Häufige Fragen zur Diagnostik

In den Abschnitten unten finden Sie Informationen zur Diagnose von Prostataproblemen. 

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Mein PSA-Wert ist erhöht, habe ich Krebs? Was muss ich machen?

Ein erhöhter PSA-Wert allein entscheidet nicht zuverlässig über das Vorhandensein von „Prostatakrebs“. Auch gutartige Erkrankungen wie z. B. die benigne Prostatahyperplasie (BPH) (Abb. 1 a) und (Abb. 1 b) oder eine Entzündung der Prostata (Prostatitis) (Abb. 2), die wesentlich häufiger vorkommen als Prostatakrebs, können zu einem erhöhten PSA-Wert führen.

Nichtsdestotrotz sollte ein erhöhter PSA-Wert bei entsprechendem Risikoprofil weiter abgeklärt werden. Ziel jeder weiteren Prostatadiagnostik sollte eine individuelle Prostatakrebs-Risikobewertung sein. Neben der Bestimmung des PSA-Wertes wird in der Regel eine digital rektale Untersuchung (DRU) durchgeführt. Bei auffälligem Tastbefund und/oder erhöhtem sowie steigendem PSA-Wert, wird im weiteren Verlauf häufig eine Prostata-Biopsie empfohlen.

Ergänzend stehen heutzutage weitere Verfahren für die Prostatakrebserkennung – wie die Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata – zur Verfügung. Die MRT gilt als das beste bildgebende Verfahren, um die Prostata und das umliegende Gewebe zu analysieren und die Detektion und Abgrenzung bösartiger Gewebeentartungen zu ermöglichen. Dr. med. Dominik Nörenberg

Abbildungen

Abbildung 1. (a) Normale Prostata eines 30 jährigen Mannes. Die mittlere Transitionalzone (TZ) ist noch sehr umschrieben um die Harnröhre lokalisiert. Sie ist von der zentralen Zone (CZ) und von bindegewebigen bzw. muskulären Strukturen umgeben (fibromuskuläres Gewebe = FM). Der größte Anteil der Prostata wird durch die äußere, periphere Zone (PZ) gebildet.
Abbildung 1. (a) Normale Prostata eines 30 jährigen Mannes. Die mittlere Transitionalzone (TZ) ist noch sehr umschrieben um die Harnröhre lokalisiert. Sie ist von der zentralen Zone (CZ) und von bindegewebigen bzw. muskulären Strukturen umgeben (fibromuskuläres Gewebe = FM). Der größte Anteil der Prostata wird durch die äußere, periphere Zone (PZ) gebildet.
Abbildung 1. (b) Im Alter vergrößern knotige Veränderungen bei sogenannter benigner Prostatahyperplasie (gutartiger Prostatavergrößerung) die Transitionalzone, und führen zu einer Kompression der zentralen und der peripheren Zone.
Abbildung 1. (b) Im Alter vergrößern knotige Veränderungen bei sogenannter benigner Prostatahyperplasie (gutartiger Prostatavergrößerung) die Transitionalzone, und führen zu einer Kompression der zentralen und der peripheren Zone.
Abbildung 2. Entzündung der Prostata (Prostatitis) bei einem Patienten mit erhöhten PSA-Werten zwischen 6-8 ng/ml und dreimaliger negativer transrektaler Ultraschallbiopsie (TRUS) ohne Karzinomnachweis. Das Bild zeigt beidseitige flaue signalabgesenkte (hypointense) Areale mit streifigen Veränderungen (Pfeil), welche in der Histologie als chronische Prostatitis diagnostiziert wurden.
Abbildung 2. Entzündung der Prostata (Prostatitis) bei einem Patienten mit erhöhten PSA-Werten zwischen 6-8 ng/ml und dreimaliger negativer transrektaler Ultraschallbiopsie (TRUS) ohne Karzinomnachweis. Das Bild zeigt beidseitige flaue signalabgesenkte (hypointense) Areale mit streifigen Veränderungen (Pfeil), welche in der Histologie als chronische Prostatitis diagnostiziert wurden.

