Selbstuntersuchung der Brust

Was können Sie selbst für die Früherkennung des Brustkrebs tun?

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Informationen zu Früherkennung von Brustkrebs durch Selbstuntersuchung

© Charité - Universitätsmedizin Berlin
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Selbstuntersuchung
Nutzen Sie die Chance der Selbstuntersuchung! Immer noch wird ein großer Anteil der Brusttumore zuerst durch Tasten erkannt. Unterschätzen Sie nicht die Bedeutung der monatlichen Selbstuntersuchung! Gerade die regelmäßige Untersuchung ermöglicht Ihnen, Veränderungen Ihrer Brust frühzeitig festzustellen.

Zeitpunkt
Der beste Zeitpunkt für die Selbstuntersuchung liegt innerhalb der ersten zwei Wochen (am besten ist nach unseren Erfahrungen der zehnte Tag) nach Beginn der Regelblutung. In dieser Zeit ist die Brust weich und in der Regel wenig druckempfindlich.

Sehen
Beginnen Sie Ihre Selbstuntersuchung stets vor einem Spiegel. Betrachten Sie sich zunächst bei herabhängenden Armen: Sehen Sie Hautveränderungen oder Veränderungen der Brustwarze? Nehmen Sie dann die Arme nach oben und stemmen Sie sie dann in die Seite. Beobachten Sie Ihre Brust bei der Bewegung: Bemerken Sie Veränderungen wie etwa Hauteinziehungen oder Vorwölbungen?

Tasten
Am einfachsten ist das Abtasten der Brust, wenn sie feucht ist. Tasten Sie also am Besten z. B. nach dem Einseifen oder beim Eincremen. Tasten Sie zunächst jede Brust sanft mit der entgegengesetzten Hand ausgehend von der Brustwarze in kreisförmigen Bewegungen ab. Beachten Sie: Ist die Brust weich? Tasten Sie Verhärtungen? Sind Verhärtungen neu aufgetreten? Sind sie verschieblich? Streichen Sie dann mit sanftem Druck jeden Teil der Brust von außen in Richtung Brustwarze aus. Beachten Sie: Tasten Sie Verhärtungen? Die Tastuntersuchung sollten Sie in gleicher Weise zusätzlich auch im Liegen (etwa beim Baden) durchführen. Tasten Sie abschließend Ihre Achselhöhlen bei eingestemmtem Arm mit der jeweils entgegengesetzen Hand. Beachten Sie: Tasten Sie Verhärtungen? Sind sie verschieblich? Was können Sie tun, wenn ein Tastbefund oder eine sichtbare Veränderung wie etwa eine Einziehung der Brustwarze oder eine Hauteinziehung bei der Selbstuntersuchung auffällt? Wenden Sie sich an Ihren Gynäkologen! Bei weitem nicht jeder Tastbefund ist ein Zeichen für eine bösartige Diagnose. Häufig handelt es sich um Zysten oder gutartige Verhärtungen, dennoch sollte jeder Tastbefund ernst genommen werden. Ihr Arzt kann mittels Ultraschall oder Mammographie häufig einfach die Ursache für einen tastbaren Herd finden. Sollte einmal ein verdächtiger Befund auftreten, kann Ihr behandelnder Arzt zügig weitere Untersuchungen oder Eingriffe in die Wege leiten.

Regelmäßige Untersuchungen
Gehen Sie regelmäßig, d. h. einmal im Jahr zur Untersuchung zu Ihrem Gynäkologen. Neben einer Palpation sollte dabei zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr* jährlich zusätzlich eine Mammographie und bei dichtem Gewebe oder Tastbefunden eine ergänzende Ultraschalluntersuchung der Brust durchgeführt werden. Der Ultraschall ersetzt die Mammographie nicht, bietet jedoch eine wichtige Ergänzung bei der Untersuchung der Brust.

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