Diagnostik und Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK)

Die endovaskuläre Gefäßbehandlung hat das Ziel, eine durch Kalkablagerungen, Blutgerinnsel oder Bindegewebe verengte oder verschlossene Arterie für den Blutfluß wieder durchgängig zu machen.

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Diagnostik und Behandlung der pAVK

Lange Zeit war die Bypasschirurgie die einzige Standardmethode, um Patienten mit peripherer arterieller Verschlußkrankheit (Schaufensterkrankheit, pAVK) zu behandeln. Dotter begann in den 60er Jahren atherosklerotisch veränderte Arterien mit Ballondilatationen zu behandeln, seitdem hat sich das Management der Behandlung der arteriellen Verschlußkrankheit dramatisch verändert. Durch technische Verbesserungen der Methode konnten innerhalb der letzten Jahre Erfolgsraten von 95% bei der Behandlung von peripheren Arterien erzielt werden.

Heute wird die Behandlung durch die Anwendung von medikamentenbeschichteten Ballons, das Einsetzen von Gefäßstützen (Stents), den Einsatz von Atherektomiesystemen, mechanische Thrombusabsaugung oder durch die Verabreichung von thrombusauflösenden Medikamenten (Lysetherapie, lokale Lyse) ergänzt. 

Behandlungsplanung und Ablauf

Zur genauen Diagnosefindung führen wir Voruntersuchungen durch: In der Gefäßsprechstunde der Laserangioplastie (auf dem Gelände: Mittelallee 5) werden nach einem standardisierten Verfahren klinische und hämodynamische Voruntersuchungen durchgeführt. Belastungstests (Laufband) und Ultraschall (Farbkodierte-Dopplersonographie) lassen in den meisten Fällen die Möglichkeiten zum Einsatz der Laserangioplastie vorausschauend planen.

Durch das Zusammenspiel von Gefäßsprechstunde und Katheterlabor können wir bei vielen Patienten eine Behandlung auf ambulanter Basis durchführen. Um die Patientenbelastung so gering wie möglich zu halten, werden die Diagnosesicherung (Angiographie) und Behandlung (Angioplastie) in einer Sitzung durchgeführt.

Die Anwendung von Nahtsystemen (Gefäßnaht) ermöglicht den sicheren Verschluß der Punktionsstelle und bietet dem Patienten den zur Zeit größtmöglichen Komfort in der postinterventionellen Nachsorge.

Am ersten postinterventionellen Tag führen wir eine Überprüfung des frühen technischen Erfolges durch. Zur Behandlung von ausgewählten, komplizierten Befunden und beim Vorhandensein von Begleiterkrankungen, stehen in der angeschlossenen Abteilung Betten zur stationären Behandlung zur Verfügung.