Bei mir wurde schon einmal (oder öfter) eine Prostatabiopsie durchgeführt. Es besteht immer noch der Verdacht auf ein Prostatakarzinom. Was kann ich tun?

Abbildung 3. (a) Prostatakarzinom bei einem 60 jährigen Patienten nach stattgehabter 3-facher negativer Biopsie. Der Tumor befindet sich in der rechtsseitigen peripheren Zone (Pfeil auf die dunkle (in der Fachsprache hypointense) Läsion zeigend). Nach einer gezielten MRT gestützten Biopsie konnte hier ein azinäres Adenokarzinom der Prostata (Gleason Score von 3+4=7) festgestellt werden. Erwähnenswert sind die weiteren kleineren Karzinomherde auf der linken Seite der peripheren Zone (*). (b) Prostatakarzinom bei einem 64 jährigen Patienten nach stattgehabter 4-facher negativer Biopsie. Der Tumor befindet sich in der linksseitigen peripheren Zone (Pfeil). Die Histologie nach einer gezielten, direkt MRT-gestützten Biopsie ergab ein azinäres Adenokarzinom der Prostata (Gleason Score von 3 + 4 = 7). (c) Ebenfalls kleines, histologisch gesichertes Prostatakarzinom der peripheren Zone mit Kapselinfiltration bei einem 69-jährigen Patienten mit Zustand nach einmaliger stattgehabter negativer Biopsie. (d) Prostatakarzinom der (mittleren) Transitionalzone bei einem 68-jährigen Patienten mit steigendem PSA-Wert nach 2-facher negativer Biopsie (signalabgesenkte, dunkle Läsion vorne links (*)). Während der gutartige (benigne) Knoten rechts in der Transitionalzone (Pfeil) eine scharfe Randbegrenzung aufweist, ist die Randbegrenzung um den Karzinomherd unscharf (Kohlestiftzeichen). Im vorderen Anteil weist das Prostatakarzinom eine Vorwölbung der Kontur auf und infiltriert die vordere Kapsel.

Eines der am meisten frustrierenden Situationen für Patienten und Ärzte gleichermaßen ist, wenn der PSA-Bluttest verdächtig ist, weil er zu hoch ist oder ansteigt, aber die Biopsien negativ sind. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, dass kein Krebs vorliegt oder die Biopsien den Krebs „übersehen“ haben. Bei auffälligen PSA-Werten oder suspektem Tastbefund wird heutzutage schnell die Indikation zur Prostatabiopsie gestellt. Diese stellt jedoch eine invasive diagnostische Methode dar.

Bei der Prostatabiopsie werden insgesamt segmentale Einzelbiopsien an mehreren Stellen der Prostata durchgeführt (in der Regel 12 Biopsien). Die Schwierigkeit besteht darin, dass Prostatakrebs selbst nur in einzelnen, kleinen Arealen der Prostata auftreten kann. Diese können den segmentalen Biopsien entgehen. Da auch solche Areale (von teils aggressivem) Prostatakrebs entdeckt werden müssen, gilt derzeit die Prostata-MRT als nicht-invasive Methode der Wahl in der Prostatakrebserkennung bei negativem Biopsiebefund (Abb. 3 a-d). Nach neuen Erkenntnissen kann auch vor einer invasiven Methode wie der Prostatabiopsie eine Prostata-MRT-Diagnostik durchgeführt werden.

Die Prostata-MRT ist zwar nicht dafür ausgelegt, die Prostatabiopsie zu ersetzen, kann allerdings wertvolle Zusatzinformationen liefern, um verdächtige Areale zu identifizieren, die dann einer gezielten Biopsie zugänglich sind. Aus Angst vor Prostatakrebs unterziehen sich viele Patienten bis zu drei oder vier Wiederholungsbiopsien. Die MRT kann hier Informationen bieten, um verdächtige Areale zu identifizieren oder auch auszuschließen. In einigen Fällen kann zudem der PSA-Wert erhöht sein, ohne dass Prostatakrebs vorliegt, z. B. bei einer gutartigen Prostatahyperplasie (BPH) (Abb. 1 a) und (Abb. 1 b)oder einer Entzündung der Prostata (Prostatitis) (Abb. 2). Diese Veränderungen der Prostata können mit der MRT erkannt werden.

