SFB 1340 – Matrix in Vision

Neuer Sonderforschungsbereich zur diagnostischen Radiologie an der Charite – Universitätsmedizin Berlin

Der Sonderforschungsbereich 1340 mit dem Namen „Matrix in Vision“ beschäftigt sich mit der Frage, wie krankhafte Veränderungen der extrazellulären Matrix in der diagnostischen Bildgebung dargestellt werden können. Das Wissen kann dazu beitragen, Erkrankungen früher zu erkennen und Therapien zielführend zu unterstützen. 

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Neuer Sonderforschungsbereich zur diagnostischen Radiologie an der Charité

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) mit Sprecherschaft an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin bewilligt. Damit bewilligt die DFG im 50. Jubiläumsjahr des SFB-Programms erstmals eine solche ambitionierte Förderung im Fach diagnostische Radiologie. Der Sonderforschungsbereich 1340 mit dem Namen „Matrix in Vision“ beschäftigt sich mit der Frage, wie krankhafte Veränderungen der extrazellulären Matrix in der diagnostischen Bildgebung dargestellt werden können. Das Wissen kann dazu beitragen, Erkrankungen früher zu erkennen und Therapien zielführend zu unterstützen.

Nahezu alle inflammatorischen und onkologischen Erkrankungen gehen mit spezifischen Veränderungen der Zellen einher. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass sich auch die extrazelluläre Matrix in charakteristischer Weise verändert. Dies geschieht bereits zu sehr frühen Zeitpunkten im Krankheitsverlauf. Die extrazelluläre Matrix setzt sich in komplexer Weise aus verschiedenen Komponenten zusammen und verleiht dem Gewebe einerseits seine mechanischen Eigenschaften und übernimmt andererseits wichtige Funktionen in der Steuerung zellulärer Vorgänge. Im SFB 1340 forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Hamm, Direktor der Klinik für Radiologie an der Charité, zum Thema „In vivo Darstellung pathologischer Veränderungen der Extrazellulärmatrix“.

„Wir werden zwei Ansätze verwenden: Mit der sogenannten mechanischen Bildgebung – Elastographie – sollen die veränderten mechanischen Eigenschaften der Extrazellulärmatrix im Bild sichtbar gemacht werden. Mit der molekularen Bildgebung sollen spezifische biochemische Signaturen der veränderten Extrazellulärmatrix dargestellt werden“, erläutert Prof. Hamm.

Kooperationspartner in diesem Verbundprojekt sind die Freie Universität Berlin, die Technische Universität Berlin, das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sowie die Physikalisch-Technische Bundesanstalt.

Leitung des Projekts