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Ablauf der TIPS-Anlage 22.11.2017 
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Ablauf der TIPS-Anlage



Die Anlage des TIPS erfolgt transjugulär, genauer gesagt über die rechte oder linke Vena jugularis interna (innere Halsvene). Von dieser Vene aus wird mittels eines gekrümmten Katheters eine Lebervene sondiert. In diesen Katheter wird eine gekrümmte Punktionsnadel eingeführt. Die Nadel kann mittels Ultraschall sichtbar gemacht werden, ebenso die Pfortader und deren Aufzweigungen in der Leber. Auf diese Weise kann die Lagebeziehung zwischen der Nadel und dem zu punktierenden Pfortadergefäß dargestellt werden. Die Punktion erfolgt unter ständiger Ultraschallkontrolle, so daß eine sehr genaue Punktion ermöglicht wird und Fehlpunktionen effektiv vermieden werden.
Es wird angestrebt, intrahepatisch, d.h. innerhalb der Leber, ein größeres Pfortadergefäß zu punktieren. Aufgrund der Lagebeziehung der Lebergefäße zueinander beim Menschen wird in der Mehrzahl der Fälle von der rechten Lebervene in den rechten Pfortaderast oder von der mittleren Lebervene in den linken Pfortaderast punktiert. Statt des rechten Pfortaderastes kann auch ein kleinerer Ast punktiert werden.
Die erfolgreiche Punktion zeigt sich anhand des kräftigen Blutrückflusses aus der Punktionsnadel nach außen und wird außerdem unter Röntgendurchleuchtung durch Kontrastmittelinjektion verifiziert, die zur Darstellung von Pfortadergefäßen führt. Ein Führungsdraht wird in die Nadel eingeführt, in die Pfortader und Vena mesenterica superior (obere Darmvene) oder Vena lienalis (Milzvene) plaziert. Die Punktionsnadel wird herausgezogen.

Über den Führungsdraht wird ein Katheter eingeführt, mit dem die Pfortadergefäße und gegebenenfalls vorhandene Umgehungskreisläufe, insbesondere Varizen dargestellt werden und mit dem eine Druckmessung erfolgen kann.
Ein Stent (Röhrchen) wird über den Führungsdraht eingeführt und so plaziert, daß eine direkte Verbindung zwischen der Pfortader und der Lebervene entsteht. Je nach Beschaffenheit des Stents kann dieser im Durchmesser durch Dilatation mit einem Ballon variiert werden oder dieser hat einen festen Durchmesser. Die Wahl des Durchmessers und der Anzahl der Stents richtet sich nach der erforderlichen Drucksenkung und der Länge der Strecke zwischen der Pfortader und der Lebervene. In unserer Klinik wird ein Durchmesser von 8 oder 10 mm gewählt. Zwischen dem Druck in der Pfortader und dem rechten Vorhof des Herzens wird eine Differenz von 10 bis 15 mm Hg angestrebt.


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Schematische Darstellung der TIPS-Anlage (portalvenöses System lila, venöses System grün)


Da der Stent-Trakt eine Verbindung zwischen der Pfortader und der Lebervene darstellt, die wiederum direkt in den systemischen Kreislauf mündet, wird diese Verbindung als portosystemisch bezeichnet. Der Begriff Shunt soll zum Ausdruck bringen, daß es sich um eine künstlich geschaffene Kurzschlußverbindung handelt.

Obwohl durch die TIPS-Anlage bereits eine Entlastung der Varizen erreicht wird, können diese zur Minimierung des Blutungsrisikos zusätzlich embolisiert werden. Hierbei verwenden wir spiralförmige Coils, die mittels eines Katheters in die Varizen eingeführt werden und aufgrund der thrombogenen Beschaffenheit der Oberfläche zu einer partiellen Unterbrechung der Verbindung zwischen den Varizen und dem Pfortaderhochdrucksystem führen.
Meist handelt es sich um Varizen im unteren Bereich des Ösophagus (Speiseröhre), in der Kardia und im Magenfundus (Mageneingang und Magenboden), seltener um Varizen im Rektum (Mastdarm) oder Colon (Dickdarm).


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56 Jahre alte Patientin mit mehrfachen Blutungen aus Ösophagusvarizen. Es liegt eine portale Hypertension auf dem Boden einer Leberzirrhose und einer Pfortaderthrombose vor.



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Nach TIPS-Anlage und Rekanalisation der Pfortader. Das Rekanalisationsergebnis wurde mit einem Stent stabilisiert. Ösophagusvarizen nicht mehr nachweisbar.



PD Dr. med. Thomas Kröncke, MBA
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