Dr. med. Dominik Nörenberg

Kann man bei mir eine MRT der Prostata durchführen? Wenn ja wo?

Wie viele medizinische Tests wird die Indikation zur Prostata-MRT von einem Arzt angeordnet. Ob die Prostata-MRT auch durchgeführt werden kann, hängt vom Individualfall ab und wird von dem durchführenden Radiologen beurteilt. Insbesondere Patienten mit Herzschrittmacher und Cochlea-Implantaten kommen nicht für eine MRT-Diagnostik in Frage. Bei Patienten mit anderen metallischen Fremdkörpern oder Implantaten wie Herzklappen oder Gefäßclips können im Einzelfall ebenfalls Einschränkungen bestehen. Bei Patienten mit fortgeschrittener Niereninsuffizienz kann es Einschränkungen für eine Kontrastmittelgabe geben. Hüftprothesen oder andere Metallschrauben im Bereich des Beckens stellen in der Regel kein Hindernis für die MR Untersuchung dar, können jedoch auf die Qualität und Beurteilung der MRT-Bilder einschränkend wirken. Zusätzlich haben die meisten MRT-Geräte eine Gewichtsobergrenze (in der Regel zwischen 120 und 200 kg). Des Weiteren kann eine Klaustrophobie eine „relative Kontraindikation“ für die MRT-Bildgebung darstellen. Dies bedeutet, dass zunächst diese Informationen gesammelt und besprochen werden müssen, um festzustellen, inwiefern eine Prostata-MRT-Diagnostik geeignet ist und ob diese im Einzelfall durchgeführt werden kann.

Im Hinblick auf das Patientenmanagement bei Verdacht auf Prostatakrebs ist die Prostata-MRT nur ein Teil des Weges zur Diagnosefindung. Insbesondere der Gebrauch der MRT-Technologie als auch das Verständnis und die Interpretation dieses speziellen bildgebenden Verfahrens erfordert die Erfahrung und Expertise spezialisierter radiologischer Fachkräfte.

Hierzu wird eine Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung an einem für die Prostatabildgebung spezialisierten radiologischen Zentrum angeraten. Sollten Sie eine MR-Untersuchung der Prostata in der Klinik für Radiologie der Charité wünschen, können Sie einen Termin über

Frau Thielsch t: +49 30 8445 2213 f: +49 30 450 7 527 954 E-Mail

vereinbaren, wir bieten die MR-Untersuchungen der Prostata sowohl für Kassen- als auch für Privatversicherte an.

Dr. med. Dominik Nörenberg

Wann sollte eine Prostata-MRT durchgeführt werden und was passiert bei einem auffälligen MRT-Befund?

Spezifische Fragestellungen an die Prostata-MRT sind die Abklärung verdächtiger oder steigender PSA-Werte trotz negativer Biopsie, die Planung gezielter Prostatabiopsien, Operationsplanung, Strahlentherapieplanung, abnormale PSA-Werte nach einer Operation oder Strahlentherapie und der Verdacht auf ein Rezidiv eines Prostatakarzinoms sowie die Bestimmung der Größenausdehnung und möglichen Umgebungsinfiltration. Durch die Prostata-MRT kann nicht immer zwischen bösartigem Krebsgewebe und chronischer Entzündung unterschieden werden. Auch Einblutungen können Prostatakrebsherde verdecken (Abb. 4).

