Erfahrungsberichte über Praktisches Jahr (PJ) und Famulatur

Lesen Sie hier Erfahrungsberichte von ehemaligen Studendierenden in der Klinik für Radiologie. 

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Erfahrungsberichte PJ

Z.A. (11.03.18 - 30.06.19) - CBF

Ich habe mich entschieden, mein Wahltertial in der Radiologie zu absolvieren, um einen Einblick in die Abteilung zu erhalten und meine Fähigkeiten hinsichtlich radiologischer Befundung zu vertiefen. 

 

Am ersten Tag wurden wir von unseren Lehrbeauftragten empfangen und in die allgemeinen Abläufe eingewiesen. 

Jeden Morgen um 8:00 Uhr findet die Frühbesprechung mit verschiedensten Präsentationen statt, bei denen viele interessante Fälle demonstriert werden; Dienstag früh gibt eine Lehrveranstaltung für die Assistenten. Außerdem gibt es verschiedene Demos (Chirurgie, HNO, Neuro, etc) und Tumorboards, denen man bei Interesse ebenfalls beiwohnen kann. 

Zusätzlich gibt es einmal pro Woche eine einstündige Lehrveranstaltung für die PJler vom Lehrbeauftragten, sodass man hier wirklich individuell Fragen besprechen kann (wir waren drei PJler) und sehr viel lernen kann. 

Immer mittwochs findet außerdem die Fortbildung bei Prof. Dr. Oestmann am Campus Mitte statt. Dort werden sehr kompakt und prüfungsorientiert verschiedene Themen vermittelt, sodass auch diese sehr empfehlenswert ist. 

Pro Woche kann man einen Studientag nehmen. 

 

Generell sind verschiedene Rotationen möglich, im Allgemeinen absolviert man 4 Wochen in der Sonographie, 4 Wochen im Röntgen (Knochen und Thorax, bei Interesse auch am Magenplatz) und 4 Wochen im CT. Die übrigen 4 Wochen kann man sich frei einteilen - von interventioneller Radiologie, Neuroradiologie und MRT oder den bereits besuchten Modalitäten ist alles möglich. 

Man hat von Anfang an die Möglichkeit sich gut einzubringen und viel selber zu machen. 

In der Sonographie kann man viele Patienten selber schallen, jede Untersuchung sowie jeder Befund wird supervidiert und bei Fragen ist immer jemand ansprechbar. 

Auch im Röntgen kann man viele eigene Befunde schreiben. Mindestens einmal am Tag werden die Befunde mit dem zuständigen Fach-/Oberarzt besprochen, ansonsten ist auch immer jemand in der Nähe, den man bei Fragen ansprechen kann. 

Während der CT-Rotation führt man vormittags unter Supervision die Aufklärungsgespräche mit den Patienten, nachmittags ist auch hier Zeit für eigene Befunde eingeplant. 

In der interventionellen Radiologie kann man sehr viele verschiedene Eingriffe sehen, alles wird gut erklärt und bei kleineren Eingriffen ist auch Assistieren möglich. 

 

Das Arbeitsklima ist ebenfalls sehr nett, alle Mitarbeiter sind freundlich, Hierarchien sind zwar vorhanden, werden aber nicht unangenehm spürbar ausgelebt. 

 

Insgesamt hat mir das Tertial sehr gut gefallen, alles ist sehr strukturiert, man wird immer gut betreut und kann sehr viel lernen. 

Z.A. (11.03.18 - 30.06.19) - CBF

Ich habe mich entschieden, mein Wahltertial in der Radiologie zu absolvieren, um einen Einblick in die Abteilung zu erhalten und meine Fähigkeiten hinsichtlich radiologischer Befundung zu vertiefen. 

 

Am ersten Tag wurden wir von unseren Lehrbeauftragten empfangen und in die allgemeinen Abläufe eingewiesen. 

Jeden Morgen um 8:00 Uhr findet die Frühbesprechung mit verschiedensten Präsentationen statt, bei denen viele interessante Fälle demonstriert werden; Dienstag früh gibt eine Lehrveranstaltung für die Assistenten. Außerdem gibt es verschiedene Demos (Chirurgie, HNO, Neuro, etc) und Tumorboards, denen man bei Interesse ebenfalls beiwohnen kann. 

Zusätzlich gibt es einmal pro Woche eine einstündige Lehrveranstaltung für die PJler vom Lehrbeauftragten, sodass man hier wirklich individuell Fragen besprechen kann (wir waren drei PJler) und sehr viel lernen kann. 

Immer mittwochs findet außerdem die Fortbildung bei Prof. Dr. Oestmann am Campus Mitte statt. Dort werden sehr kompakt und prüfungsorientiert verschiedene Themen vermittelt, sodass auch diese sehr empfehlenswert ist. 

Pro Woche kann man einen Studientag nehmen. 

 

Generell sind verschiedene Rotationen möglich, im Allgemeinen absolviert man 4 Wochen in der Sonographie, 4 Wochen im Röntgen (Knochen und Thorax, bei Interesse auch am Magenplatz) und 4 Wochen im CT. Die übrigen 4 Wochen kann man sich frei einteilen - von interventioneller Radiologie, Neuroradiologie und MRT oder den bereits besuchten Modalitäten ist alles möglich. 

Man hat von Anfang an die Möglichkeit sich gut einzubringen und viel selber zu machen. 

In der Sonographie kann man viele Patienten selber schallen, jede Untersuchung sowie jeder Befund wird supervidiert und bei Fragen ist immer jemand ansprechbar. 

Auch im Röntgen kann man viele eigene Befunde schreiben. Mindestens einmal am Tag werden die Befunde mit dem zuständigen Fach-/Oberarzt besprochen, ansonsten ist auch immer jemand in der Nähe, den man bei Fragen ansprechen kann. 

Während der CT-Rotation führt man vormittags unter Supervision die Aufklärungsgespräche mit den Patienten, nachmittags ist auch hier Zeit für eigene Befunde eingeplant. 

In der interventionellen Radiologie kann man sehr viele verschiedene Eingriffe sehen, alles wird gut erklärt und bei kleineren Eingriffen ist auch Assistieren möglich. 

 

Das Arbeitsklima ist ebenfalls sehr nett, alle Mitarbeiter sind freundlich, Hierarchien sind zwar vorhanden, werden aber nicht unangenehm spürbar ausgelebt. 

 

Insgesamt hat mir das Tertial sehr gut gefallen, alles ist sehr strukturiert, man wird immer gut betreut und kann sehr viel lernen. 

S.C. (31.12.18 – 19.04.19) - CBF

Für das dritte Tertial meines PJs suchte ich mir die Radiologie am Campus Benjamin Franklin aus. Im Studium hatten wir die Radiologie zwar immer wieder kurz angeschnitten, aber so richtig hatte ich nie das Gefühl, wirklich verstanden zu haben wie man z.B. einen Röntgen-Thorax interpretiert oder wie man eine Abdomen-Sonographie durchführt. Alles Fähigkeiten, die man, egal ob man am Ende in die Radiologie möchte, sehr gut gebrauchen kann. 

Am ersten Tag erhielten wir unsere Rotationspläne und wurden einmal durch die Abteilung geführt. Zuerst standen bei mir 4 Wochen Computertomographie (CT) an. Vormittags bestand die Hauptaufgabe darin, den Arzt am sogenannten Frontplatz zu unterstützen. Hier ging es hauptsächlich darum, Patienten für Kontrastmitteluntersuchungen aufzuklären und vorzubereiten (Zugänge legen!), sowie CTs einzustufen, also wie dringlich neu angemeldete Untersuchungen sind und mit welchen Kontrastmittelphasen untersucht werden sollte. Am Nachmittag durfte man dann selber Befunde erstellen. Am besten man „reserviert“ sich am Vormittag bereits einfachere Befundungen (z.B. eine Verlaufskontrolle) und hebt sie sich dann für nachmittags auf.  

Als nächstes ging es dann 4 Wochen zum Ultraschall. Hier konnte man sehr viel selber machen. Im Normalfall begann man mit der Untersuchung und im Verlauf kam dann ein Arzt hinzu. Es wurde einem sehr viel erklärt, so dass die viel zitierte Lernkurve sehr steil war. Am spannendsten fand ich die Carotis-Doppler Untersuchungen. Ansonsten wurden viele Abdomen untersucht, sowie Lymphknoten, Thromboseausschlüsse oder man durfte zu Untersuchungen z.B. auf der Intensivstation oder der PACU mitkommen. Spannend war auch, dass man ab und an bei Polytraumata mit in den Schockraum durfte, um beim FAST-Ultraschall zuzusehen. 

Die letzte „Pflichtstation“ war der Knochen-Thorax Arbeitsplatz. Hier ging es 4 Wochen ausschließlich um die Projektionsradiographie. Gelegentlich konnte man sich auch Breischluckuntersuchungen ansehen. Die meiste Zeit konnte man selber Befunde schreiben, welche dann vom Oberarzt freigegeben, korrigiert und bei Wunsch besprochen wurden. Nach ein paar Tagen hatte man dann auch die Systematik zur Befundung vom Röntgen-Thorax oder von Knochenaufnahmen intus, so dass man sich viel bewusster mit den Pathologien beschäftigen konnte.  

Als Vorletztes durfte ich dann auf eigenen Wunsch noch eine Woche zur Angiographie. Hier durfte man teils mit an den Tisch und z.B. bei der Portimplantation mithelfen. Auch hier wurde einem sehr viel erklärt. Als Schmankerl durfte ich dann noch einen stationären radiologischen Patienten mit aufnehmen. Eine unerwartete Abwechslung! Die letzte Station war dann eine Woche im MRT. Es hat zwar ein paar Tage gedauert bis man grob verstanden hatte, was nun diese Sequenzen alle sollen, aber auch hier durfte ich relativ bald einen eigenen Befund schreiben. 

Alles in allem hat mir das Tertial in der Radiologie sehr gefallen und kann es jedem Interessierten weiterempfehlen. Die wöchentlichen Fortbildungen während der Frühbesprechung (8 Uhr) fand ich lehrreich, ebenso wie die wöchentlichen Treffen mit unserem PJ-Betreuer Dr. Haas. Hier konnten wir nochmal in Ruhe Fälle besprechen, zu denen wir noch Fragen hatten. Und wer noch mehr Interesse an Fortbildung hatte, konnte zu Prof. Oestmanns wöchentlichem Seminar für Studenten/PJler/Famulanten gehen, um dort sehr unterhaltsam und interaktiv klassische radiologische Themen präsentiert zu bekommen. 

Elisa S. (19.11.2018 - 10.03.2019) - CVK

Im Rahmen meines PJs arbeitete ich 16 Wochen in der Radiologie im CVK. Da wir im Studium sehr wenig in diesem Fach unterrichtet wurden, kann ich jedem Studenten empfehlen in der Radiologie zu famulieren oder dort sein PJ zu machen - die Lernkurve ist steil!

Das Tertial war sehr gut organisiert. Am ersten Tag traf ich mich mit den anderen drei PJlern im Sekretariat. Wir erhielten alle notwendigen Unterlagen (z.B. für Kleidung und Schlüssel) und Informationsblätter für die erste Orientierung. Danach folgte eine Führung durch die Abteilung und die vielen Teildisziplinen: CT, MRT, Sonographie, Thoraxplatz, Magenplatz, Knochenplatz, Intervention. Damit wir in jedem Gebiet einen guten Einblick erlangen, gab es einen Rotationsplan.

Insgesamt war das Tertial klasse. Das Team ist sehr nett, hilfsbereit und motiviert, uns etwas beizubringen. Und wie gesagt, mit genug Eigeninitiative kann man hier wirklich viel lernen!

 

CT: Die CT-Rotation dauert am längsten (6 Wochen), dadurch kann man hier besonders viel lernen. Die Aufgabe der PJler ist es, die Ärzte bei der Aufklärung der Patienten und dem Legen der Braunülen zu unterstützen. Die Herausforderung aber ist es, selbst Befunde zu schreiben. Befunde, die am Anfang sehr viel Zeit erfordern und „Anfängerfehler“ beinhalten, werden später immer besser. Man wird selbstsicherer! Grund für den Lernerfolg ist u.a. die große Unterstützung im Team. Jede Frage wird beantwortet und jedes Problem gemeinsam gelöst.

Besonders viel habe ich gelernt, wenn ich mit einem Arzt (meist einem Oberarzt!!!) meine Befunde besprochen habe. Dabei erhält man wertvolle Tipps und es wird der Ehrgeiz geweckt, den nächsten Befund noch besser zu schreiben.

 

MRT: Ich war zwei Wochen im „Body-MRT“ und eine Woche im „Neuro-MRT“. Allgemein fand ich es schwieriger ein MRT zu befunden, als ein CT. Aber auch hier kann man mit leichten Befunden anfangen und wird durch Übung und Befundbesprechungen besser.

 

Sono: In der zweiwöchigen Sonographie-Rotation heißt es „Übung macht den Meister“. Anfangs guckt man einem Arzt über die Schulter und wenn man sich sicher fühlt, darf man sich später allein an den Patienten üben. Man beginnt mit „Sono Abdomen“ und schafft es am Ende, die Kalk-Plaques in den Karotiden auszumessen. In dieser Station ist die Lernkurve sehr steil.

 

Thoraxplatz: Nach drei Wochen am Thoraxplatz sieht man ein Röntgen-Thorax mit anderen Augen. Hier wird einem am Anfang im 1:1-Teaching alles genauestens erklärt. Man sieht Paradebeispiele für COPD-Zeichen, Sarkoidose und vieles mehr. Natürlich schreibt man auch hier wieder selbstständig Befunde, die danach sorgsam besprochen werden. Der Befund eines Röntgen-Thorax geht aber vergleichsweise schnell und so schafft man bis zu 50 pro Tag. Wenn man sich vorher noch unsicher ist bei der Frage „Ist der Patient gestaut oder nicht?“, weiß man es am Ende der Rotation. Da man hunderte von Bildern sieht, hat man schon bald den geschulten Blick.

 

Knochenplatz: Die Woche am Knochenplatz verging sehr schnell. Man sieht und befundet verschiedene Frakturen und ihre Verlaufskontrollen. Man kann sich aussuchen worauf man sich in der Woche konzentrieren möchte - der eine setzt sich lieber mit den ganzen akzessorischen Knochen des Körpers auseinander, der andere möchte die Anatomie der Sehnenansätze wiederholen. Egal wofür man sich entscheidet, neben einem sitzt ein Radiologe, der einem dabei hilft.

 

Fortbildungen: Jeden Freitag von 8 - 9 Uhr gibt es speziell für PJler ein Seminar in der Bibliothek der Abteilung. In diesem werden die wichtigsten Krankheitsbilder noch einmal von der radiologischen Seite erklärt und die entscheidenden Schlagwörter für die Prüfung genannt. Besucht man das Seminar jeden Freitag während des Tertials, ist man für die mündliche Prüfung sehr gut vorbereitet!

Miriam E. (26.07.04 - 25.08.04) - CBF

Tagesablauf
Von 7.30 – 8.00 Uhr findet die Frühvorstellung im Demoraum 2 statt. Hier gibt es, täglich wechselnd, Fallvorstellungen durch Mitarbeiter der verschiedenen Arbeitsplätze. 

Dienstags und donnerstags findet im Anschluß an die Frühvorstellung „Coffee & learn“ statt, eine Fortbildungsveranstaltung für die Assistenzärzte, AiPs und PJler (und Famulanten) – sollte man nicht verpassen. (Anm. d. Verf.: Wo war eigentlich der Kaffee?) 

