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Aufklärung 24.11.2017 
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LASERUNTERSTÜTZTE REKANALISATION


Patienten-Information und individuelle Aufklärung


Ziel der Lasertherapie:

Die bei Ihnen vorgesehene laserunterstützte Gefäßbehandlung hat das Ziel, eine durch Kalkablagerungen, Blutgerinnsel oder Bindegewebe verengte oder verschlossene Arterie für den Blutfluß wieder durchgängig zu machen.
Durchführung einer laserunterstützten Gefäßrekanalisation:

Zunächst wird die rechte oder linke Leistengegend örtlich betäubt (Lokalanästhesie), um eine weitgehende Schmerzfreiheit für den Eingriff zu erreichen. Mittels einer Hohlnadel wird dann die betreffende Leistenarterie entweder unterhalb oder oberhalb des Leistenbandes punktiert. Nach Vorschieben eines Führungsdrahtes in die zu rekanalisierende Arterie wird ein Kunststoff-Einführungsschlauch ("Schleuse") im Einstichbereich positioniert. Die Schleuse ermöglicht das Einführen und Wechseln der benötigten Katheter. Entlang des Führungsdrahtes kann der Laserkatheter unter Durchleuchtungskontrolle an die gewünschte Stelle herangeführt werden.

Der bei dem Eingriff verwendete "Excimer"-Laser sendet Bündel von Lichtimpulsen ("gepulste Laserstrahlen") aus, die das gefäßverlegende Material weitgehend verdampfen, ohne daß es zu einer wesentlichen Temperaturerhöhung im Gefäß kommt ("kalter" Laser). Der Lasereinsatz ist normalerweise schmerzfrei.

Da der benutzte Laserkatheter nicht immer die gesamte Innenfläche des Gefäßes "reinigen" kann, ist in den meisten Fällen eine Nachdehnung mit einem ebenfalls über einen Führungsdraht eingeführten Ballonkatheter erforderlich. Hierbei kann örtlich ein Druck- oder Schmerzgefühl auftreten, das aber in der Regel nur von kurzer Dauer ist.

Vor, während und nach dem Eingriff wird mehrfach Kontrastmittel in die Arterie gespritzt, um den Vorgang und das Ergebnis zu überprüfen und zu kontrollieren.


Mögliche Komplikationen des Eingriffs:

Auch unter Anwendung aller möglichen Vorsichtsmaßnahmen kann eine absolute Risikofreiheit nicht garantiert werden. Die nach unseren Erfahrungen am häufigsten vorkommenden Komplikationen sind:

  1. Bildung eines Blutergusses in unmittelbarer Nähe der Punktionsstelle. Diese Komplikation ist in den allermeisten Fällen harmlos. Der Bluterguß verschwindet in wenigen Tagen, wobei es gelegentlich zu einer Bewegungsbehinderung für 4-5 Tage kommen kann. Bei Männern kann es mit einer Häufigkeit von weniger als 1% zu einem sogenannten Hodensackhämatom kommen, das sich jedoch in der Regel innerhalb von zwei Wochen folgenlos zurückbildet. Diese Komplikationen können weitgehend vermieden werden, wenn nach Beendigung der Laserbehandlung das betreffende Bein für die nachfolgenden 24 Stunden in einer gestreckten Position ruhig gehalten wird.
  2. Eine ernsthafte Komplikation stellt der Wiederverschluß des Gefäßes während oder unmittelbar nach der Rekanalisation dar. In diesen Fällen stellt sich normalerweise die Situation wie vor der Therapie ein. Es kann jedoch auch (in ca. 1-2%) zu einer Zunahme der Beschwerden kommen, so daß eine operative Behandlung erforderlich werden kann.
  3. Entstehung einer Embolie unterhalb der ursprünglichen eingeengten oder verschlossenen Stelle mit Verlegung der nachgeschalteten Blutgefäße. Diese schwerwiegende Komplikation ist ebenfalls sehr selten (weniger als 1%). In einem solchen Fall wird versucht, entweder das Blutgerinnsel aufzulösen (Lyse-Therapie) oder abzusaugen. Gelingt es nicht, einen befriedigenden Blutfluß wiederherzustellen, so ist eine Notoperation erforderlich. Für solche Zwecke ist in der gefäßchirurgischen Abteilung hier im Hause, im Deutschen Herzzentrum Berlin oder im Städtischen Krankenhaus Moabit stets ein chirurgisches Team zum operativen Eingriff bereit.
  4. Als seltene weitere Komplikation sind die lokale Bildung eines sogenannten Gefäßaneurysmas (Aneurysma spurium) oder eine arteriorvenöse Kurzschlußverbindung ("AV-Fistel") zu nennen. Schließlich kann es bei der Laserrekanalisation auch zu einem Gefäßwandriß (Ruptur oder "Dissektion") kommen (etwa 0,3-0,5% der Fälle).
  5. Kontrastmittelreaktionen sind, wie bei jeder Angiographie, nicht auszuschließen. Hierbei können Unverträglichkeiten auf das Kontrastmittel bis hin zum allergischen Schock auftreten. Bei entsprechender Veranlagung zu Allergien werden Medikamente vor dem Eingriff über eine Armvene gespritzt. Aufgrund der Kontrastmittelmenge kann auch in seltenen Fällen ein sogenanntes Lungenödem auftreten.


