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Spätere Komplikationen - Thrombosen 22.11.2017 
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Spätere Komplikationen

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Abb. 1

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Abb. 2

Thrombosen

Da das Kathetermaterial für den Körper Fremdmaterial darstellt, kommt es zur Anheftung von Thrombozyten an dem Material, dies kann zu einer Thrombose des Katheterlumens, zu einer Thrombose des Portreservois, zu einem Fibrinmantel um den Portkatheter (Fibrin Sheath) oder zu einer Thrombose der entsprechenden Vene führen. Die oben genannten Komplikationen lassen sich relativ gut mittels einer Portdarstellung mit Kontrastmittel unter Digitaler Subtraktionsangiographie (DSA) darstellen. Bei Verdacht auf Thrombose der entsprechenden Vene ist zusätzlich die Sonographie und/oder eine Phlebographie angezeigt.

Die Thrombose des Katheterlumens oder des Portreservoirs kann in einigen Fällen mit Heparin oder Fibrinolyse (z.B. rt-PA) aufgelöst werden, dabei sind jedoch die bekannten Kontraindikationen sorgfältig zu prüfen und eine stationäre Betreuung unerlässlich. In den meisten Fällen führt das jedoch zur Explantation des Portsystems. Auch die Thrombose der Vene ist in der Regel eine Indikation zur Portsystemexplantation. Dabei sollte das Alter des Thrombus eine große Rolle spielen. Bei frischem Thrombus sollte über 5-7 Tage eine low-dose Heparinisierung (z.B. Fraxiparin 2 x 0,5 ml täglich) erfolgen, und dann erst der Katheter entfernt werden, da das Embolierisiko bei frischem Thrombus entsprechend größer ist.

Ein Fibrinmantel um den Portkatheter führt in der Regel zu einem Ventilmechanismus des Portsystems. Das bedeutet, ein antegrader Fluß durch das Portsystem ist nur erschwert und mit großem Druck möglich, und eine Aspiration über das Portsystem ist nicht möglich. In diesem Fall zeigt sich häufig in der Portdarstellung unter Digitaler Subtraktionsangiographie (DSA) das typische Bild eines Fibrinmantels (Fibrin Sheath, siehe Abb. 1).


Dabei kommt es nicht zu einem antegraden Kontrastmittelfluß aus der Portkatheterspitze in die Vena cava superior mit schneller Abflutung in das rechte Herz und die Lungenarterien, sondern zu einem Kontrastmittelrückfluß entlang des Katheterschlauches und zu einer Retrograden Kontrastierung der Vena cava superior oder in diesem Fall zu einer Kontrastierung der linken V. brachiocephalica. Die optimale Therapie in diesem Fall ist das sogenannte Fibrin Sheath Stripping. Dabei wird über eine venöse Punktion in der Leiste eine Metallschlinge (z.B. Goose Neck-Schlinge, Abb. 2) in die Region des Portkatheters geführt, dieser wird mit der offenen Schlinge wie ein Lasso gefangen und der Katheter wird von oben nach unten mit leicht angezogener Schlinge von dem Fibrinmantel befreit. Zwei Komplikationen sind dabei zu beachten, erstens darf der Mantel nicht zu ausgeprägt sein, so dass es zu keiner ausgeprägten Lungenarterienembolie kommen kann und zweitens muß während der Intervention auf die Konnektion des Portkatheters am Portsystem geachtet werden, da es bei zu großem Zug schnell zur Diskonnektion kommen kann.


Prof. Dr. med. Bernhard Gebauer
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