Danach eilen die Menschen an ihre Arbeitsplätze, als da wären: Radiologischer „Kern“ mit Skelett-, Thorax- und Uroarbeitsplatz, CT-Abteilung, MRT, Mammographie, Sonographie, Neuroradiologie, Rettungsstelle, Angiologie, Medizinische Klinik, Kinderradiologie. (Falls ich ein Gebiet vergessen haben sollte – man kann sich auf der Homepage über alle Bereiche genauestens informieren: web.rad.charite.de.) 

Die Arbeit sieht so aus, dass nonstop Bilder befundet werden, teils am Lichtkasten, teils am Monitor (in naher Zukunft sollen wohl alle Systeme digital laufen, aber vorerst gibt es noch die schönen, alten Kästen). Dazu gibt es nicht viel zu sagen, hauptsächlich muss man sehen, schauen und gucken. 

Dieser Tätigkeit wird bis mindestens 16.00 Uhr nachgegangen (unterbrochen durch die Mittagspause, die für Famulanten gelegentlich etwas länger ausfällt als für die Ärzte). 

16.00 Uhr ist offizieller Dienstschluss, aber die meisten bleiben länger und viel länger. 

Das liegt wohl daran, dass die Radiologen auf diese Weise ihre berufsgruppenspezifische durchschnittliche Lebenserwartung erhöhen wollen. An dieser Stelle möchte ich Herrn Dr. Rogalla zitieren, der das Berufsrisiko der Radiologen wie folgt beschreibt: Um 16.00 Uhr auf dem Parkplatz von einem Anästhesisten überfahren werden. 

Natürlich will jeder diesem Schicksal entgehen und traut sich um diese Uhrzeit gar nicht vor die Institutstür. 

Meine Famulatur

  1. Woche: Skelettarbeitsplatz. 
  2. Woche: Thoraxarbeitsplatz. 
  3. Woche: Thoraxarbeitsplatz, CT
  4. Woche: Neuroradiologie. 

Prinzipiell kann man fast überall mal reinschnuppern, natürlich nach Absprache mit den zuständigen Oberärzten (in der Mammographie sind Studenten unerwünscht, aber das war die absolute Ausnahme!). 

Nicht in Frage kommt die MRT-Abteilung. Dr. Enzweiler meinte, dies sei wegen aufwendiger Sicherheitsbelehrungen nicht angezeigt. 

Beurteilung:
Zunächst mal folgendes: Ich habe festgestellt, dass ich nicht Radiologin werden möchte, weil mir hier der Patientenkontakt, das klinische Bild und der Verlauf fehlen. Aber diese Famulatur möchte ich auf keinen Fall missen. 

Endlich sehe ich auf den Röntgenbildern mehr als nur schwarzweiß. Insbesondere von den „Basics“ (Knochen, Thorax) habe ich enorm profitiert – hierbei war das eigenständige Erheben und Schreiben von Befunden (die selbstverständlich immer genauestens kontrolliert und besprochen wurden) am effektivsten. Schwierig fand (und finde) ich es, aus dem 2-D-Bild einen 3-D-Befund zu konstruieren, und nur das ständige Visualisieren schult einen (im Rahmen einer einmonatigen Famulatur zumindest ansatzweise). 

Als besonders positiv habe ich das Arbeitsklima in der Abteilung erlebt. 

Dr. Enzweiler, der Ansprechpartner für Studenten, hatte im Vorfeld ein freundliches und kollegiales Team angekündigt, und so habe ich es auch vorgefunden. Fragen wurden stets beantwortet, Befunde geduldig erklärt und auch mal der ein oder andere Witz gerissen. 

Ich habe mich hier wohlgefühlt und bedanke mich bei allen, die es betrifft, herzlich für Ihren Einsatz im Sinne der studentischen Ausbildung. 

Miriam El Ansari 

Studierende der Humanmedizin, 5. klinisches Semester, 

Justus-Liebig-Universität Gießen 

Eberhard S. (05.12.05 - 24.03.06) - CBF

Da ich schon seit längerem zwischen Neurologie und Radiologie als Berufswunsch schwankte und in der Neurologie Doktorarbeit mache, beschloss ich, mir die Radiologie im PJ noch einmal genauer anzusehen. Außerdem hatte ich nach sechs Jahren Studium immer noch nicht das Gefühl, Röntgenstandarduntersuchungen wie die Thoraxaufnahme, die einem immer und überall begegnen kann, bewerten zu können. Das sollte sich ändern! 

Nach vier Monaten Dienstleistung für andere Disziplinen ohne Patienten und nur mit schwarz-weißen Bildern in dunklen Räumen, so dachte ich mir, würde ich schon wissen ob die Radiologie für mich in Frage kommt - für das gesamte Berufsleben.  

Und das war auch richtig so – denn jetzt ist mir klar, dass es für mich Radiologie sein muss! Und das nicht nur, weil die eben genannten Vorurteile nicht stimmen; es gibt durchaus Fenster, manche sogar mit einem Superausblick und man hat an vielen Arbeitsplätzen mit Patienten Kontakt. Und wer einmal bei Angiographien mit Stent-Implantationen oder gar bei Basilaris-Lysen zugesehen hat, der wird nicht mehr behaupten, dass Radiologen nicht therapieren würden. Ansonsten besteht die Hilfe für den Patienten in der akkuraten Diagnostik, die den Weg ebnet für die bestmögliche Therapie. 

Was mir an der Radiologie so gefallen hat, ist die Tatsache, dass man mit dem gesamten Spektrum der Medizin zu tun hat. Von orthopädischen Anfragen zu Fußdeformitäten über Chirurgie, Traumatologie, weiter über die gesamte innere Medizin bis hin zu den Neurowissenschaften sind alle Organe und Fragestellungen vertreten. 

Für die PJler gibt es drei Pflichtstationen. Das sind mit je drei bis vier Wochen Röntgen Thorax, Röntgen Knochen (beides findet im so genannten „Kern“ statt, der Abteilung für konventionelle Röntgendiagnostik) und das CT

Dabei sieht der Tagesablauf folgendermaßen aus. Nach einer interessanten Fallvorstellung um 7:30 und nach (mehr oder weniger) regelmäßigen Assistententeachings oder Vorträgen geht es los mit der eigentlichen Arbeit. Diese besteht im Kern für die PJler im Befunden von den ambulanten Röntgenbildern. Dabei bleibt durchaus Zeit für einen Kaffee und die Lektüre von Fachliteratur. Letzteres ist auch wirklich zu empfehlen, denn bereits ab dem zweiten Tag wurde ich zum Schreiben eigener Befunde aufgefordert. Sehr positiv hervorzuheben ist, dass man bei Unsicherheiten immer ein offenes Ohr bei den Assistenten fand und das trotz deren immensen Arbeitsbelastung. Stets hatte man das Gefühl ernst genommen und willkommen zu sein. Die eigene Mitarbeit wurde geschätzt, was ja nicht auf jeder Station selbstverständlich ist. Somit machte es Spaß sich zu engagieren. 

Am Thoraxplatz frischte ich mein Wissen in der Inneren Medizin wieder gehörig auf und wurde langsam etwas sicherer darin, ein Röntgenbild zu deuten. Erst mit der Zeit bekam ich eine Vorstellung davon, was normal und was pathologisch ist. Und das ist vielleicht der größte Vorteil. Ich will nicht sagen, dass ich nach vier Wochen perfekt Röntgenbilder befunden kann, aber ich weiß jetzt wenigsten ziemlich sicher, ob ein Thoraxbild normal ist oder nicht. Jeden Nachmittag gab es eine Supervision durch den Oberarzt, die immer einem kleinen Teaching gleich kam. Stets bemühten sich die Oberärzte zuerst uns PJler zu supervidieren, damit wir einigermaßen pünktlich fertig wurden. 

Am Knochenarbeitsplatz ging es um das große Spektrum der orthopädischen, traumatologischen und rheumatologischen Krankheitsbilder. Auch hier war wieder etwas fachliche Wiederholung und die Lektüre eines Knochenradiologiekapitels nötig, denn ich schrieb auch hier ab dem zweiten Tag eigene Befunde. Erfreulicherweise konnte ich auch einen Tag in der Rettungsstelle ableisten und sah dort einen interessanten Mix aus kleinerer Traumatologie und Bettlungen. 

Nach acht Wochen wechselte ich dann in die Neuroradiologie, meiner Wahlstation. Das sollte meinen Berufswunsch prägen. Hier hatte ich das Glück mit sehr netten Kollegen und einem angenehmen und äußerst kompetenten Chef, Herrn PD Dr. Klingebiel zusammenarbeiten zu dürfen. Ich legte Zugänge, klärte Patienten auf, war bei den Angiographien, CTs, CT-Angiographien und vor allem den MRT-Untersuchungen dabei, wenn entschieden wurde, welche Sequenzen zur bestmöglichen Beantwortung der Fragestellung zu wählen waren. Auch hier wurde das eigenständige Schreiben von Befunden gefördert, obwohl Aufgrund der Komplexität nicht ganz einfach. Viel Zeit wurde auf die aufwändige Erstellung von 3D-Rekonstruktionen zur besseren Verdeutlichung der Befunde verwendet. Es ist absolut faszinierend was heutzutage alles an Bildgebung möglich ist. Da es in Mitte eine große Neurologie gibt, mangelte es weder an zahlreichen Aufträgen noch an interessanten Fällen. 

Als letzte Station ging ich in die CT-Abteilung von PD Dr. Rogalla. Auch hier ging es ordentlich zur Sache. Schon am ersten Tag wurde von uns PJlern das Schreiben von Befunden erwartet und ich bekam das Kontrastmittelhandy, das von diesem Punkt an nie mehr länger als 5 Minuten still stehen sollte. Immerzu gab es Kanülen zu legen, Patienten aufzuklären und bei den Untersuchungen für den Fall einer Anaphylaxie (die glücklicherweise nicht eintrat) dabei zu sein. Trotzdem wurde uns auch hier viel beigebracht und wir hatten stets die Möglichkeit bei interessanten Interventionen, wie CT-gesteuerten Punktionen dabei zu sein. 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass sich das Tertial in der Radiologie für mich auf jeden Fall gelohnt hat und zwar unabhängig von meiner Berufsentscheidung (Neuro)Radiologe zu werden. 

Ich habe hier viel gelernt, was auch für andere Fachrichtungen von Relevanz ist und kann schon aus diesem Grund nur jedem zu einer Famulatur oder einem Tertial in der Radiologie raten. Neben der Wiederholung der kompletten Anatomie habe ich unterschiedlichste Krankheitsbilder gesehen. Auch ist es ein gutes Gefühl mit Selbstvertrauen und nicht mit Furcht an ein Röntgenbild zu gehen und wenigstens einige klare Befunde zu erkennen.  

Mein Dank gilt Herrn Prof. Dr. Hamm und Herrn Lehroberarzt Dr. Enzweiler sowie im Speziellen Herrn PD Dr. Klingebiel und natürlich den Assistenten für diese angenehmen und lehrreichen Monate. 

Nadine S. 13.12.10 - 01.04.11 - CVK

Mein Radiologie-Tertial schloss sich an mein Chirurgie-Tertial an. Nach vier Monaten täglicher Frühbesprechung wollte ich unbedingt einen CT-„Durchblick“ erlangen. Es war – ehrlich gesagt – eine schnelle, spontane Entscheidung, mein Wahlfach in der Radiologie zu absolvieren. Im Nachhinein ist es klar: Radiologie war das Richtige für mich als jemanden, die begeistert ist, visuell-räumlich zu denken.

Es sind Rotationen an den vier Arbeitsplätzen Computertomographie (CT), Sonographie, Thorax und Knochen vorgesehen. Ich hatte Mühe, mich aus dem CT zu verabschieden. Beginnend um ca. 8 Uhr half ich dort beim Aufklären der Patienten und Braunülen legen und schnappte mir eine Workstation und den ein oder anderen offenen Befund, interessierte mich meistens für CT Hals/Thorax/Abdomen-Fragestellungen. Die normale CT-Anatomie wird einem schnell vertraut, die Pathologien sind manchmal augenspringend, natürlich jedoch für den Anfänger schwer zu deuten. Fragen konnte ich dann stets den zuständigen Assistenzarzt, der oft auch gerade befundete (wohl fünf Befunde, in der Zeit, in der ich einen halben machte). Am Ende besprach ich meine frisch geschriebenen Befunde mit dem verantwortlichen Oberarzt - als Assistenzarzt wie als PJler - und an dieser Stelle muss ich sagen, dass diese Art von Lernen klasse ist, da Fragen sofort geklärt werden und ich eine sofortige Rückmeldung zu meinem Geschriebenen und Gedachten erhielt. Die Sonographie war am Anfang furchtbar frustran, weil hier zur Beurteilung der Anatomie hinzukommt, dass man sich das Bild selbst einstellen muss. Als PJler hat man die Gelegenheit, Patienten vorzuschallen, man sollte es sich am Anfang also einmal richtig zeigen lassen. Der Thorax-Platz war noch einmal etwas ganz Besonderes für mich, da Frau Engert dort ein persönliches Teaching macht. Unter den vielen Lehr-/ Wissenschaftsveranstaltungen waren wir alle besondere Fans des PJ-Unterrichts von Herrn Prof. Oestmann, so dass wir sogar zweimal die Woche dort waren - mittwochs in Mitte, freitags im Virchow.

Ich halte das Radiologie-PJ im Virchow für sehr selbstbestimmt. Die Kollegen der Abteilung sind äußerst engagiert, einem etwas beizubringen, doch die Entscheidung, Untersuchungen durchzuführen und Befunde zu schreiben, trifft man selbst und die Frequenz wählt man ebenfalls selbst. Funktioniert diese Art von Eigeninitiative, so verbringt man hier aufregende Tage und kann viel lernen. In jeder Rotation hat sich bei mir ein Bild der Anatomie, wie sie für die jeweilige Bildgebung charakteristisch ist, auf neue Weise eingeprägt. Das trägt unheimlich zum Verständnis von Bildgebung bei, mit der man im klinischen Alltag in jeder Fachrichtung ja ständig konfrontiert wird. 

Nicholas L. 22.02.10 – 11.06.10 - CVK

Zu meinem Trimester auf der Radiologie des Virchow-Klinikums der Charité lässt sich vieles erzählen. Ich versuche mich hier aber einmal, wie in einem Kurzbefund, auf das Wesentliche zu beschränken. Die Bildgebung nimmt bei der Diagnosefindung in gewisser Weise eine Schlüsselstellung ein. Dies wird deutlich, wenn man nach den ersten Anfängen an der radiologischen Workstation auch Ärzte zu radiologischen Demonstrationen begleitet. Ein Highlight sind, z.B. die Morgenbesprechung der Unfallchirurgen und internistische Demonstrationen auf Station oder in der institutseigenen Bibliothek. Die Radiologie befindet sich im Untergeschoss des Virchow-Klinikums. Ich hatte zu Beginn des PJ-Tertials daher befürchtet, nur wenig Tageslicht zu sehen. Wenn man selbstständig Patienten sonographiert - ja, Radiologen haben Patientenkontakt - oder sich am CT aufhält, ist dies auch tatsächlich der Fall. Jedoch befinden sich überall an den übrigen Arbeitsplätzen viel Fenster zu kleinen Innenhöfen, die sogar soviel Tageslicht zulassen, dass man den ein oder anderen Monitor ein Stückchen schräg stellen oder das Rollo herunterlassen muss, um ein besseres Bild zu haben. Positiv wirkte auf mich auch das Betriebsklima. Man nimmt sich Zeit, um PJlern alle Fragen zu beantworten; bei der Mittagspause kann man sich mit Austauschstudenten und hospitierenden Ärzten aus aller Welt unterhalten und Einblicke in die unterschiedlichen radiologischen Teilbereiche erhalten. Die Befundung von Röntgenaufnahmen des Thorax, den übrigen Skelettanteilen sowie der CT-Schnittbilder setzt viel anatomisches, aber vor allem radiologisches Wissen voraus. Grundlagen werden direkt am Arbeitsplatz one-to-one und in einer speziell für PJler zugeschnittenen Vorlesung einmal in der Woche vermittelt. Neben der Morgenfortbildung und der Wissenschaftsbesprechung, in der auch Referenten über die neusten Entwicklungen auf radiologischen Kongressen berichten, ist auch die Teilnahme an Spätdiensten möglich. So erhält man sehr schnell einen Überblick über das gesamte Spektrum der ärztlichen Tätigkeit an einer Klinik der Radiologie, aber wird sein Wissen, auch in Hinblick auf die bevorstehende Prüfung, im Detail vertiefen. Anmerkung:

Was sind zwei Anzeichen, dass es einem gefallen hat?