Um dies zu vermeiden, sollte eine Prostata-MRT erst acht Wochen nach vorangegangener Prostata-Biopsie durchgeführt werden. Bei einem auffälligen MRT-Befund können weitere Verlaufskontrollen in größerem Zeitabstand oder gezielte Biopsien notwendig sein. Dr. med. Dominik Nörenberg

Abbildungen

Abbildung 4. (a) Signalabsenkung in der peripheren Zone links (Pfeil) welche durch ihre hypointense Erscheinung ein Prostatakarzinom vortäuschen kann (a, axiale T2 TSE). In der vergleichenden Schicht einer anderen Sequenz (b, der sogenannten axialen T1 gewichteten Sequenz) lassen sich beidseits in der peripheren Zone eingeblutete Veränderungen nach vorangegangener Punktion abgrenzen (typische Signalanhebung bzw. in der Fachsprache hyperintense Darstellung). Nichtsdestotrotz könnte das eingeblutete Areal hier ein Prostatakarzinom verdecken, weswegen eine MRT frühestens 6 - 8 Wochen nach stattgehabter Biopsie erfolgen sollte.
Abbildung 4. (a) Signalabsenkung in der peripheren Zone links (Pfeil) welche durch ihre hypointense Erscheinung ein Prostatakarzinom vortäuschen kann (a, axiale T2 TSE). In der vergleichenden Schicht einer anderen Sequenz (b, der sogenannten axialen T1 gewichteten Sequenz) lassen sich beidseits in der peripheren Zone eingeblutete Veränderungen nach vorangegangener Punktion abgrenzen (typische Signalanhebung bzw. in der Fachsprache hyperintense Darstellung). Nichtsdestotrotz könnte das eingeblutete Areal hier ein Prostatakarzinom verdecken, weswegen eine MRT frühestens 6 - 8 Wochen nach stattgehabter Biopsie erfolgen sollte.
Abbildung 4. (b) In der vergleichenden Schicht einer anderen Sequenz (der sogenannten axialen T1 gewichteten Sequenz) lassen sich beidseits in der peripheren Zone eingeblutete Veränderungen nach vorangegangener Punktion abgrenzen (typische Signalanhebung bzw. in der Fachsprache hyperintense Darstellung). Nichtsdestotrotz könnte das eingeblutete Areal hier ein Prostatakarzinom verdecken, weswegen eine MRT frühestens 6-8 Wochen nach stattgehabter Biopsie erfolgen sollte.
Abbildung 4. (b) In der vergleichenden Schicht einer anderen Sequenz (der sogenannten axialen T1 gewichteten Sequenz) lassen sich beidseits in der peripheren Zone eingeblutete Veränderungen nach vorangegangener Punktion abgrenzen (typische Signalanhebung bzw. in der Fachsprache hyperintense Darstellung). Nichtsdestotrotz könnte das eingeblutete Areal hier ein Prostatakarzinom verdecken, weswegen eine MRT frühestens 6-8 Wochen nach stattgehabter Biopsie erfolgen sollte.

Welchen diagnostischen Stellenwert hat die MRT?

Abbildung 5. Das MRT-Bild eines 71-jährigen Patienten zeigt eine unscharf berandete, signalabgesenkte Läsion im vorderen Anteil der Transitionalzone rechts. Die MRT-gestützte Biopsie dieser hochgradig karzinomverdächtigen Läsion ergab ein azinäres Adenokarzinom der Prostata. Der Patient wurde zuvor mehrfach mittels ungezielter TRUS biopsiert, welche keinen Karzinomnachweis ergab (hier insgesamt Zustand nach 4-facher negativer Biopsie mit jeweils 12 Stanzen). Erwähnenswert ist die relativ weit ventrale Lokalisation des Tumors (im vorderen Anteil der Prostata) – hier werden Karzinome häufig in den standardmäßig durchgeführten Biopsien nicht erfasst.
Abbildung 5. Das MRT-Bild eines 71-jährigen Patienten zeigt eine unscharf berandete, signalabgesenkte Läsion im vorderen Anteil der Transitionalzone rechts. Die MRT-gestützte Biopsie dieser hochgradig karzinomverdächtigen Läsion ergab ein azinäres Adenokarzinom der Prostata. Der Patient wurde zuvor mehrfach mittels ungezielter TRUS biopsiert, welche keinen Karzinomnachweis ergab (hier insgesamt Zustand nach 4-facher negativer Biopsie mit jeweils 12 Stanzen). Erwähnenswert ist die relativ weit ventrale Lokalisation des Tumors (im vorderen Anteil der Prostata) – hier werden Karzinome häufig in den standardmäßig durchgeführten Biopsien nicht erfasst.

