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Röntgen-Poster 03 20.11.2017 

Wilhelm Conrad Röntgen
27.05.1845 - 10.02.1923

Physiker - Forscher - Nobelpreisträger

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Abb. 11


Abb. 12


Abb. 13


Abb. 14


Abb. 15




Das Röntgendenkmal in Berlin

Röntgens großartige Entdeckung sprach sich schnell herum, und so wurde auch der Deutsche Kaiser Wilhelm II. durch eine Zeitungsnotiz aufmerksam. Er lud Röntgen ein zu einem Experimentalvortrag am königlichen Hof in Berlin. Dort berichtete Röntgen am 13. Januar 1896 im Sternensaal des königlichen Schlosses seiner Majestät und einem kleinen Zuhörerkreis von seinen Experimenten. Der sehr beeindruckte Monarch ließ Röntgen daraufhin den Königlichen Kronenorden II. Klasse überreichen. Die Röntgen gewährte Audienz bei Hofe wurde in der Abendausgabe der "Vossischen Zeitung" vom 13. Januar 1896 gebührend gewürdigt.

Die Dimension der Röntgen'schen Entdeckung vorausahnend bestimmte Wilhelm II., dass 1898 an den Brückenköpfen der Potsdamer Brücke am Schöneberger Ufer (Abb. 11) neben den Denkmälern von Helmholtz, Gauß und Werner von Siemens auch eines von Röntgen aufgestellt werden sollte. Röntgen war dabei der einzige der vier berühmten Forscher, dem man bereits zu Lebzeiten und kurz nach seiner epochalen Entdeckung ein Denkmal setzte.

Ein in Berlin tätiger Bildhauer, Reinhold Felderhoff (1865 - 1919), ist der Schöpfer des Röntgendenkmals. Nach anfänglicher Weigerung saß ihm Röntgen in seinem Charlottenburger Atelier Modell in einer Pose (Abb. 12), in der er sinnend die in seiner rechten Hand befindliche Kathodenstrahlröhre betrachtet. Röntgen soll sich später über sein Denkmal lustig gemacht haben, der Künstler habe ihm "eine Insektenspritze statt der X-Strahlenröhre" in die Hand gegeben!

Das Denkmal (Abb. 13) stand dann 45 Jahre an der Potsdamer Brücke, bis es 1942 in Folge der Kriegsereignisse zur Metallgewinnung - wie viele andere Denkmäler in Berlin auch - entfernt wurde. Lange nahm man an, dass Röntgens Denkmal im Schmelzofen geendet sei.

Einige Jahre nach Kriegsende, 1950, wurde im Keller des Krankenhauses Moabit eine Büste entdeckt, von der man annahm, dass sie den ehemaligen Direktor des Krankenhauses Moabit, Prof. von Renvers darstelle. Die Büste wurde unter diesem Namen im Tiergarten aufgestellt.

Im Jahre 1962 inspizierte eine Tochter des Prof. von Renvers die Büste und stellte anhand von Vergleichen mit Fotografien eindeutig fest: Es ist nicht die Kopfbüste ihres Vaters! Der namenlose Kopf stand dann mehrere Jahre im Krankenhaus-Garten in Moabit. Erst später wurde die Büste als Fragment der Sitzfigur Röntgens von der alten Potsdamer Brücke identifiziert.

Während man von den anderen drei Denkmalen keine Spur mehr fand, ist die Erhaltung der Büste von Röntgen möglicherweise der Tatsache geschuldet, dass der bekannte Radiologe und Chefarzt der Röntgenabteilung des Krankenhauses Moabit, Prof. Chaoul, gleichzeitig auch betreuender Arzt des Rüstungsministers Albert Speer war. Möglicherweise hat sich Chaoul bei Speer dafür verwendet, wenigstens den Kopf des Denkmals zu erhalten und im Keller des Krankenhauses Moabit zu lagern.

Unter dem korrekten Namen "Wilhelm Conrad Röntgen" stand das Fragment dann lange in der Eingangshalle der Röntgenabteilung des Krankenhauses Moabit (Abb. 14).
Im Jahre 1990 wurde die Büste in der Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz Berlin im Rahmen der Ausstellung "Ethos und Pathos - Berliner Skulpturen von 1786 bis 1914" gezeigt. Danach stand die Büste wieder im Krankenhaus Moabit bis zum Jahre 2002, dem Jahr der Schließung der bekannten Berliner Krankenanstalt.

In Sorge um den Verbleib der Büste nahm der Direktor der Abteilung Röntgendiagnostik im Krankenhaus Moabit, Prof. Dr. Volker Taenzer, Kontakt mit dem Institut für Radiologie im Universitätsklinikum Charité Berlin Mitte auf und übergab im Sommer 2002 die historische Kostbarkeit an den Institutsdirektor (Abb. 15).

Hier, am traditionellen Standort der fast 300-jährigen Charité im Herzen Berlins hat die Röntgenbüste nun ihren hoffentlich endgültigen Platz gefunden.

Prof. Dr. med. Walter Reisinger
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