1. Man geht gerne zur Klinik.

2. Man bleibt, weil’s interessant ist, obwohl man eigentlich schon gehen darf.

Nicholas L. 

Constanze S. - CVK

„Radiologie“... mit diesem Begriff assoziieren die meisten Leute ein „langweiliges“ Fach, in dem man eh nur hinter dem Computer hockt und sich den ganzen Tag im dunklen Kämmerchen irgendwelche Bilder anschaut. Meine Erfahrungen sehen ganz anders aus: 

Beginn ist jeden Morgen um 7:30h. Dienstags und donnerstags gibt es bis 8:00h Fortbildung für Assistenzärzte und PJler, freitags dann ein sehr gutes Teaching für PJler mit Prof. Oestmann. 

Für alle PJler sind die Sonographie, der Thoraxplatz, der Knochenplatz sowie das CT für die Rotation vorgesehen. In Absprache ist es auch möglich, einen Einblick in die übrigen Gebiete der Radiologie, wie die Neuroradiologie oder das MRT, zu bekommen. Die Rotationen werden gleich zu Beginn festgelegt, so dass sichergestellt wird, dass jeder PJler „alles“ sieht. 

An welchen „Platz“ man auch kommt, man wird immer optimal betreut, alle sind extrem nett und hilfsbereit, und ein Teaching gibt es praktisch rund um die Uhr. 

Begonnen habe ich meine Rotation in der Sonographie. Am ersten Tage bin ich noch bei allen Untersuchungen „mitgelaufen“, ab dem zweiten Tag durfte ich mich dann schon selbst an den Patienten üben. In der Regel beginnt man mit den Abdomen-Sonographien, später darf man sich dann auch mal an Gefäss- und Transplantat-Sonographien versuchen. Jede Untersuchung, die man selbstständig durchführt, wird anschliessend noch von einem Assistenzarzt „nachgeschallt“ und die Befunde werden anschliessend gemeinsam besprochen – ein 1:1–Teaching!! 

Weiter ging es im CT. Dort ist es Aufgabe der PJler, die Patienten über alle Risiken der CT-Untersuchung aufzuklären, Zugänge zu legen und auch wieder selbstständig Befunde zu schreiben – immer unter Supervision eines Oberarztes, mit dem man dann anschliessend den jeweiligen Patienten bespricht. 

Für den Knochenplatz sind in der Regel 1-2 Assistenten und ein Oberarzt zuständig. Je nach Wetter, Saison oder Sprechstunde der Unfallchirurgen gibt es dort mal mehr und mal weniger Befunde abzuarbeiten. Man darf auch hier wieder so selbstständig arbeiten wie man das möchte und alle Befunde werden mit dem Assistenzarzt/Oberarzt besprochen. 

Als letztes bin ich zum Thoraxplatz rotiert. Hier geht man morgens um acht erst einmal alle Befunde und Aufnahmen der Nacht zusammen mit der Oberärztin durch. Ein super Teaching, denn als PJler darf man immer zuerst sagen, was einem auffällt – nicht selten liegt man auch völlig falsch... 

Insgesamt ein tolles erstes Tertial für mich. Im Moment kann ich mir noch nicht vorstellen, dass die folgenden Tertiale dieses noch übertreffen können!! Viel Spass!! 

Nassia V. 23.02.09 - 14.06.09 - CVK

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen, 

wenn Ihr gerade am Überlegen seid, wo Ihr Euer Wahlfach im PJ verbringen möchtet, kann ich Euch die Radiologie im Campus Virchow Klinikum nur ans Herz legen. Meine 16 Wochen in der Radiologie begannen am 23.02.2009. Gleich am ersten Tag erhielten wir von Herrn Dr. Grieser einen Rotationsvorschlag (an dieser Stelle vielen herzlichen Dank, da er immer ein offenes Ohr für unsere Fragen, Probleme oder Wünsche hatte), der je nach Interesse jedoch umgestaltet werden konnte. Es ist allerdings zu empfehlen, je ein paar Wochen am Thoraxplatz, Knochenplatz, in der Sonographie und im CT zu verbringen; denn auch wenn man kein Radiologe werden möchte, sind das die Modalitäten, die man in vielen Fachrichtungen „draufhaben“ sollte. 

Das gesamte Team der Radiologie ist wirklich supernett und die Atmosphäre war immer gut! Wenn man Motivation und eine entsprechende Einstellung mitbringt, kann man einen Riesenzuwachs an Wissen und Fähigkeiten nicht nur in der Radiologie, sondern auch interdisziplinär mit „nach Hause“ nehmen. Ich habe neben den schon erwähnten Arbeitsplätzen noch ein paar Wochen in der Neuroradiologie verbracht, da ich mich dafür besonders interessiere. 

Insgesamt kann ich Euch raten, an jedem Arbeitsplatz so früh wie möglich selbst anfangen zu befunden. Traut Euch, denn der Lerneffekt ist groß! Die jeweiligen Oberärzte haben sich wirklich Zeit genommen, die von Studenten geschriebenen Befunde mit den Studenten persönlich zu besprechen und anschließend ggf. zu korrigieren. Es war ja jedes Mal wie eine kleine Fortbildung, für die ich mich besonders bei Frau Dr. Engert, Frau Dr. Thieme, Herrn Dr. Pöllinger, Herrn Dr. Denecke und Herrn Dr. Beck bedanken möchte. An der Stelle bedanke ich mich auch bei allen Assistenzärzten, die immer sehr engagiert versuchten, uns im Arbeitsalltag zu integrieren und unsere Fragen zu beantworten. 

Der von Herrn Prof. Oestmann angebotene PJ-Unterricht findet jeden Freitagmorgen statt und ist im Prinzip für PJler in der Radiologie gedacht. Der Unterricht war so lehrreich und leichtverständlich, dass die Besucherquote von PJlern aus anderen Fachrichtungen ständig stieg. Es gibt darüber hinaus noch ein morgendliches Teaching für die Assistenzärzte zweimal wöchentlich sowie eine Mittagsbesprechung dreimal wöchentlich (zweimal Fallvorstellungen, einmal Präsentation von Forschungsprojekten). 

Kurz zusammengefasst, man muss der gesamten Abteilung ein Kompliment aussprechen. Vom Assistenzarzt bis zum Chef wird man dort ernst genommen und hervorragend betreut. Ich habe mich integriert und willkommen gefühlt und das Beste: Ich hab so viel gelernt!!! Ich empfehle Euch dieses PJ-Wahlfach, Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen. 

Nassia V. 

Julian S. 23.02.09 - 13.06.09 - CVK

Los geht es täglich gegen 7:30 Uhr in der Früh. Gleich am ersten Tag wurden wir von unserem PJ-Beauftragten eingeteilt: So konnte jeder von uns in den vielen verschiedenen Unterdisziplinen einen Einblick gewinnen. 

Begonnen habe ich mit dem Arbeitsplatz Computertomographie, an dem ich vom ersten Tag an angeleitet wurde, selbstständig Befunde zu verfassen. Diese wurden dann mit einem der Assistenz- oder Oberärzte durchgesprochen und ggf. korrigiert. Während meiner zweiten Rotation war in der Sonographie tätig - für mich mit Abstand die interessanteste Station. Nach einer ca. einwöchigen Anleitung untersuchte ich eigene Patienten, zusammen mit einem Arzt wird dann "nachgeschallt". Den Befund habe ich dann völlig selbstständig verfasst. Nach etwa drei Wochen fühlte ich mich in der Abdomenuntersuchung relativ sicher. Auch die folgenden Sonographien beherrschte ich dann grundlegend: Doppleruntersuchungen der Carotiden sowie von Transplantatniere und -leber. Mein persönlicher Höhepunkt in der Sonographie war die eigenständige Diagnose einer Appendizitis! 

Den dritten Abschnitt habe ich am Thorax-Platz verbracht: Hier hatte ich genügend Zeit, die Grundlagen der Thorax-Bildanalyse zu erlernen. Den ganzen Tag habe ich - unter Supervision - Röntgen-Thoraxaufnahmen systematisch ausgewertet; anschließend war ich wirklich fit darin. Mittags habe ich die betreuende Ärztin auf die Intensivstation begleitet, wo die Intensivlungen mit den behandelnden Ärzten durchgesprochen werden. 

Zwischendurch hatte ich immer wieder die Möglichkeit, an einer der zahlreich durchgeführten Interventionen zu assistieren. Die Kyphoplastien fand ich besonders spannend. Hier konnte ich die anästhesistische Seite des Eingriffs übernehmen! 

Fazit: Insgesamt für mich eine sehr gute Zeit, in der ich viel lernen und viel praktisch tun konnte. Zugleich ein guter Start in das gesamte PJ - ich würde hier jederzeit wieder anfangen! 

Julian S. 

Patrick K. 23.02.09 - 12.06.09 - CVK

Mit zugegebenermaßen bescheidenen radiologischen Kenntnissen trat ich mein PJ-Tertial in der Klinik für Strahlenheilkunde am Campus Virchow fest entschlossen an, etwas daran zu ändern. Und eines kann ich nun rückblickend sagen: Meine Erwartungen an mich und die Abteilung wurden nicht nur erfüllt, sondern auch weit übertroffen! 

Zusammen mit drei Kommilitonen habe ich in jeweils dreiwöchigem Turnus in die Pflichtbereiche Computertomographie, Skelettdiagnostik, Sonographie und Röntgen-Thorax rotiert. Die verbleibenden vier Wochen konnten je nach Vorlieben an weiteren Arbeitsplätzen genutzt werden; in meinem Fall war ich am Magenplatz (überwiegend Durchführung von Magendarmpassagen, Kolonkontrasteinläufen und Drainagedarstellungen der Gallenwege) und in der Nuklearmedizin. 

An jedem Arbeitsplatz konnte ich eigenständig Befunde erstellen; dabei stand mir stets ein kompetenter Ansprechpartner (Assistenz- oder Oberarzt) zur Verfügung, der mit mir meine Befunde durchsprach. Insgesamt erfuhr ich eine bemerkenswerte Kollegialität: Ich wurde von Beginn an von sämtlichen Assistenten und Oberärzten respektiert und ins Kollegium integriert. Diese Studentenfreundlichkeit in der gesamten Abteilung hat bei mir einen enormen Eindruck hinterlassen. 

Neben dem Erstellen von radiologischen Befunden umfassten meine Aufgaben die Aufklärung von Patienten vor einer Kontrastmittelgabe, das Legen von periphervenösen Zugängen, eigenständiges Durchführen von Ultraschalluntersuchungen sowie die Injektion von Radionukliden in der Nuklearmedizin. 

Besonders positiv hervorheben möchte ich die Fülle an Fortbildungen, die fast täglich angeboten werden; so findet an zwei Tagen in der Woche ein Teaching für Assistenzärzte, PJler und Famulanten statt; an zwei anderen Tagen gibt es eine Mittagsbesprechung, bei der interessante radiologische Fälle demonstriert werden; außerdem besteht eine wissenschaftliche Besprechung sowie die mittlerweile legendäre Fortbildung von Prof. Dr. Oestmann (ausschließlich für PJ-Studenten und Prüflinge). 

Während des gesamten PJ-Tertials wurde ich mit einer enormen Vielfalt interdisziplinärer Fragestellungen konfrontiert, so dass mein Wissen nicht nur in Bezug auf das Interpretieren von Röntgenbildern stetig wuchs, sondern darüber mein Verständnis für Pathologie und Pathophysiologie insgesamt geschult wurde. Selbst dem häufigen Kritikpunkt einiger Studenten, die Radiologie sei zu patientenfern, kann ich entgegenhalten: Nicht nur in der Sonographie wird die Nähe zur Klinik gewahrt. 

Fazit: Ein ausgesprochen lehrreiches Tertial, das ich nicht missen möchte, in einem Fach, das zu Unrecht im Curriculum stiefmütterlich behandelt wird. Ein PJ-Tertial in der Radiologie zu absolvieren, war eine Entscheidung, von der ich nur profitiert habe. 

Patrick K. 

Stephan M. - CVK

PJ-Tertial Radiologie 19.12.2011 - 06.04.2012 

Mit großer Begeisterung habe ich mein Wahltertial in der Radiologie des CVK absolviert. Bereits durch Erfahrungen unserer Vorgänger war ich positiv auf das Tertial in der Radiologie des CVK gestimmt. Meine Erstwahl ließ keine Wünsche offen und hat alle meine Erwartungen erfüllt und teilweise übertroffen. 

Es ist eine große Abteilung, welche viele Möglichkeiten bietet. Als universitäre Einrichtung werden neue Erkenntnisse direkt praktisch angewandt. Als Student hat man beispielsweise 

die Möglichkeit das konventionelle Röntgen, welches in einen Thorax-, Knochen- und Magenplatz unterteilt ist sowie die Sonographie, aber auch Schnittbildverfahren, wie die CT 

und die MRT, näher kennen zu lernen. 

Das Ausbildungssystem ist sehr vorbildlich. Assistenzärzte erarbeiten selbstständig ihre Fälle und besprechen diese immer persönlich mit erfahrenen Oberärzten. Dabei werden alle offenen Fragen direkt geklärt. Stets sind die Oberärzte gewillt, ihre Erfahrungen mit den Assistenz-ärzten zu teilen, ein Feedback und Anregungen eingeschlossen. In dringenden Fällen kann zu jeder Zeit der direkte und schnelle Weg über das Telefon gewählt werden. Diese Lernschleife ist optimal. Im Gegensatz zu anderen Fachrichtungen hat sich dieser Punkt als ein besonderer herauskristallisiert. Man wird mit Sicherheit dienstfähig und zunehmend ein guter Radiologe. 

Von dieser Art der Ausbildung profitiert auch der Student sehr stark. Man wird gleichberechtigt anerkannt und bearbeitet von Beginn an seine Fälle selbstständig. Es besteht immer die Möglichkeit, diese dann mit dem jeweiligen Assistenten und/oder mit dem Oberarzt zu besprechen und entsprechend Korrekturen vorzunehmen. Auf Rückfragen muss man sich einstellen, sie dienen aber immer dazu, die Konzentration auf entscheidende Dinge zu 

schulen. Ein besonderes Merkmal ist zudem, dass man als Student sehr viel Zeit erhält, um 

die Befunde sauber und systematisch zu erarbeiten. Es besteht die Möglichkeit an den Besprechungen der Assistenzärzte mit den Oberärzten immer teilzunehmen und sich aktiv einzubringen. Man merkt sehr schnell, wie man bei der Befundung sicherer und schneller 

wird. 

Um das PJ-Tertial effektiv zu gestalten, ist es empfehlenswert sich zu Beginn mit den Grundlagen zu beschäftigen, in erster Linie mit der Anatomie. Im nächsten Schritt sollte man diese unter Berücksichtigung der Möglichkeiten und Grenzen der jeweiligen Methode in Bezug auf die radiologischen Verfahren anwenden. Wenn man diese Sicherheit gewonnen hat, kann man seine Konzentration den Pathologien zuwenden und diese in einen klinischen Zusammenhang bringen. Die klinischen Kenntnisse sind dabei unerlässlich. In Anbetracht dessen, dass sich die Radiologie mit allen Bereichen des menschlichen Körpers beschäftigt, merkt man, dass man viel Zeit zum Studium aufbringen muss. Es werden einem ausreichende Möglichkeiten und Zeit gegeben, um sich theoretische und praktische Fertigkeiten anzu-eignen. Umso effizienter man sich selbstständig ein Gerüst aus Grundlagen erarbeitet, desto größer wird der Lernerfolg und in der Folge die Motivation.