Die MRT ist derzeit wohl das beste bildgebende diagnostische Verfahren um ein Prostatakrebs zu finden oder auszuschließen und genießt somit im Rahmen der Prostatakrebserkennung und im Rahmen von Staginguntersuchungen einen hohen diagnostischen Stellenwert (insbesondere bei vorangegangener negativer Biopsie). Die MRT selbst ist ein nicht-invasives bildgebendes Verfahren ohne die Verwendung ionisierender Strahlung. Durch die MRT lassen sich zuverlässig Weichgewebestrukturen des Körpers einschließlich der Prostata und anderer Beckenstrukturen darstellen und klarer als bei anderen bildgebenden Verfahren voneinander abgrenzen. Durch diese detaillierte Darstellung der Prostata und des umgebenden Gewebes ist die Prostata-MRT geeignet, um entartete Areale der Prostata frühzeitig zu erkennen und fortgeschrittene Tumoren und deren Umgebungsinfiltration zu analysieren.

Da sich viele Tumoren in schwer fassbaren Anteilen der Prostata befinden (z. B. im vorderen Teil der Prostata vor der Harnröhre) (Abb. 3 d und Abb. 5), sind diese Krebsarten kaum durch eine routinemäßige Biopsieentnahme zu treffen. Praktisch die einzige Möglichkeit solche Tumoren zu identifizieren und zu diagnostizieren, ist die Prostata-MRT und eine gezielte Biopsie. Insbesondere innovative MRT-Verfahren wie die 3-Tesla MRT und die MR-Diffusions- und Perfusionsbildgebung können die unterschiedlichen Gewebeeigenschaften von normalem Prostatagewebe und Prostatakrebs immer besser unterscheiden und somit hilfreich bei der Identifizierung von Prostatakrebs sein. Dr. med. Dominik Nörenberg

Ist eine Prostatabiopsie zwingend notwendig?

Um bei der Entscheidung zu helfen, ob eine Prostatabiopsie notwendig ist oder nicht, sollten der PSA-Wert, das Ergebnis der Tastuntersuchung (einschließlich einer Schätzung der Größe der Prostata), Begleiterkrankungen und Risikofaktoren des Patienten (einschließlich Alter und Vorgeschichte womöglich mit einer früheren negativen Prostatabiopsie) diskutiert werden.

Eine Prostata-Biopsie sollte nicht allein auf der Grundlage eines erhöhten PSA-Wertes angeboten werden und ist somit nur dann notwendig, wenn sich durch eine individuelle Prostatakrebs-Risikobewertung der Verdacht auf das Vorhandensein von Prostatakrebs erhärtet (bzw. dieser nicht suffizient ausgeschlossen werden kann). Zusätzlich kann heutzutage eine Prostata-MRT durchgeführt werden. Hier können unklare oder auffällige Areale erkannt werden, die eine weitere Abklärung mittels Biopsie erforderlich machen. In der Vergangenheit wurden Prostatabiopsien nur unter Zuhilfenahme des Ultraschalls durchgeführt.

Bei stattgehabter Prostata-MRT können die MRT-Bilder gut für eine gezielte Ultraschall-gestützte Prostatabiopsie herangezogen werden. Jüngste Fortschritte in der bildgebenden Diagnostik haben zu einem Anstieg der Genauigkeit von Biopsien nach einer vorangegangenen Prostata-MRT-Untersuchung geführt. Durch neue Technologien wie der Bildfusion von MRT-und Ultraschallbildern sowie rein MRT-gesteuerter Biopsien kann die Genauigkeit von Biopsien weiter erhöht werden. Diese speziellen Techniken werden derzeit nur an einigen wenigen Zentren in Deutschland durchgeführt. Dr. med. Dominik Nörenberg