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Röntgen-Poster 02 - a 20.11.2017 

Wilhelm Conrad Röntgen
27.05.1845 - 10.02.1923

Physiker - Forscher - Nobelpreisträger

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Abb. 6


Abb. 7


Abb. 8

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Leben und Werk - Röntgens Lebenslauf
(Teil 1)

Wilhelm Conrad Röntgen wurde als Sohn des Tuchfabrikanten Friedrich Conrad Röntgen am 27. März 1845 in Lennep im Bergischen Land (Abb. 6) geboren. Als Röntgen drei Jahre alt war, siedelte die Familie Röntgen in die Niederlande um, dort wuchs Wilhelm Conrad in Apeldoorn und in Utrecht auf. In Utrecht (Abb. 7) besuchte er eine technische Schule, die er jedoch ohne Abschlusszeugnis wegen eines Jugendstreiches verlassen musste, den er zwar nicht begangen hatte, dessen man ihn aber verdächtigte. Auch bei dem Versuch, dennoch das Abitur abzulegen (die Kenntnisse und das Wissen hatte sich Röntgen an einer privaten Schule erworben) hatte Röntgen Pech: Der Prüfer war ausgerechnet jener Lehrer, der seinerzeit Röntgens Abgang von der Schule bewirkt hatte.

Nach einem Jahr meldete sich Röntgen zu einer Aufnahmeprüfung an der Universität Utrecht an. Er hätte nach Bestehen dieser Prüfung sich auch ohne Abitur als Student einschreiben können. Sein Antrag wurde jedoch zu seinem Leidwesen abgelehnt.
Als Röntgen erfuhr, dass am Schweizer Eidgenössischen Polytechnikum (Abb. 8) in Zürich ein Studium auch ohne Abitur möglich sei, bewarb er sich und konnte im Frühjahr 1867 das Studium eines Maschinenbauingenieurs aufnehmen. Hier findet sich eine Parallele zu einem ebenfalls sehr prominenten Wissenschaftler, nämlich Albert Einstein. Auch dieser studierte ohne Abiturprüfung in Zürich: Beide großen Physiker wurden auch ohne allgemeine Hochschulreife Nobelpreisträger!

Das Diplom als Maschinenbauingenieur, welches Röntgen am 6. August 1868 ausgehändigt wurde, enthielt hervorragende Bewertungsnoten. Schon ein Jahr später reichte Röntgen seine Doktorarbeit mit dem Thema "Studien über Gase" an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich ein und promovierte zum Dr. phil. Anschließend wurde Röntgen Assistent bei dem Züricher Experimentalphysiker Prof. August Kundt und begleitete diesen 1870 an die Universität Würzburg, wo Kundt auf den Lehrstuhl für Physik berufen wurde. Allerdings blieb Röntgen in Würzburg die angestrebte Habilitation verwehrt, da er das dafür geforderte Abiturzeugnis nicht vorlegen konnte. Erst in Straßburg, wohin Röntgen seinen Professor wiederum begleitete, war es möglich zu habilitieren und Röntgen wurde am 13. März 1874 der Titel eines Privatdozenten verliehen.

Weiter zu Teil 2

Prof. Dr. med. Walter Reisinger
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