Es finden regelmäßig und reichlich Fortbildungen für die Ärzte und Studenten statt. Inhalte der Veranstaltungen sind strukturierte Vorträge zu bestimmten Themen, Fallbeispiele ein-schließlich Differenzialdiagnosen sowie wissenschaftliche Vorträge unter Berücksichtigung der aktuellen Literatur zum jeweiligen Themengebiet. 

Die Ärzte und MTAs sind alle insgesamt sehr nett und hilfsbereit. Es wird immer die Zeit für Erklärungen gefunden. Untereinander hilft man sich auch gerne weiter. Ein Blick bei den MTAs ist ebenfalls lohnenswert. Auch hier werden einem die Grundzüge und Umsetzung der Bildverfahren erläutert. Es dient in jedem Fall dem Verständnis. Es war insgesamt ein sehr angenehmes Arbeitsklima.  

Das Ansehen des PJlers ist insgesamt als sehr hoch zu werten. Von den Ärzten und MTAs wird man sehr respektvoll behandelt. Im Gegensatz zu manch anderer Fachrichtung, gibt es so etwas wie „Studentenarbeit“ in der Radiologie nicht. Man ist stets mit ärztlichen Tätigkeiten beschäftigt und kann seinen Geist frei entfalten. 

  

Fazit: 

Dieses Tertial hat meinen Berufswunsch im Bereich der Radiologie in jeder Hinsicht gefestigt. Darüber hinaus habe ich viel Wissen für mein Leben und das bevorstehende Examen sam-meln können. Gerne erinnere ich mich an die Zeit in der Radiologie des CVK

Stephan M. 

Anja S. 25.02.08 - 13.06.08 - CVK

Mein Wahltertial Radiologie verbrachte ich im Zeitraum vom 25.02.08 bis zum 13.06.08 in der radiologischen Abteilung des Virchow-Klinikums. Dieses Tertial war für mich sehr angenehm und ungemein lehrreich. Nach Absprache mit dem PJ-Beauftragten wurde das Tertial auf die verschiedenen radiologischen Unterdisziplinen aufgeteilt. Dabei wurde sehr auf meine Interessen geachtet. Es gab lediglich die Bedingungen, vier Wochen bei einer Station zu bleiben, um ausreichend viel mitzubekommen und Überschneidungen mit anderen PJlern zu vermeiden. Außerdem sollte jeder am Röntgen-Thorax-Platz und in der Sonographie gewesen sein, um etwas von diesen grundlegenden radiologischen Disziplinen mitzubekommen. Meinem Wunsch entsprechend war ich in der Computertomographie, am Röntgen-Thorax-Platz und in der Sonographie sowie kurz am Knochenplatz. 

In der Zeit am CT konnte ich wunderbar meine rudimentären Anatomiekenntnisse auffrischen und praktisch anwenden. Nach einer Anlaufphase hatte ich mich mithilfe der befundenden Ärzte schnell in die Bilder „eingeguckt“. Anschließend hatte ich die Möglichkeit, selbstständig CT-Befunde zu verfassen, um sie anschließend mit dem entsprechenden Arzt durchzusprechen. Dies war besonders lehrreich, denn es ist etwas anderes, daneben zu sitzen und den Befund lediglich nachzuvollziehen, als selbst Pathologien zu erkennen und eine Zuordnung dafür zu finden. 

Meine zweite Station war der Röntgen-Thorax-Platz. Auch hier brauchte ich eine gewisse Zeit, um einen Blick für die Bilder zu entwickeln. Die Ärztin dort ließ mich immer wieder systematisch das Röntgenbild und die entsprechende Pathologie beschreiben. Die Zahl an Röntgen-Thorax-Bildern, die im Laufe eines Tages befundet werden, ist immens. Dies bietet für den PJler allerdings den Vorteil, viele verschiedene Krankheitsbilder in verschiedenen Ausprägungen und auch ihren Verlauf zu sehen. Auch hier konnte ich selbst Befunde schreiben, die später besprochen wurden. 

Auch in der Sonographie lief es ähnlich. Nachdem mir das Sonographiegerät und die Untersuchungsmethoden demonstriert worden waren und ich bei einigen Untersuchungen zugesehen hatte, konnte ich die Untersuchung der Patienten selbst durchführen. Dabei wurden die Patienten aber jedes Mal von einem Arzt nachuntersucht und die Befunde besprochen. 

Fazit: In der Radiologie im Virchow ist eine Menge möglich – man kann das Tertial nach eigenen Wünschen mitgestalten. Vieles kann man, wenig muss man. Trotz des enormen Arbeitspensums waren alle Ärzte, die mich betreuten, stets freundlich und für Fragen offen, so dass ich eine Menge aus diesem Tertial mitnehmen konnte. 

Anja S. 

Konrad K. 15.08.08 - 14.12.08 - CVK

Von August bis Dezember 08 habe ich mein Wahltertial in der Radiologie im CVK absolviert. Meine ursprünglichen Beweggründe waren, meine Kenntnisse in der Diagnostik bildgebender Verfahren zu verbessern bzw. überhaupt erst einmal welche zu erlangen (wenn man so sieht, wie sich Nicht-Radiologen in manch einer Frühbesprechung schwer tun). Woher soll´s auch kommen – das Fach wird im klinischen Abschnitt des Studiums ja etwas stiefmütterlich behandelt. 

Während meiner Zeit im CVK habe ich zwischen den Plätzen Knochendiagnostik, Röntgen Thorax, Sonographie und Computertomographie rotiert. Man kann sagen, meine Erwartungen wurden weit über das Maß hinaus erfüllt. Wo sonst kommen auf einen PJler drei Ärzte, die bereit sind, einem mit Geduld Feinheiten und Unterschiede näherzubringen. Im CVK trifft man auf ein junges aufgeschlossenes Team; bin im Gegensatz zu den anderen Tertialen eigentlich nie wider Willen hingegangen. Jeden Freitagmorgen findet eine Fortbildung nur für PJler der Radiologie statt, und an den anderen Fortbildungen (Innere/Chirurgie) kann man auch jederzeit teilnehmen. 

Gerade interdisziplinär kann man eine Menge dazulernen, da man sich anhand des radiologischen Korrelats in 2D viel besser in Pathomechanismen von Erkrankungen hineindenken kann. Wem das alles zu theoretisch ist, ab in die Sono, und Zugänge schieben kann man im CT auch… Hängt natürlich immer auch davon ab, wie man sich einbringen möchte. 

Retrospektiv würde ich sagen, dass mir dieses Tertial am meisten Spaß und Wissenszuwachs gebracht hat, so dass ich meine chirurgischen Ambitionen wohl noch einmal überdenken werde. Und selbst wenn nicht, so ist man gerade als Berufsanfänger in fast allen Fachrichtungen vorn am Start, wenn man Sono Abdomen, Farbkodierte Duplexsonographie (FKDS), Röntgen Thorax, CT etc. selbst durchführen, interpretieren bzw. Befunde bezüglich Relevanz/Fehlerquellen einigermaßen einzuordnen weiß. Wie gesagt, es liegt auch immer am eigenen Engagement, ob man was daraus macht – aber für mich war das Tertial auf jeden Fall die richtige Entscheidung. 

Konrad K. 

Ehssan G. 23.08.10 - 10.12.10 - CVK

Gleich zu Beginn möchte ich gerne betonen, dass ich alles in allem ein hervorragendes PJ-Tertial in der Radiologie des Virchow-Klinikums verbracht habe. Doch jetzt der Reihe nach: 

Planung/Organisation: 

Nach der allgemeinen Einführung zu den hygienischen Richtlinien des Virchow-Klinikums (die Einführung ist verpflichtend für alle PJler) haben wir Radiologie-PJler uns am Treffpunkt vor dem Sekretariat versammelt. Dort wurden wir von Herrn Dr. Grieser (Arzt in der Radiologie und Verantwortlicher für die PJler) abgeholt, der uns gleich unseren Arbeitsplan für das komplette Tertial überreicht hat. Sofort wurde klar, dass man sich hier Gedanken gemacht hat. Es wird Wert darauf gelegt, dass die PJler einen umfassenden Eindruck von der Radiologie vermittelt bekommen. Dementsprechend sind etwa alle drei bis vier Wochen feste Rotationen geplant (CT, Sonographie, Röntgen Knochen, Röntgen Thorax, beliebig). Sollte jemand besonderes Interesse für einen Bereich, beispielsweise der Sonographie haben, so kann man nach Wunsch und Absprache meist auch ohne Probleme länger dort bleiben. Es ist sogar eine zweiwöchige „beliebige“ Zeit eingeplant, in der man einen Platz seiner Wahl aufsuchen kann. Hier kann man beispielsweise in die MRT, die Interventionen, den Magenplatz etc. gehen. Einfach klasse! Studientage kann man innerhalb der Woche nehmen, wann man möchte. 

Arbeitszeit: 

Regulär beginnt der Tag um 7 Uhr 30 und endet um 16 Uhr 30, mit einer Mittagspause dazwischen. Je nachdem, wieviel Arbeit zu erledigen ist, kann man durchaus auch mal früher (15 Uhr) oder etwas später fertig sein. Im Prinzip vergeht jeder Tag immer sehr schnell, da man immer eingebunden und beschäftigt ist und weil es fast täglich zwischendurch Besprechungen/ Teachings gibt, die eine sehr schöne Ergänzung und Abwechslung darstellen. 

Lehre / Teachings: 

Zweimal in der Woche (Dienstag und Donnerstag) gibt es morgens von 7 Uhr 30 bis 8 Uhr Teachings, in denen aktuelle Themen der Radiologie im Hörsaal vorgetragen werden. An diesen Teachings nehmen alle Assistenzärzte teil. Die PJler können (sollen sogar) auch daran teilnehmen. Diese Teachings sind zum Teil hervorragend, leider aber einige Male ausgefallen. Jeden Freitag hält Prof. Oestmann von 8 bis 9 Uhr eigens für die PJler eine Vorlesung über prüfungsrelevante Themen in der Radiologie. Diese Vorlesungen sind höchst amüsant und didaktisch sowie inhaltlich super aufgebaut. Darüber hinaus gibt es drei Mal pro Woche (Mo, Mi, Do von 14 Uhr 30 bis 15 Uhr) eine Nachmittagsbesprechung, in der wie auch in den Teachings, Vorträge über aktuelle Themen der Radiologie (manchmal etwas sehr speziell) gehalten und aktuelle News von Prof. Dr. Hamm, an die Mitarbeiter übermittelt werden. Wenn man das möchte, kann man zusätzlich an jedem PJ-Teaching des Virchowklinikums teilnehmen (hier wird besonders viel Innere gemacht). Es hat eigentlich nie jemand etwas dagegen gehabt, wenn man sich für eine Stunde zum PJ-Unterricht abgemeldet hat. Also wie man sieht, kann man sich wirklich nicht über mangelnde Lehre beschweren :) 

Tätigkeiten: 

Im Prinzip kann man das so zusammenfassen: Als PJler darf man fast alles machen, was ein Assistenzarzt dort auch macht, mit dem Unterschied, dass alles doppelt überprüft und abgesichert wird (davon ausgeschlossen, ist natürlich der Bereich der interventionellen Radiologie, da das Hantieren mit Kathetern doch gekonnt sein muss :). Nach einer angemessenen Einarbeitungszeit an den jeweiligen Arbeitsplätzen, kann man schon anfangen, eigene Befunde zu schreiben. Diese Befunde werden dann mit dem Assistenzarzt, dem man zugeteilt ist, besprochen und dann am Nachmittag nochmal mit dem Oberarzt. Es kann also nichts schiefgehen. Man muss sich also keine Sorgen machen, sollte man mal etwas falsch beschrieben oder gedeutet haben. In der Sonographie geht man „Vorschallen“ und es wird direkt danach „nachgeschallt“. Also auch hier alles safe. Im CT- und MRT-Arbeitsplatz kann man überdies noch Zugänge legen und Patienten aufklären. Hat man zu irgendeiner Zeit Fragen, so kann man diese immer und völlig ohne Bedenken stellen. Sie wurden immer gerne beantwortet. Zusätzlich kann man morgens den radiologischen Frühbesprechungen und nachmittags den Befunddemonstrationen auf Station beiwohnen, was manchmal sehr interessant sein kann. 

Für mich war jedoch am allerwichtigsten, dass ich zu keiner Zeit das Gefühl hatte, im Weg zu stehen. Im Gegenteil, man fühlt sich als Teil des Teams und hat das Gefühl gebraucht zu werden (was oft mit Sicherheit auch der Fall war). Man wird hier zu keiner Zeit ausgenutzt, sonder stets mit qualitativ anspruchsvollen Aufgaben versorgt. 

Team / Atmosphäre: 

Die Mitarbeiter der Abteilung sind überwiegend sehr jung. Dementsprechend ist die Atmosphäre sehr locker und ungezwungen. Hier wird sich geduzt und das sogar auch mit den meisten Oberärzten. Es herrscht ein sehr angenehmes Miteinander. Man bekommt das auch als PJler deutlich zu spüren. Jeden Tag kamen freundliche Begrüßungen von Ärzten und MTRAs entgegen. Die meisten Mitarbeiter kannten uns PJler nach einiger Zeit auch beim Namen, was ein tolles Gefühl ist. 

Fazit: 

Ich hatte eine wirklich sehr schöne Zeit in der Radiologie im Virchowklinikum und war traurig, als sie sich dem Ende neigte. Und der Grund, warum ich hier kaum Kritikpunkte aufgelistet habe, ist der, dass es wirklich nichts Großes zu bemängeln gab. Ich habe mich auch viel mit den anderen PJlern ausgetauscht, und wir waren alle einer Meinung. Vielleicht hatten wir in dieser Rotation einfach Glück, und alles hat einfach gestimmt, aber das denke ich eher weniger. Wenn man sich selbst einbringt und zeigt, dass man was lernen will, dann wird das sehr gerne gesehen und man bekommt Zuspruch und Unterstützung von allen Seiten. Wenn man faulenzen möchte, kann man das dort auch wunderbar tun, man wird zu nichts gezwungen, sollte sich aber dann nicht wundern, wenn man sich langweilt, die Leute sich nicht interessieren und alles einfach bescheuert scheint. 

Ich hatte die Radiologie eigentlich nur gewählt, weil ich dachte, dass man sie für jede Fachrichtung als Ergänzung super gebrauchen kann, überlege aber mittlerweile ernsthaft nach dem Examen in diese Richtung zu gehen, da ich hier gesehen habe, wie toll die Arbeit in der Medizin einfach sein kann. Ich kann jedem Unschlüssigen nur empfehlen, das Wahlfach in der Radiologie im Virchow-Klinikum zu absolvieren; Ihr werdet das garantiert nicht bereuen. 

Besten Gruß, 

Ehssan 

Nathanael R. 04.10.10 - 21.01.11 - CVK

Ich habe das letzte Tertial meines Praktischen Jahres in der Radiologie am Campus Virchow, Klinikum der Charité Universitätsmedizin Berlin verbracht. Während dieser Zeit (drei Monate PJ, ein Monat Urlaub) rotierte ich durch die Bereiche Konventionelles Röntgen, CT und Sonographie; als Wahlrotation besuchte ich den Magenplatz. Ich hatte in allen Rotationen sehr schnell die Möglichkeit, eigene Befunde zu schreiben oder in der Sonographie eigene Untersuchungen durchzuführen. Meine Arbeit wurde entweder sofort durch den betreuenden Arzt oder am Ende des Tages durch den zuständigen Oberarzt mit mir besprochen und korrigiert. So konnte ich mir in kurzer Zeit sehr viel Wissen und praktische Fähigkeiten aneignen und diese unter Supervision selbst anwenden. 

