myome auch über stärker werdende Krämpfe während der Periode.
 
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7. Symptome - Harnsymptome  
  Myome können auch auf das Harnsystem drücken. Dies führt üblicherweise zu häufigem Wasserlassen (mit nächtlichem Wasserlassen). Darüber hinaus können Myome auch zu einer Inkontinenz (Unvermögen, den Harn zurückzuhalten) beitragen und in seltenen Fällen den Blasenabfluss teilweise blockieren, so dass die Blasenentleerung erschwert ist. Gelegentlich kann eine vergrößerte Gebärmutter auch auf andere Teile des Harnsystems drücken und so den Harnabfluss aus den Nieren beeinträchtigen. Weiterhin treten manchmal auch Schmerzen oder Druck im Bereich des Rektums auf.

Viele dieser Symptome treten zyklisch auf und nehmen an den Tagen vor und während der Regel zu. Bei entsprechender Größe der Myome können die Schmerzen und Beschwerden jederzeit auftreten.
 
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8. Myome und Fruchtbarkeit  
  Es ist vielfach behauptet worden, dass Myome zu Unfruchtbarkeit und/oder wiederholten Fehlgeburten führen können. Studien an unfruchtbaren Frauen, bei denen als einzige Ursache Myome identifiziert werden konnten, haben gezeigt, dass 40 bis 60 % dieser Frauen nach Myomektomie (chirurgische Entfernung der Myome ohne Entfernung der Gebärmutter) schwanger werden konnten. Da jedoch noch keine umfangreichen Studien vorliegen und eine Unfruchtbarkeit viele Ursachen haben kann, sollten nicht leichtfertig Myome als Ursache angenommen werden, ohne vorher sorgfältig nach anderen Gründen zu fahnden.

 
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9. Risiko eines bösartigen Tumors bei Myomen  
  Eine häufig gestellte Frage lautet, ob es sich bei einem vermuteten gutartigen Myom der Gebärmutter, wenn dieses groß ist, auch um einen bösartigen Tumor handeln könnte. Die Antwort lautet ja, obwohl solche Tumore, genannt Leiomyosarkome, äußerst selten vorkommen. Sie treten in etwa einem von 1.000 Fällen auf. Neuere genetische Untersuchungen machen es unwahrscheinlich, dass diese Tumore aus vorbestehenden gutartigen Tumoren hervorgehen. Vielmehr scheinen sie unabhängig von möglicherweise vorhandenen Myomen zu entstehen.

Das Problem besteht darin, dass es ohne chirurgischen Eingriff nicht immer möglich ist, ein gutartiges Myom von einem bösartigen Tumor zu unterscheiden. Durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Kernspintomographie können diese Tumore nicht sicher voneinander abgegrenzt werden. Der Verdacht auf ein Leiomyosarkom wird anhand der Vorgeschichte häufig dann geäußert, wenn ein mutmaßliches Myom sehr schnell wächst. Doch handelt es sich bei der Mehrzahl der rasch wachsenden "Myome" um nichts anderes als gutartige Myome.

Auch mit einer Biopsie lassen sich gutartige und bösartige Tumore der Gebärmutter nicht sicher unterscheiden, da die Gewebeprobe aus einem eher gutartig erscheinenden Teil des Tumors stammen kann.

Zuverlässig können bösartige feste Tumore der Gebärmutter nur chirurgisch nachgewiesen werden. Dies geschieht entweder durch alleinige Entfernung der Myome (Myomektomie) oder durch Hysterektomie. Bei Leiomyosarkomen besteht die primäre Behandlung in der Hysterektomie mit chirurgischer Entfernung der Lymphknoten im Bereich der Gebärmutter.
 
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