Nach der Laserbehandlung:

  1. Prinzipiell muß strenge Bettruhe für 24 Stunden eingehalten werden. Frühestens danach wird der Druckverband entfernt.
  2. In manchen Fällen wird eine 24-stündige "blutverdünnende" Infusionsbehandlung mit Heparin zur Vermeidung eines thrombotischen Wiederverschlußes angeordnet. In solchen Fällen ist die Nachblutungsgefahr erhöht, die Entfernung des Druckverbandes und das Aufstehen darf erst nach 3 Stunden nach Ende der Infusion erfolgen. In besonderen Fällen, wenn zur Auflösung von im Gefäß befindlichen Blutgerinnseln eine sogenannte Lysetherapie (Infusion von Streptokinase, Urokinase oder rt-PA) eingesetzt werden muß, ist die Nachblutungsgefahr besonders groß, so daß die gezielten, inviduellen ärztlichen Anordnungen einzuhalten sind.


Allgemein:

Zur Vermeidung besonderer Risiken beantworten Sie bitte folgende Fragen:

  * Besteht bei Ihnen eine Allergie (Überempfindlichkeit) gegen bestimme Medikamente, Nahrungsmittel, Jod, Pflaster oder ähnlichem?
  * Sind bei früheren Röntgenuntersuchungen durch die Gabe von Kontrastmitteln Komplikationen, wie Hautausschlag oder Herz-/Kreislaufreaktionen aufgetreten?
  * Neigen Sie zu vermehrten Blutungen, z.B. bei kleineren Verletzungen?
  * Bekommen Sie ein gerinnungshemmendes Medikament (z.B. Marcumar, Syntron oder Aspirin (ASS))?
  * Leiden Sie unter einer Schilddrüsenüberfunktion oder wurden Sie früher deswegen behandelt?
  * Sind bei Ihnen Nierenerkrankungen bekannt?
  * Ist bei Ihnen eine Herzerkrankung bekannt?
  * Sind Sie Diabetiker (zuckerkrank)?
  * Wenn Sie Diabetiker sind, nehmen Sie "Glucophage"?
  * Bei Frauen: Besteht eine Schwangerschaft?

Ergänzend zum Inhalt der Patienteninformation und der angegebenen Interventionsrisiken fand am ................. ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit Herrn/Frau Dr. .............. statt.

Insbesondere besprochen wurden:

Es wurde darauf hingewiesen, daß je nach aktueller Gefäßsituation auch andere als die genannten lasergestützten Therapieverfahren zum Einsatz kommen können. Hierbei ist insbesondere die alleinige Durchführung einer Ballondilatation sowie die Notwendigkeit einer Implantation einer metallischen Gefäßstütze ("Stent") erwähnt worden. Auch kann die aktuelle Gefäßsituation die medikamentöse Auflösung von Blutgerinnseln (Lyse-Therapie) erforderlich machen.

Weiterhin wurde die Möglichkeit des Einsatzes ergänzender diagnostischer Verfahren (intravaskulärer Ultraschall, Doppler-Flußmessung, Angioskopie) sowie von Methoden zum Verschluß des Punktionskanales durch eine transkutane Naht (Techstar, Prostar) besprochen.


PD Dr. med. Thomas Kröncke, MBA
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