Im Gegensatz zu anderen Abteilungen fühlte ich mich hier gut in das Team integriert und meine Mitarbeit gewürdigt und willkommen. Der Studentenunterricht, das Teaching der Assistenzärzte und die regelmäßigen Weiterbildungen waren qualitativ sehr hochwertig. Die Möglichkeit, an Spät- oder Nachtdiensten teilzunehmen, ermöglichte mir zudem eine flexible Zeitgestaltung sowie interessante Erfahrungen abseits der täglichen Routine. 

Ein PJ-Tertial in der Radiologie am Campus Virchow ist jedem angehenden Arzt zu empfehlen! 

Heidi T. 04.04.11 - 22.07.11 - CVK

Knochenplatz: Guter Einstieg. Man darf viel selbst befunden und bekommt Feedback vom Assistenzarzt oder Oberarzt. 

Lungenplatz: Hier lernt man echt viel. Vormittags gibt es konsequent eine Stunde Teaching anhand der aktuellen Befunde. Anfangs fand ich die Lunge ganz schön kompliziert, aber nach ca. einer Woche erkennt man dann schon so Einiges: Stauung oder nicht, COPD, der erste selbst gefundene Rundherd... 

CT: Am besten ist es, wenn man sich an einen Assistenzarzt dranhängt und lernt, wie man bei der Befundung vorgeht. Später darf man dann auch selbst befunden und wird vom Assistenten und Oberarzt supervidiert. Aufklären der Patienten und Zugänge legen gehört mit zu den Aufgaben. Alle sind sehr hilfsbereit und erklären viel. 

Neuroradiologie: Auch hier lohnt es sich, mal reinzuschnuppern. Man bekommt etwas vom MRT mit und kann auch mal bei Angiographien dabei sein. Man lernt viel über MRT- und CT-Untersuchungen des Kopfes. 

Sonographie: Das hat mir großen Spaß gemacht. Man darf ziemlich bald selbst Patienten „vorschallen“ und wird dann von einem Assistenten oder Oberarzt supervidiert bzw. der schallt dann eben auch noch einmal. 

PLUS: Es gibt täglich eine Fortbildung: Montags bis donnerstags entweder Assistentenfortbildung oder Fallvorstellungen oder Vorträge über die neuesten Forschungsergebnisse. Freitags ist dann Studentenfortbildung mit Prof. Oestmann – der Klassiker! 

Beurteilung: 

•    Unbedingt empfehlenswert!! Auch wenn man später nicht Radiologie machen will. Oder überlege ich es mir vielleicht doch noch mal? 

•    Alle sind supernett und hilfreich. 

•    Man lernt echt viel. 

•    Das war mein bestes Tertial von allen. Hier wäre ich gern sogar noch länger geblieben. 

Ricarda L. 20.6.11 - 07.10.11 - CVK

Beim Stichwort „Radiologie“ denkt man an unterklimatisierte Kellerräume, Vitamin-D-Mangel, rudimentären Patientenkontakt (bestenfalls auf die Schlange am Kaffeeautomaten begrenzt) und tagelanges Starren auf überdimensionierte Befundungsbildschirme. 

Hier gibt’s einen Haufen Gründe, warum man sich trotzdem für ein PJ-Tertial in der Radiologie entscheiden sollte – am allerbesten am Virchowklinikum. 

Die Radiologie ist eine der großen Schnittschnellen fast aller klinischen Fächer. Vom Gallenstein bis zur Zystenniere, vom luxierten Ellenbogen bis zum Polytrauma ist alles dabei. Jeden Tag ist man mit einer Vielzahl Diagnosen aus den verschiedensten Fachrichtungen konfrontiert, ist gezwungen, sie aus einem neuen Blickwinkel zu sehen und zur beurteilen und lernt dabei ganz nebenbei richtig viel Nicht-Radiologisches. Und wer dachte, die Vorklinik sei vergeben und vergessen, merkt am CT, dass er noch eine ganze Menge Anatomie kann und am Thoraxplatz, dass die Physiologie doch nicht so lang her ist… 

Und das Virchowklinikum hat folgendes zu bieten: 

• Ein spannendes Fallspektrum. 

Uniklinik eben! Es kann einem passieren, dass man an einem Tag ein Polytrauma nach dem anderen mitbekommt; an einem anderen Tag verkopft man sich dann über Mukoviszidoselungen oder einen seltenen Pankreastumor. 

• Ein einmaliges Lehrangebot, quasi mit Rund-um-die-Uhr-Unterricht. 

Dienstags und Donnerstags gibt es Unterricht für Assistenten und PJler, Freitags dann Studentenunterricht bei Prof. Oestmann, was besonders zu empfehlen ist (und wer will kann auch gleich den Mittwochs-Unterricht für die Mitte-Studenten mitnehmen). Außerdem ist man dreimal in der Woche bei der Teambesprechung mit radiologischen und interdisziplinären Vorträgen, Wissenschaftskolloquium, Fallvorstellungen etc. dabei. Der größte Pluspunkt ist aber das tägliche Besprechen der eigenständig geschriebenen Befunde mit dem zuständigen Oberarzt, der sich je nach Arbeitsbelastung auch mal eine halbe Stunde Zeit für einen einzigen Befund nimmt und bei dem man richtig viel lernen kann. 

• PJler sind keine nervige Zusatzbelastung, sondern gern gesehen. 

Man wird engagiert betreut durch Dr. Grieser, OA und PJ-Beauftragter (ja, es gibt sie wirklich, die PJ-Beauftragten); zu Beginn gibt es eine feste Einteilung der Studenten an die verschiedenen Stationen. Es kommt keiner zu kurz, man darf aber auch selber mitbestimmen und seine Rotationen je nach Interesse gewichten. Manchmal waren wir ein bisschen viele übermotivierte Studenten an einem Arbeitsplatz, aber zur Not schnuppert man halt mal für einen Tag in ein anderes Arbeitsgebiet rein oder kommt zum Spätdienst. 

• Ein nettes Team, das sich über Nachwuchs (und mitgebrachten Kuchen) freut. 

Hier arbeiten lauter junge Assistenten, die selber eben erst von der Uni kommen und daher umso motivierter sind, ihr Wissen weiter zu geben. PJler und Famulanten haben tatsächlich einen Namen und es fällt auf, wenn man mal nicht da ist - man wird schnell ins Team integriert, bekommt etwas zugetraut und feste Aufgaben zugeteilt und wird ernst genommen. 

Wer genauer wissen will, welche Aufgaben man hat, welche Stationen zu absolvieren sind und was es an Organisatorischem zu beachten gibt, sei auf die Berichte meiner Vorgänger verwiesen. Mir hat mein Tertial in der Radiologie am CVK sehr gut gefallen, ich würde mich sofort nochmal dafür entscheiden und denke, dass es mir viel gebracht hat. Egal, ob man später Kinderarzt oder Unfallchirurg wird, es kann nicht schaden zu wissen, wie man einen Röntgen-Thorax anschaut oder sich durch einen Stapel CT-Bilder kämpft - und warum der sture Radiologe am Telefon auf den verdammten TSH-Wert einfach nicht verzichten will. 

Florian W. 19.12.2011 - 06.04.1012 - CVK

Im Rahmen meines praktischen Jahres war ich für ein Tertial in der Radiologie des CVK. Ich will später vielleicht in diese Richtung gehen und hatte mir die Abteilung gezielt ausgesucht. In der Radiologie der Charité Campus Mitte hatte ich vorher famuliert. 

Die Radiologie im CVK ist ideal, wenn man mit dem Gedanken spielt später in dem Fach zu arbeiten. Denn man kann so gut wie in jeden Teilbereich der Radiologie reinschnuppern. Dafür, dass man nicht lange an einem Platz stecken bleibt sorgt ein Rotationsplan. 

Die verschiedenen Stationen, der Arbeitsalltag. 

Grundsätzlich wird im CVK erwartet, dass PJ und Famulanten sobald sie sich dem gewachsen fühlen selbstständig Befunde schreiben. Diese werden dann am Nachmittag mit dem zuständigen OA durchgesprochen. Das ist schon mal sehr lehrreich. Die meisten OAs nehmen sich erstaunlich viel Zeit dafür und gehen auch mal auf Hintergründe ein, erst recht wenn sie merken, dass man selber Interesse daran hat. 

Manche Teildisziplinen erfordern mehr Zeit der Einarbeitung, so z.B. das CT. Dort sollte eine gewisse Untergrenze, ca. 5-6 Wochen nicht unterschritten werden. Das ist durchaus sinnvoll, die Sicherheit im Umgang mit dem Bildmaterial kommt erst durch die Wiederholung. 

Auch die Sonographie erfordert mehr Zeit um eine gewisse Sicherheit zu erlangen, 3 Wochen sollten es schon sein. Dort dürfen, können und sollen PJler Patienten selber sonographieren, meist erfolgt nach einer kurzen Rücksprache das Nachschallen durch einen erfahrenen Assistenzarzt oder OA. Auch das ist sehr lehrreich. Persönlich war für mich die Sonographie die Abteilung mit der steilsten Lernkurve. 

Dann gibt es unter anderem noch die Angiographie, einen Magen- einen Knochen- und einen Thoraxplatz, sowie die MRTs. Wie stark der PJler als Arbeitskraft, Student oder passiver Zuschauer eingebunden wird variiert je nach Platz, Arzt und auch Student. Ich habe mich aber nie als kostenlose Arbeitskraft “ausgebeutet” gefühlt. Die Dienstzeit variiert ein bisschen, offiziell ist 16:30 Schluss. Zeit für ein ruhiges Mittagessen ist immer. 

Teaching 

Neben der täglichen Dosis Teaching beim Supervidieren deiner Befunde durch einen OA gibt es, wenn ich mich richtig erinnere, montags, mittwochs und donnerstags eine Mittagsbesprechung. Dort gibt es alles, von der Besprechung eines Symposium, der Vorstellung eines Fachartikels, eine Fallpräsentation mit einem Kurzvortrag und andere Themen. Außerdem gibt es jeden Dienstag und Donnerstag um 7:30 eine “Coffe and Learn”-Veranstaltung mit Fachvorträgen zu den verschiedensten radiologische Themen, häufig mit Kollegen aus anderen Campi. Für den Kaffee muss man aber selber sorgen. 

Zusätzlich gibt es jeden Freitag um 7:30 einen Kurs von Dr. Oestmann, vorbereitend auf die Prüfung und entsprechend praktisch ausgerichtet. Sehr zum empfehlen. 

Wegen zu wenig Teaching kann man sich wirklich nicht beschweren. 

Das Team 

Der Vorteil an einer Radiologie in einem Universitätskrankenhaus ist, so sehe ich es jedenfalls, die Konzentration von Leuten die auch wirklich für das Fach brennen. Die nicht nur darin arbeiten wollen, sondern es auch erforschen und lehren wollen. Das kann man hier deutlich spüren. Wie man persönlich mit dem jeweiligen Ärzten klar kommt ist sicher sehr subjektiv, aber Grund zur Klage hatte ich nicht. 

Fazit: 

Super Tertial mit einigem Gestaltungspielraum, je nachdem wie wichtig einem die Radiologie für die eigene Zukunft ist. Sollte man es ernst meinen später in dem Fach zu arbeiten, dann ist das CVK definitiv ein guter Ort für das PJ. 

Florian W. 

Tanja Sch.

Wenn man wochenlang nicht bemerkt, dass die Deckenlampen im Befundungszimmer defekt sind (und sich sehr unangenehm geblendet fühlt, wenn sie der Techniker wieder in Gang bringt), als schlüsselloser Student aus Versehen nach 16 Uhr noch in die Abteilung will und sich bei dem Gang in die RST oder auf die ITS freut, ein wenig normale Klinikluft zu schnuppern (aber trotzdem völlig unbeeindruckt von den Geschehnissen wieder abwandern kann), dann ist man in seinem PJ-Tertial in der Radiologie gelandet! Eine kleine Auflistung von Umständen, die den Nicht-Radiologen in seinen Klischees bestärken, aber eben auch der Grundstock sind für ein sehr lehrreiches und immer wieder unterhaltsames Tertial! 

Hier ein kurzer Überblick über meine Rotationen: 

-    Sono: Vorschallen des Patienten. Von Hacke bis Nacke alles dabei. Wenn man mit seiner Untersuchung fertig ist, ohne dass der Patient eingeschlafen ist, beherrscht man endlich die Bedienung des Ultraschallgeräts. 

-    CT: KM-Aufklärungsgespräche. Beim Blick auf die TSH- und Krea-Werte gelegentlich den Stationsarzt anrufen und fragen, ob er sich sicher ist, dass er KM will. Flexülen legen. Dazwischen bei gutem Zeitmanagement Schreiben von Befunden. 

-    Knochenplatz: Entspannung. Implantatsitze, Frakturen und Verläufe. Beim zehnten Fuß nacheinander Blick auf die Sprechstundenübersicht der Unfallchirurgen und die Gewissheit, dass heute Fußsprechstunde ist. Akute Steigerung der Spannung bei Polytrauma-Alarm mit nachfolgendem Beiwohnen des Schockraummanagements. 

Zudem gibt es die Möglichkeit, Rotationen entsprechend seiner Interessen zu verlängern bzw. zusätzlich einzubauen. So war ich noch in der Neuroradiologie (großartig!) und habe wochenweise auch die Intensivlungen geschrieben. 

Letztendlich ist es einem selbst überlassen, wieviel man machen will… aber wer suchet, der findet auf jeden Fall eine freie Workstation! Man sollte die Gelegenheit nutzen, selber zu schreiben, auch wenn man anfangs für einen Befund gefühlt so lange wie ein Assistent für zehn braucht! Diese werden mit dem Oberarzt besprochen – so steigen die Lernkurve und die Qualität der Befunde von Mal zu Mal. Auf jeden Fall bleiben Einsatz, Motivation und der mitgebrachte Kuchen am Ende einer jeden Rotation nicht unbelohnt! Hervorzuheben ist, dass zwischendurch immer Zeit war für kleine Teaching-Einheiten (Danke! Besonders die Einteilung des Mediastinums, der Lungen- und Lebersegmente werde ich wohl nie wieder vergessen) oder die ein oder andere kurze Fallbesprechung. 

Reguläre Fortbildungen gibt es von Montag bis Donnerstag, im freitäglichen Studentenkurs stand man leider oft vor verschlossenen Türen. Bei Interesse kann man auch nochmal im Semester-Studentenunterricht teilnehmen und mit zu den Demos gehen (fachlich und zwischenmenschlich immer eine Erfahrung wert). 

Fazit: Aufgrund der Größe und des Spektrums der Abteilung ein unheimlich abwechslungsreiches und interessantes, aber viel zu kurzes Tertial! Stolz kommt dann auf, wenn man dem Kliniker nur anhand des Bildes mindestens genauso viel über den Gesundheitszustand eines Patienten erzählen kann wie er selbst;) 

Tanja Sch.

Katharina K. - CVK

Mein letztes Tertial sollte in der Klinik für Radiologie im CVK stattfinden. Da im Anschluss die Examensvorbereitungen unmittelbar folgten, konnte ich nur knappe drei Monate in den Alltag der Radiologen reinschnuppern. Nichtsdestotrotz war ich voller Vorfreude auf das Fach, von dem die Ärzte in den wenigen Unterrichtseinheiten während des Studiums behaupten, es sei nicht nur das Familienfreundlichste, sondern auch das Interessanteste der Medizin ;) 

Wie auf der Homepage einzusehen ist, hat man die Möglichkeit im Rahmen einer festgelegten Rotation verschiedene Arbeitsplätze kennenzulernen. 

In meinem Fall waren dies: 

MRT - Man verbringt den Tag mit Aufklärungsgesprächen , einigen wenigen Flexülen legen, Befunde mit dem Assistenzarzt besprechen, im Verlauf des Tages auch mit dem Oberarzt sowie, sofern man sich dies zu traut, eigene Befunde schreiben . 

CT - Im Vergleich zu anderen Plätzen verbringt man hier insgesamt ein paar Wochen länger, da es einen gewissen Zeitraum bedarf, um sich in die Bilder ein zuschauen. Auch hier hilft man beim Patientenaufklären, übt sich im Flexülen legen und hat die Möglichkeit von Anfang an Befunde zu schreiben. Diese werden sowohl von den Assistenzärzten gesehen als auch am Ende eines jeden Tages mit einem der Oberärzte durchgeschaut und intensiv besprochen. Auch wenn es anfangs sehr viel Zeit braucht, einen Befund selber zu verfassen, ist der Lernerfolg binnen dieser im Nachhinein doch kurzen Zeit enorm. 

Röntgen-Knochen – Ein Arbeitsplatz an dem man viele Befunde schreiben und wann immer das Polytrauma-Telefon Alarm schlägt mit in die Rettungsstelle gehen kann, um einen spannenden Fall von Anfang an mitzubekommen. 

Zwischenzeitlich war ich noch am Magen- Platz, habe mir ein paar interventionelle CT-gestütze Eingriffe angeschaut und konnte einen Einblick im Bereich der Radioembolisation in der Strahlenklinik gewinnen. 

Wann immer es sich zeitlich anbietet, hat man die Möglichkeit den Demonstrationen für die Kliniker beizuwohnen und sogar mit zur Befundbesprechung auf die Intensivstationen zu gehen, hier konnte ich mich im Befunden einiger „Intensivlungen“ üben. Sehr lehrreich, um akute Verläufe zu sehen. 

Zu den Arbeitsplätzen an denen ich nicht eingeteilt war, zählen der Röntgen – Thorax Platz, der Bereich der Sonographie sowie die Angiographie. Da ich es sehr schade fand nicht sonographiert zu haben, wurde mir angeboten mich nach dem Examen kurzfristig zu melden, um mich ein wenig im Sonographieren zu üben. Die Chance werde ich auf jeden Fall wahrnehmen. 

Das Teaching hat mir ebenfalls recht gut gefallen. Dienstags und donnerstags findet von 7.30Uhr-8Uhr ein sogenanntes „Coffe and Learn“ statt, eine Weiterbildungsmöglichkeit mit Fachvorträgen, die sich vor allem an die Assistenzärzte und somit auch uns PJ Studenten richtet. Montags, mittwochs und donnerstags findet um 14.30Uhr eine 30-minütige Besprechung statt, die dem Vorstellen interessanter Fälle sowie als Wissenschaftsbesprechung dient. Sehr interessant und eine angenehme Unterbrechung im Tagesablauf. 

Ich kann jedem empfehlen sein Radiologie-Tertial in einem großen Haus oder gar der Uniklinik zu absolvieren. Der Reiz besteht in der Vielzahl und Abwechslung der diagnostischen Möglichkeiten und natürlich der zahlreichen Krankheitsbilder, die man hier geboten bekommt. Ich fand es sehr spannend auch wenn es zu schnell vorbei ging und bin froh die Radiologie so facettenreich kennen gelernt zu haben. 

Katharina K. 

Kim S. - CVK

Arbeitszeit: Von 7.45 bis durchschnittlich 16.00 Uhr, je nachdem in welchem Bereich man gerade ist, und eine Stunde Mittagspause. Kleidung bekommt man gestellt. Studientage können gesammelt oder wöchentlich genommen werden. 

Rotationen: Die Rotation konnten wir uns mehr oder weniger selbst zusammenstellen, Hauptsache es kollidiert nicht mit dem Plan der anderen PJler. Die Standardrotation 

sind 6 Wochen CT, und jeweils 3 Wochen Sono, Thorax und Knochen. Wer Lust hat kann auch bei Interventionen mitmachen oder noch bei den Neuroradiologen oder dem MRT vorbeischaun. Man ist hierbei immer einem für den Bereich zuständigen Arzt zugeteilt. 

Aufgaben: Im CT bestehen die Aufgaben aus Aufklärungen durchführen, Zugänge legen und Befunde schreiben. Man ist auf keinen Fall die ganze Zeit nur mit nervigen Aufklärungen und Zugängen beschäftigt, und wenn wirklich viel damit zu tun ist, hilft der Assistenzarzt in der Regel auch mit. Für Befunde schreiben ist dann eigentlich immer genug Zeit. Man hat einen eigenen PC für seine Befunde und bespricht diese anschließend mit dem Arzt. Im Sono kann man nach ein paar Tagen zugucken selbst schallen, je nachdem was man sich zutraut. In den anderen Rotationen, insbesondere am Knochenplatz, schreibt man hintereinanderweg Befunde. Man hat hier auch die Möglichkeit, mit in den Schockraum für die Polytraumata zu gehen. 

Betreuung: Die Betreuung ist wirklich exzellent. Dadurch, dass man einen eigenen Arzt zugeteilt bekommt und dieser jeden einzelnen Befund mit einem bespricht, hat man einen tollen Lerneffekt. Die Ärzte nehmen sich dann, auch wenn ein bisschen mehr zu tun ist, die Zeit einem Sachen zu erklären. Die Leute sind insgesamt sowieso sehr nett und für Ärzte ziemlich entspannt, Radiologen halt ;) Der Umgangston zwischen Assistenzärzten untereinander und auch mit den Oberärzten ist super locker, und die Hierarchien sind eher flach/freundschaftlich. Nur der Thoraxplatz war meiner Meinung nach mit ein wenig Stress verbunden,die zuständige Oberärztin hat echt eine Menge gefordert und eine ziemlich strenge Art muss man sagen. Der Lerneffekt hat dafür schon entschädigt, aber man sollte sich auf 3 Wochen Angstschweiß bereit machen. 

Unterricht: Montag bis Donnerstag sind nachmittags Besprechungen mit Fallvorstellungen, Vorträgen etc. Die sind eigentlich ziemlich gut, für Studenten allerdings viel zu speziell. Besonders hilfreich für das Stex sind bestimmt 90% des Gesagten nicht. Freitags kommt Prof.Oestmann (Autor von dem Radiologie-Buch) vorbei und macht extra Unterricht für Studenten, der sich stark an seinem Buch orientiert. 

Der Unterricht ist sehr gut, prüfungsrelevant und sehr unterhaltsam, allerdings ist der Unterricht extrem oft ausgefallen. Insgesamt hatte ich, glaube ich, nur 3 oder 4 mal Unterricht bei ihm. 

Bewerbung: Standardmäßig, Erstwahl bei der Krankenhausreihenfolge. 

Kim S. 

Elvira S. PJ 19.05.2014 – 05.09.2014 - CVK

Mein PJ begann mit meinem Wahltertial in der Radiologie. Ich hatte zuvor nur wenige Berührungspunkte mit der Radiologie, außer im Bereich der Sonografie, ein Grund für dieses Wahltertial. 

Am Campus Virchow Klinikum rotiert man als PJler durch unterschiedliche Bereiche. Zum allgemeinen Rotationsplan gehören Thoraxplatz (konventionelles Röntgen des Thorax´), Knochenplatz (konventionelles Röntgen der Knochen vom Kopf bis zum kleinen Zeh) und die Sonografie für jeweils ca. 3 Wochen und CT für ca. 4-5 Wochen. So bleiben 2-3 Wochen für eine Art Wunschrotation übrig. Dafür stehen Magenplatz (Breischluck, Magen-Darm-Passage), Neuroradiologie, MRT oder interventionelles CT bzw. Angiologie zur Auswahl. 

Am konventionellen Röntgenthoraxplatz bespricht man mit Frau Dr. Engert jeden Morgen die Thorax- und Abdomenaufnahmen vom Spät- und Nachtdienst des Vortages. Anschließend selbständig verfasste Befunde werden ebenfalls von ihr kontrolliert und besprochen. Am Ende hat man die Möglichkeit den Röntgenbesprechungen der Intensivstation beizuwohnen, für die man zuvor die Throaxbefunde erstellt hat. Allein durch die morgendlichen Besprechungen sieht und befundet man innerhalb weniger Tage sehr viele Thoraces im Stehen und Liegen. Am Knochenplatz sieht man ebenfalls sehr viele Befunde innerhalb sehr kurzer Zeit, leider aber kaum/keine rheumatischen Krankheitsbilder. Wer so wie ich, bisher noch keinen Polytraumaalarm im Schockraum erlebt hat, sollte sich das an diesem Platz nicht entgehen lassen, auch wenn man selbst nichts beitragen kann und eher darauf achten sollte nicht im Weg zu stehen. Im CT hilft man den Ärzten beim Aufklären und Flexülenlegen, nebenbei versucht man selbst einige Befunde zu schreiben. Da das CT im Vergleich zu den konventionellen Aufnahmen sehr komplex ist, sollte man die kurze Zeit nutzen um die normale Anatomie im CT kennenzulernen, um Pathologien erkennen und beschreiben zu lernen. Im Ultraschall, einer der schönsten Plätze für mich, kann man neben der B-Mode-Sonografie auch den Umgang mit dem Doppler an Transplantatnieren oder –Lebern erlernen. Man schallt die Patienten zunächst vor um dann zusammen mit einem Arzt die erstellten Bilder zu besprechen und nachzuschallen. Am schwierigsten ist zu Anfang sicherlich der Umgang mit den vier unterschiedlichen Geräten. Dabei hilft es, während des Nachschallens nicht nur die Schallkopfführung, sondern auch die Gerätebedienung des Arztes im Blick zu behalten bzw. zu erfragen. Sehr zu empfehlen ist auch die Neuroradiologie. Da sich PJler und Famulanten eher selten dorthin verirren, erhält man eine sehr intensive Betreuung. Beispielsweise wurde ich extra zu den Interventionen gerufen (u.a. Myelografie und Angiografie der cranialen Gefäße). Außerdem sieht man MRTs der Wirbelsäule und des Kopfes sowie cCTs. Bei Interesse kann man cCTs selbst befunden, mit dem Assistenzarzt besprechen und anschließend dem Oberarzt präsentieren. 

Ich kann das PJ in der Radiologie am Campus Virchow Klinikum sehr empfehlen. Man arbeitet sehr selbstbestimmt und hatte damit einen direkten Einfluss darauf, wieviel man sehen und machen möchte. Natürlich hängt die Arbeit immer auch davon ab, mit wem man zusammen arbeitet, wir PJler wurden aber sehr freundlich aufgenommen und fühlten uns gut integriert. Es ist noch hervorzuheben, dass wir hier wirklich nur zusätzlich und vor allem zum Lernen da sind und nicht um Hilfsarbeiten zu verrichten. Vielen Dank.

Alexander Sch. - CVK

Das PJ begann um 9 Uhr morgens vorm Büro des Chefssekretariats. Nach Abklärung der Formalitäten holte uns der zuständige PJ-Beauftragte (Dr.Grieser) pünktlich ab und zeigte uns die verschiedenen Arbeitsplätze (CT, MRT, Sonografie, "Magenplatz", Knochenplatz, Thoraxplatz und die verschiedenen Interventionsplätze), Aufenthaltsräume und sonstigen Räumlichkeiten. Nachdem wir unsere Klamotten abgeholt hatten, begaben wir und zu unseren jeweiligen Arbeitsplätzen. Kleiner Tipp: Um möglichst viel zu lernen sollte man sich ein gutes Lehrbuch für die jeweilige Disziplin zulegen um Theorie mit Praxis zu verknüpfen und sein Wissen zu vertiefen. 

Meine Rotation begann mit 4 Wochen CT

CT-Zeit: 

Am ersten Tag saß ich erstmal neben dem Assistenzarzt und schaute mir das systematische Befunden von CT-Bildern an. Fragen wurde jederzeit beantwortet und nachdem man "alles" (cCT, CT-Abdomen, CT-Thorax, Traumaspirale, Pariser-Schema, etc... mit oder ohne KM) einmal gesehen hatte, konnte man auch schon selber loslegen. Am besten hangelt man sich als Anfänger an den vorgefertigten Befundschalen entlang. Daneben darf man Patienten auch über die Untersuchung aufklären und Nadeln legen. 

Jeder Befund wurde vom betreuendem Assistenzarzt und/oder Facharzt/Oberarzt korrigiert. So gutes Teaching (1:1) hatte ich noch nie zuvor erlebt-absolutes +PLUS+ (dies galt auch für die anderen Arbeitsplätze)!!! 

Danach folgte 1 Woche "Interventions"-Zeit: 

Hier lernt man die verschiedensten radiologischen Interventionstechniken kennen: TA(C)E, TARE/SIRT, TIPSS, CT-HDRBT, PTA, PRT, CT-gesteuerte Anlage von Drainagen/Punktion von tumorverdächtigen Läsionen etc... 

Kurz gesagt: wer was über radiologische Interventionen lernen will-this is THE PLACE to be! 

Hierauf folgten 3 Wochen Sonografie: 

"Aller Anfang ist schwer!" ist wohl das passende Sprichwort für die Sonografie;). In keiner Disziplin erfährt man eine derartige Lernkurve (zumindest ging das mir so). Am Anfang hat man noch Probleme die Milz zu finden oder die Nieren sauber darzustellen und am Ende der Rotation schafft man schon fast vollständig die FKDS der LTx/NTx-Gefäße... 

Neben den 4 Sonografieräumen gibt es noch ein transportables Sonogerät für Stations-Sonos (für nicht transportfähige Patienten). Die Sonografie ist wahrscheinlich für jedes andere Fach die nützlichste Modalität falls man mal in die Verlegenheit kommt einen Harnstau (postrenales ANV? à Nephrologen) festzustellen oder eine Cholezystitis (laparoskopische CCE à Viszeralchirurgen) auszuschließen-hier kann man schon mal üben. 

Darauf folgten 1 Woche "Magenplatz": 

Hier führt man die Magen-Darm-Passagen durch und beurteilt Stenosen, Anastomosen, Reflux, usw. indem man dem Patient KM schlucken lässt und dessen Magen-Darm-Passage verfolgt. 

Ist ehrlich gesagt mein least-favorit gewesen, aber wenn man Glück hat kann man am Arbeitsplatz nebenan zuschauen wie ZVKs, PICC-lines und Ports gelegt werden bzw. auch mal selber einen ZVK legen. 

Nun hatte ich die Möglichkeit meine Wahlwoche auszusuchen: 

Ich habe mich fürs MRT entschieden. Anscheinend keine Standardrotation, aber irgendwie durfte ich doch rein. Ähnlich wie beim CT (da ja auch u. a. schnittbildgebendes Verfahren) habe ich mich erstmal neben den Assistenzarzt gesetzt und beim Befunden zugeschaut. Aber auch hier gilt, dass man erst durchs eigene Befunden richtig dazu lernt. Wobei das MRT auch um einiges komplizierter ist als das CT (alleine schon die Technik der Bildgebung und was kann man in welcher Sequenz am besten beurteilt...). Natürlich wird es hier auch gerne gesehen wenn man Nadeln legt und nach einer speziellen Belehrung die Aufklärungen übernimmt. 

Kommen wir nun zu einem meiner Lieblingsplätze-3 Wochen Thoraxplatz: 

Wenn ihr Glück habt kommt ihr in den Genuss von der Altmeisterin persönlich zu lernen: Dr. U.E. 

Meiner Meinung nach hatte ich hier mit Abstand das beste Teaching erlebt: jeden Morgen mussten erstmal die "Thoraxe" (2 Ebenen oder liegend) der Spätdienste bzw. Nachtdienst "nachbefundet" bzw. korrigiert werden. Systematischer Unterricht an exemplarischen Beispielen werden aufgezeigt-die Altmeisterin hat ein tolles Notizbuch in dem Paradebeispiele für z. B. Sarkoidose, Lymphangiosis carcinomatosa, COPD-Zeichen, etc. im PACS zu finden sind. Ab und zu gab es auch eine Abdomenleeraufnahme zu befunden (freie Luft im Abdomen? Ileus?...).Selbstverständlich wird alles 1:1 durchgesprochen:) 

Jetzt kommen wir auch schon zu meiner letzten Rotation-3 Wochen Knochenplatz: 

Hier befundet/beurteilt man den Verlauf/Stellung von Frakturen, Gelenkprothesen, usw. An verschiedenen Tagen sind unterschiedliche orthopädische Sprechstunden, d. h. an einem Tag sind z. B. vermehrt WBS an anderen mehr Füße etc. zu befunden. Gelegentlich klingelt auch das Traumatelefon und man muss in den Schockraum, wo die Patienten aus Verkehrsunfällen untersucht werden. Hier werden u. a. ein FAST durchgeführt, Röntgenbilder erstellt und entschieden, ob eine Traumaspirale gefahren werden muss. Für Mediziner wirklich spannend und interessant was alles so bei einem Unfall passieren kann... 

Am Ende bleibt noch zu erwähnen, dass man an zahlreichen Demonstrationen nach Absprache mit dem jeweiligen Radiologen teilnehmen darf (Infektiologie, Nephrologie, Orthopädie, usw.). Unterricht gibts auch einmal wöchentlich von Prof. Oestmann und an der wöchentlichen Fortbildung für Assistenzärzte darf man auch partizipieren. Außerdem gibt es mindestens einmal wöchentlich wissenschaftliche Vorträge, manchmal kommt auch ein Chefarzt von einer anderen Klinik oder ein Redakteur eines bekannten Journals vorbei und doziert vor der gesamten Truppe oder es werden die spannendsten/interessantesten Cases der Woche vorgestellt. 

Sehr großes +PLUS+ ist das der zuständige PJ-Beauftragte sehr großzügig die Arbeitstage/Arbeitszeiten/Fehltage einteilen lässt wenn man ihm rechtzeitig Bescheid gibt. Nun muss ich ja auch was Negatives schreiben-sonst wird dieser Bericht ja unglaubwürdig: leider wurde uns kein Trinken oder Essen gestellt oder wenigstens Vergünstigungen oder Gutscheine. Das ist in den meisten anderen Tertialen so wie ich es von Kommilitonen mitbekommen habe üblich. Außerdem gab es leider auch keine Schlüssel für die Umkleiden, da Vorgänger die Schlüssel verloren hatten bzw. nicht zurückgegeben haben und es anscheinend in den Umkleiden eh nicht genug Fächer für uns gab. Ich kann das zwar mit den Fächern verstehen, aber ich hätte die eh nicht genutzt, da anscheinend aus den Räumen gestohlen wurde und man seine Sachen an den Arbeitsplatz mitnehmen sollte. Nur die Umkleide hätte ich schon gerne benutzt anstatt aufs Personalklo zu gehen. Die Schlüssel hätte ich gegen ein Pfand oder PJ-Zeugnis ausgegeben-da wären garantiert alle Schlüssel zurückgekommen. 

Ach ja, da war ja noch was: Ein anderes Mal hat mich ein Oberarzt leere Flaschen in der gesamten Radiologie!! einsammeln lassen-einfach so…fand ich auch nicht wirklich toll… 

Insgesamt betrachtet (man lernt viel & gute Stimmung) ist das aber Kritik auf hohem Niveau! 

Ein weiteres großes +PLUS+ für mich waren die großzügigen Mittagspausen und dass man hier und da mal früher entlassen wurde (mit oder ohne Grund). 

Außerdem hat man jederzeit Zugriff aufs Internet und man muss nicht ständig jemanden nach einem Login fragen (wie an meiner jetzigen Stelle). Zusätzlich gibt es noch eine große Buchsammlung auf den Servern… 

Was man auch auf jeden Fall nicht vergessen sollte und ein zusätzliches +PLUS+ ist: 

das CVK ist ein Haus der Maximalversorgung. Somit sieht man hier Krankheitsbilder/verläufe, die man sonst nirgendwo zu Gesicht kriegt! 

Insgesamt muss ich sagen, dass ich jedem so ein Tertial oder Famulatur empfehlen würde (mal ganz ehrlich: vom Curriculum her lernt man so gut wie gar nichts über Radiologie...). 

Ab in die Radiologie - ich war echt überrascht wieviel Spaß das macht!!!

Erfahrungsberichte Famulatur

Carolin E. 03.03.08 - 17.03.08 - CVK

Bericht über eine Famulatur in der radiologischen Abteilung des CVK 

Im Rahmen meiner Famulatur war ich in der radiologischen Abteilung vor allem in der Sonographie tätig. Die Sonographie-Abteilung ist sowohl für stationäre als auch für ambulante Patienten zuständig. Die klinischen Krankheitsbilder und sonographischen Untersuchungen beinhalten insbesondere die Kontrolle von Transplantatorganen, Notfallindikationen sowie onkologische Fragestellungen. Dabei stehen die Bauchorgane, 

die Schilddrüse mit Darstellung der Halsweichteile im Vordergrund. Teilweise habe ich auch Untersuchungen an den Extremitäten (Beinvenenthrombose) mit durchgeführt. Neben der Tätigkeit in der Sonographie-Abteilung war es mir möglich, Einblicke in die radiologische Arbeit auf der Intensivstation zu bekommen. 

Meinen ersten Arbeitstag in der Sonographie verbrachte ich damit, mich in die Sonographie-Bilder einzuschauen, was am Anfang wirklich nicht leicht war. Ich musste zunächst ein Gespür dafür bekommen, wie sich gesundes Gewebe darstellt, um pathologische Erscheinungen auch wahrnehmen und interpretieren zu können. Unter professioneller Anleitung lernte ich zunächst bestimmte Einstelltechniken am Patienten (nachdem ich eine Einführung über die richtige Verwendung der jeweiligen Schallköpfe erhalten hatte) und bekam dabei die Tricks bezüglich der Handhabung mit dem Schallkopf beigebracht. Nach dieser Einarbeitungsphase durfte ich selbstständig Patienten voruntersuchen und dann zusammen mit einem Arzt den Patienten nochmals sonographisch inspizieren. Dabei konnte ich meine Fragen, die sich beim Voruntersuchen ergeben hatten, klären. Für mich war es eine gute Möglichkeit direkt am Patienten – unter fachmännischer Anleitung - zu lernen, da ich so die Lehrbuchdarstellung und die klinischen Manifestationen miteinander vergleichen und dadurch mir besser einprägen konnte. Zusätzlich zu den Untersuchungstechniken 

lernte ich, einen radiologischen Befund zu schreiben. 

Insgesamt kann ich eine Famulatur in der radiologischen Abteilung des CVK sehr empfehlen. 

Das Ärzteteam ist sehr hilfsbereit und integriert den Studenten in die dortige Arbeit. Man bekommt eigene Verantwortung übertragen, die sich am Tätigkeitsprofil beziehungsweise Kenntnisstand des Studenten orientiert. Dies wird vor allem daran deutlich, dass Studenten unterschiedlicher klinischer Semester mit differierenden Vorkenntnissen in dieser Abteilung tätig sein können. Das Ärzteteam nimmt sich ausreichend Zeit für Erklärungen und die Vermittlung von theoretischem und praktischem Wissen. Zusätzlich besteht das Angebot, an Fortbildungen für Studenten teilzunehmen. 

Außerdem möchte ich das freundliche und nette Arbeitsklima in dieser Abteilung sehr betonen. Die Flexibilität, die den Studenten gegenüber gezeigt wird, und die Bereitschaft der Ärzte, individuell auf den Studierenden einzugehen, schaffen ein sehr angenehmes Klima. 

Auf diesem Wege möchte ich mich nochmals herzlich für die liebenswerte Betreuung im Rahmen meiner Famulatur bedanken. 

Carolin E. 

Tim A. 02.03.09 – 31.03.09 - CVK

Arbeitsklima 

Note: 1 – sehr gut 

Kommentar: Das Arbeitsklima in der Radiologie im CVK ist sehr gut. Die meisten Ärzte haben mir spontan das „Du“ angeboten und mich sofort in den täglichen Ablauf eingebunden. Der Stress-Level ist im Vergleich zu anderen medizinischen Disziplinen recht human, so dass sich oft Zeit zum Erklären bietet. Wenn man durch ein wenig Vorbereitung und Wissen Interesse zeigt, nehmen sich die Radiologen gerne Zeit, die Befunde genau zu erklären. Durch den entspannten Umgang mit den Ärzten macht die Arbeit größtenteils Spaß und beim gemeinsamen Abendessen im Spätdienst werden auch gerne mal Themen außerhalb der Klinik besprochen. 

Weiterbildungsangebot 

Note: 1 – sehr gut 

Kommentar: Im gesamten Campus Virchow Klinikum werden fast jeden Tag PJ-Fortbildungen zu zahlreichen Themen aus allen Fachrichtungen angeboten. Von den PJ-Studenten wird man im Laufe des Vormittags gefragt, ob man mitkommen möchte, was sich von Seiten der Ärzte immer einrichten ließ. 

Auch von den Radiologen wurde einmal wöchentlich eine PJ-Fortbildung angeboten; Bei der Vorbereitung der PJler auf das Examen ist man auch als Famulus gern gesehen. 

Forschung 

Note: 2 – gut 

Kommentar: In der Mittagsbesprechung werden regelmäßig aktuelle Forschungsthemen und Projekte des Fachgebietes vorgestellt. Im Hinblick auf die Organisation einer Dissertationsarbeit kann man als Student direkt mit den verantwortlichen Ärzten in Kontakt treten, wenn man sich für eines der Themen interessiert. Insgesamt bietet die Famulatur im CVK eine sehr gute Möglichkeit, Kontakte zu Betreuern von Doktorarbeiten aufzubauen. 

Arbeitszeit 

Note: 1 – sehr gut 

Kommentar: Besonders positiv ist mir die Einteilung der Arbeitszeit aufgefallen. 

Ich habe zwei Wochen in der Sonografie mitgearbeitet und habe dort viele nützliche Untersuchungen lernen dürfen. Durch die gute Organisation ergeben sich dort kaum Überstunden. 

Die letzten zwei Wochen war ich im CT eingeteilt. Es war sehr unbürokratisch möglich, sich für spätere Dienste zu melden und zum Beispiel am Notfall-CT einen ereignisreichen Spätdienst mitzumachen. Im Normalfall begann ich meinen Arbeitstag um 8.00 Uhr und konnte nach dem immer einzurichtenden Mittagessen bei Interesse an den Fortbildungen am Nachmittag teilnehmen.

Bezahlung 

Kommentar: Wie in Deutschland üblich, wird eine Famulatur auch in der Charité nicht bezahlt. Die zusätzlichen Kosten halten sich aber in Grenzen, da man auf dem Gelände zwischen zwei Kantinen wählen kann, die relativ preiswert sind. Die Kantine des Deutschen Herzzentrums bietet eine recht nette Atmosphäre und meist leckeres Essen mit Vorspeise und Nachtisch für 2,80 Euro. 

Ausbildung 

Note: 1 – sehr gut 

Kommentar: In der Sonografie war der Lerneffekt für mich am größten. Es gab eine Einführung in das Gerät und in jeden einzelnen Untersuchungsablauf. Man durfte eigenständig mit den modernen Sonografiegeräten arbeiten und sich von jedem Patienten durch eine Voruntersuchung ein Bild machen, welche durch die Ärzte komplettiert wurde. Danach konnte man sich an der Ausarbeitung des Befundes versuchen. Sowohl bei der Untersuchung als auch der Befundung wurde man von den Ärzten toll unterstützt. 

In der Sonografie des CVK werden neben stationären ambulante Patienten aus den verschiedenen Sprechstunden (Transplantation, Diabetes etc.) geschallt, so dass man ein sehr abwechslungsreiches Patientengut sieht und unterschiedliche Untersuchungen erlernen kann (Abdomenschall, Carotiden, Venendoppler etc.). Es gibt drei Schallplätze und mindestens zwei zugeteilte Ärzte, so dass die Betreuung sehr gut ist. 

Im CT ist das Maß des eigenverantwortlichen Arbeitens natürlich schon allein aus technischer Sicht eingeschränkt. Dafür ist in der Regel mehr Zeit, um den Befund in aller Ruhe durchzusprechen. Von Vorteil ist, wenn man sich mit der Anatomie vertraut macht. Dann macht es dem Arzt auch mehr Spaß zu erklären und es bleibt mehr Zeit, die Auffälligkeiten zu besprechen. Besonders spannende Fälle werden oft mehreren Kollegen vorgeführt oder in der Mittagsbesprechung diskutiert. Die handwerklichen Tätigkeiten beschränken sich im CT auf das Legen von venösen Zugängen, aber auch der Umgang mit Kontrastmitteln und die Aufklärung der Patienten kann erlernt werden. Insgesamt macht es Spaß, fast täglich neue Strukturen auf den CT-Bildern zu erkennen, die Bedeutung der Kontrastmittelphasen zu verstehen und zu merken, dass man in zwei Wochen doch einen recht guten Überblick gewinnen kann. 

Fazit 

Gesamtnote: 1 – sehr gut 

Abschließender Kommentar:     Die Famulatur in der Radiologie am Campus Virchow Klinikum hat sich auf jeden Fall gelohnt und mir die Möglichkeit gegeben, mich in dem Feld der bildgebenden Diagnostik weiterzubilden. Da die moderne Diagnostik fast immer eine Bildgebung beinhaltet, ist es für jeden Studenten ratsam, sich mit der Radiologie zu beschäftigen. Die Famulatur hilft mir, radiologische Befunde besser einzuordnen und bei künftigen Besprechungen Pathologien auf radiologischen Bildern zu erkennen. 

Aus den zahlreichen Weiterbildungen konnte ich wertvolle Tipps mitnehmen, die auch für die Vorbereitung auf kommende Prüfungen nützlich sind. 

Durch die Mitarbeit in der Sonografie habe ich aus der Famulatur auch praktische Inhalte mitnehmen können und fühle mich jetzt sicherer, selbst Patienten sonografisch zu untersuchen. 

Tim A. 

Julia S. 02.02.09 – 02.03.09 - CVK

Meine Zeit in der Radiologie war eine schöne Erfahrung. Sehr strukturiert, lehrreich und höfliche, nette Kollegen, die stets bereit waren kompetent zu unterrichten. Man hat die Möglichkeit alle Bereiche (Röntgen, Sonografie, CT, MRT) kennen zu lernen. Mein Wissen wurde durch die ständige Betreuung erweitert und ich habe viel gesehen. Ich kann eine Famulatur uneingeschränkt empfehlen. 

Julia S. 

Susanne P. 01.03.10 - 31.03.10 - CVK

Im März 2010 habe auch ich eine Famulatur in der Klinik für Radiologie im Virchow-Klinikum der Charité absolviert und blicke auf eine sehr schöne und vor allem lehrreiche Zeit zurück. 

Da ich selbst an einer kleineren Universität studiere, hatte ich zu Beginn der Famulatur vor allem befürchtet, dass alles sehr hektisch werden und sich niemand Zeit für uns Studenten nehmen würde. Umso überraschter war ich dann, wie gut und organisiert die studentische Ausbildung war. Alle Mitarbeiter waren immer freundlich, man konnte Fragen stellen und die Ärzte – je nach Interesse – zu radiologischen Demonstrationen auf internistischen oder chirurgischen Stationen begleiten. 

Die ersten zwei Wochen meiner Famulatur verbrachte ich am „Magenplatz“. Dort konnte ich Einblicke in die kontrastmittelgestützte Durchleuchtung des Verdauungstraktes gewinnen. Dazu gehören vor allem Untersuchungen wie die Magen-Darm-Passage, Fisteldarstellungen, Ösophagusbreischluck oder Prüfung von chirurgischen Anastomosen und Drainagen. Ich konnte immer direkt am Gerät die jeweilige Untersuchung mitverfolgen und später bei der Befundung helfen. Weiterhin war es möglich, selbst Röntgenbilder zu befunden und sie später durchzusprechen. 

Die restliche Zeit verbrachte ich in der Sonographie. Auch hier wurde sich viel Zeit genommen, alle Fragen zu beantworten. Ich konnte die Patienten oft selbst „vorschallen“ und meine Ergebnisse mit den Ärzten besprechen. So habe ich nicht nur praktisch viel gelernt, sondern hatte auch Patientenkontakt. 

Neben der Arbeit an den zugeteilten Plätzen gab es auch noch zahlreiche Möglichkeiten, an Weiterbildungen für Studenten oder Ärzte teilzunehmen. Dort wurden meist spezielle Themen, wie „Mediastinale Raumforderungen“ oder außergewöhnliche Patientenfälle vorgestellt und diskutiert. 

Der Einblick in andere bildgebende Verfahren, wie CT, MRT, Röntgen oder Angiographie, war durch den Zugriff auf Voruntersuchungen der Patienten und die entsprechende Erläuterung durch die Ärzte immer möglich. 

Die Arbeitszeiten waren sehr angenehm gelegt, so dass noch genug Zeit war, sich Berlin ein bisschen genauer anzuschauen. =) 

Insgesamt habe ich die Zeit in der Radiologie sehr genossen. Das Arbeitsklima war angenehm, und ich wurde als Studentin ernst genommen. Es waren stets alle bemüht, mir etwas zu erklären, so dass ich sagen kann: Ich habe wirklich sehr viel aus dieser Famulatur mitgenommen! 

Vielen Dank dafür! =) 

Susanne P. 

Maximilian J. 02.05.11 - 04.06.11 - CVK

Im Rahmen meines Medizinstudiums absolvierte ich eine einmonatige Famulatur an der radiologischen Abteilung des Campus Virchow-Klinikums. Meinen Schwerpunkt setzte ich während dieser knapp fünf Wochen auf die sonographische Bildgebung. Die ersten paar Tage wurde ich durch eine äußert hilfsbereite PJ-Studentin, die sich auch dankenswerterweise als Probandin für meine ersten Untersuchungsversuche zur Verfügung stellte, mit der Handhabung der Geräte vertraut gemacht. Im „Kleine Sonographie-Skript“, welches im Arztzimmer auslag, konnte ich wichtige Details nachlesen und so wurde mein Lernfortschritt wesentlich beschleunigt. Ein Dank gebührt der Autorin, einer ehemaligen PJ-Studentin der Abteilung. 

Das Spektrum in der sonographischen Abteilung reicht von der Darstellung der Bauchorgane, der Halsweichteile mitsamt der Schilddrüse über sonographische Untersuchungen von Transplantaten, farbkodierte Duplexsonographien (FKDS) der Hals- oder Beingefäße bis hin zu Untersuchungen mittels Kontrastmittel. Ich für meinen Teil legte den Schwerpunkt auf die Untersuchungen der Bauchorgane, mit zunehmender Dauer versuchte ich mich jedoch auch an den FKDS. 

Mein Tag begann in der Regel gegen 8 Uhr morgens, dienstags und mittwochs besuchte ich um 7:30 Uhr die Fortbildungsveranstaltungen. Der Großteil der Vorträge war sehr lehrreich, andere gingen für meinen Wissenstand ein wenig zu weit ins Detail. Freitags besuchte ich die Vorlesungen von Prof. Dr. Oestmann, die ich jedem Studenten wärmstens empfehlen kann. 

Schon nach wenigen Tagen wurde ich von den äußerst netten Assistenzärzten/innen animiert, selbst Hand anzulegen und Patienten „vorzuschallen“. Da der jeweilige Assistenzarzt/in den Patienten nochmals untersuchte und dabei etwaige Fehler aufdeckte bzw. Verbesserungsvorschläge gab, war der Erkenntnisgewinn enorm. Am Ende meiner Famulatur war ich in der Lage, eine Abdomensonographie suffizient durchzuführen und den ein oder anderen pathologischen Befund zu dokumentieren. Des Weiteren war es auch meine Aufgabe, Befunde meiner voruntersuchten Patienten zu schreiben und das eine oder andere Mal auch telefonische Rückfragen von zuweisenden Ärzten zu beantworten. 

Besonders hervorheben möchte ich das äußerst kompetente und sympathische Team rund um Frau Dr. med. N. Thieme. Es herrschte, auch bei starkem Patientenaufkommen, ein angenehmes Arbeitsklima; das Team nahm sich Zeit, Wissen zu vermitteln. Hiermit möchte ich mich für die herzliche Atmosphäre und eine tolle sowie lehrreiche Zeit bedanken. Die Tatsache, dass ich als Student eigene Verantwortung übertragen bekam und nahtlos in das Ärzteteam integriert wurde, machte diese Famulatur sehr wertvoll. 

Anne K. August 2011 - CVK

Im August 2011 habe ich in der Radiologie am CVK einen Teil meiner Famulatur absolviert. Um möglichst viel zu lernen, konnte man zwischen den verschiedenen Einsatzbereichen rotieren. Die Koordination dafür übernimmt der PJ- und Famulatenbeauftragte. Man kann das je nach den eigenen Wünschen und verfügbaren Plätzen mit ihm absprechen. Ich war in der ersten Woche im CT. Hier habe ich einige Aufklärungen gemacht, Zugänge gelegt, bei den Aufnahmen der MTA über die Schultern geschaut und mit einem mir zugewiesenen Arzt Bilder ausgewertet. Wenn man sich das zutraute, konnte man auch Befunde vorschreiben. In den nächsten beiden Wochen bin ich in die Sonografie gegangen, wo ich von Anfang an relativ selbstständig schallen konnte und dann jedes Mal von einem Arzt „nachgeschallt“ wurde. Das war sehr lehrreich, da Sono wirklich viel Übung und Erfahrung erfordert. In der letzten Woche war ich am konventionellen Knochen- und Thoraxplatz. Hier habe ich zusammen mit einem Arzt die Bilder ausgewertet. Ich würde jedem empfehlen, etwas längere Zeit speziell am Thoraxplatz zu verbringen, da man auch hier viel Erfahrung für die Befundung der Bilder braucht. Ich war jeden Tag, je nachdem, ob es ein „Coffee and Learn“ oder nicht gab, ab 7.30 oder 8.00 bis etwa 16.00 Uhr da. Die Arbeitszeit ist abhängig von der eigenen Motivation und dem Arzt, mit dem man arbeitet. Insgesamt gab es die richtige Mischung aus Anleitung und selbstständigem Arbeiten. Besonders aufschlussreich waren auch die regelmäßigen „Coffee and Learn“- und Mittagsbesprechungen. Es war es eine sehr lehrreiche Famulatur, die ich jedem weiterempfehlen kann. 

Anne K. 

Johanna B. Februar 2012 - CVK

Die Radiologiefamulatur im Virchowklinikum war die letzte meiner 4 Famulaturen. Unter anderem wollte ich im Rahmen dieser „Abschlussfamulatur“ herauszufinden, ob ich mir für die Zukunft tatsächlich vorstellen könnte den Weg eines Radiologen einzuschlagen, aber auch, um einfach einen besseren Durchblick in der radiologischen Bildgebung zu erlangen. 

Den Großteil meiner Famulaturzeit habe ich im CT-Bereich verbracht (sowie für 2 Tage auch mal in der Sonographie vorbeigeschaut). Ich kann auf jeden Fall empfehlen nach Möglichkeit wirklich 4 Wochen am Stück in einem Bereich zu verbringen, da man auf diese Weise am meisten mitnehmen kann. Auch wenn ich ursprünglich nicht unbedingt an den CT-Platz wollte, kann ich im Nachhinein nur sagen, dass ich doch sehr dankbar dafür bin dort gelandet zu sein. Man lernt unter anderem Aufklärungsgespräche zu führen, hat die Chance viele venöse Zugänge zu legen und so sein „handwerkliches“ Geschick diesbezüglich weiter auszubauen sowie natürlich die Möglichkeit viele CT-Bilder zu sehen. Außerdem wird einem auch angeboten eigenständig Befunde zu schreiben und diese im Anschluss mit den Assistenzärzten sowie einem der Oberärzte zu besprechen. Zu Beginn mag dies vielleicht etwas schwierig sein und länger dauern, aber wenn man wie gesagt 4 Wochen hier bleibt, bekommt man schon so langsam ein Gefühl + Blick fürs Befunden, zumal man auch den Ärzten viel über die Schulter schauen sowie für den Lerneffekt zusätzlich alte Befunde lesen kann. 

Super ist auch das Weiterbildungsangebot, an welchem auch die Studenten teilnehmen können (wissenschaftliche Besprechungen, teachings etc.). Sehr empfehlenswert sind auch die Vorlesungen bei Prof. Dr. Oestmann, welche jeweils am Freitagmorgen extra für die Studenten stattfinden. 

Als besonders angenehm habe ich außerdem das junge, super nette Ärzteteam empfunden. Der für die Studenten zuständige Oberarzt nimmt sich die Zeit auch wirklich bei jedem einzelnen Studenten immer wieder vorbeizuschauen. Der Großteil der Ärzte und Ärztinnen ist auf jeden Fall bereit die Studenten (auch wenn man „nur“ Famulant/in ist) in die jeweiligen Tätigkeiten zu integrieren und auch die Zeit zu investieren möglichst viel zu erklären. Natürlich ist es auch hier sinnvoll je nach Situation zusätzlich selbst Fragen zu stellen. 

Sollte man mal mit weiteren Studenten dem gleichen Arbeitsplatz zugeteilt sein, was durchaus vorkommen kann, ist es schon möglich, dass die work stations evtl. nicht ganz ausreichen bzw. es etwas eng wird, falls tatsächlich alle gleichzeitig einen Befund schreiben wollen. Doch auch das ist überhaupt kein Problem, wenn man das Glück hat mit anderen netten, nicht egoistischen Studenten zusammenzuarbeiten. Außerdem hat man so u.a. die Chance sich prima auszutauschen.

Die 4 Wochen Famulatur in der Radiologie sind wirklich sehr schnell vergangen und eigentlich wars wirklich schade schon wieder gehen zu müssen. Ich gehöre persönlich leider auch eher zu den Studenten, die aus Gründen der anfänglichen Zurückhaltung immer etwas länger brauchen sich so richtig einzuleben. Hier fiel es mir allerdings relativ leicht. Letztlich hat mir diese Famulatur, die ich durchaus als Highlight meiner Famulaturen bezeichnen würde, die Radiologie noch ein deutliches Stück näher gebracht und somit die Überlegung mein PJ-Wahltertial ebenfalls hier zu absolvieren, gestärkt. 

Ich kann eine Radiologiefamulatur im Virchowklinikum wärmstens weiterempfehlen. Selbst wenn man später nicht Radiologe werden will, bringt einem doch ein grundlegendes Verständnis auf diesem Gebiet sicherlich für jede Fachrichtung etwas. 

Nothing to complain about. Vielen Dank für die schöne Zeit! 

Johanna B. 

Lawrence-Olivier H. 08/2011 - 09/2011 - CVK

Am ersten Tag wurde ich zusammen mit zwei weiteren Famulanten am Sekretariat von Christian Grieser, dem zuständigen Oberarzt für PJler und Famulanten, abgeholt und es gab erst mal eine Kurzführung durch die Radiologie. Für die erste Woche wurde ich am Magenplatz einem sehr netten und erfahrenen Oberarzt namens Herrn Dr. med. Kaufmann zugeteilt. Er zeigt und erklärt einem bereitwillig sehr viel, nimmt einen überall hin mit, stellt einen vor und man erfährt bei ihm neben z.B. Breischluckaufnahmen und Drainagen-Darstellungen viel über Patientenführung, kollegialen Umgang miteinander sowie Arzt und Mensch sein an sich. Auch wenn ich mich weniger für diesen Zweig der Radiologie interessiere und es mir schwer fiel mich einzusehen war es optimal hier zu starten und rundum eine wertvolle Erfahrung bei der auch der Spaß nicht auf der Strecke blieb. 

Für die zweite Woche bin ich an den Knochenplatz rotiert. Es empfiehlt sich mal einen Vormittag zu den MTRA's zu gehen und sich anzuschauen wie die Aufnahmen gemacht werden die man später an den Bildschirmen befundet. Vor allem zu Beginn erleichtert es gerade bei Aufnahmen des Schultergelenkes sich zurecht zu finden. Die Ärzte am Knochenplatz pflegen einen lockeren und entspannten Umgangston, zeigen einem anhand der Fälle worauf man achten muß und meist findet sich auch noch Zeit für fallbezogene Kurzteachings. Ca. einmal pro Schicht klingelt hier auch der Voralarm. Dann muß das Knochenteam in den Schockraum der benachbarten Rettungsstelle und wartet gemeinsam mit den Unfallchirurgen und Anästhesisten auf das Eintreffen eines Polytrauma-Patienten. Hier sind die Radiologen vor Ort für den FAST-Sono-Scan und die Röntgenbilder zuständig. Sofern keine vitale Bedrohung festgestellt wird, die noch im Schockraum versorgt werden muß werden Polytraumata sofort rüber ins CT gefahren. Es liegt in der Natur der Sache, daß man im Schockraum nicht viel Fragen, geschweige denn was machen kann und viel damit beschäftigt ist nicht im Weg zu stehen aber es war immer sehr interessant und auch beeindruckend. 

Die dritte Woche brachte mich zum CT. Hier ist immer viel zu tun und die Ärzte sind über jede 

Hilfe dankbar, so daß man viele Aufklärungsgespräche für Kontrastmitteluntersuchungen und 

Zugänge legen kann wenn man möchte. Je nach Arzt ist man im CT manchmal ein bißchen verloren aber mit ein bißchen Eigeninitiative und Flexibilität kommt man auch hier zurecht. Wenn man möchte kann man auch zum Spätdienst ab 14Uhr kommen. Für die Komplexität der CT-Befundung empfand ich das Teaching hier zu knapp, was aber bei der Arbeitsbelastung der CT-Ärzte nicht verwundert. Je nach Dienstplan bietet es sich auch an mal einem Arzt des MVZ über die Schulter zu schauen, die sitzen öfter neben an zum Befunden und man sieht hier im Grunde das volle Spektrum der radiologischen Diagnostik querbeet, außer Sono natürlich. 

Zur vierten und fünften Woche durfte ich in die Sono, was eigentlich auch mein Hauptgrund für 

diese Famulatur war. Das junge Team unter Leitung der Oberärztin Frau Dr. med. Thieme versprüht auch bei großem Andrang Ruhe und Gelassenheit, so daß man sich als Famulant stets willkommen, gefordert und gefördert fühlt. Da ich als Tutor der Sono-AG schon einigermaßen vertraut mit den Geräten war durfte ich gleich ran und selbständig Patienten vorschallen. Im Anschluß habe ich einem der Ärzte meinen Patienten samt Befunde kurz vorgestellt, so daß er mich im Nachschall überprüfen und sicherstellen konnte, daß der Patient adäquat untersucht wurde. Aus den Ergebnissen meines Vorschalls und den ärztlichen Korrekturen des Nachschalls schrieb ich dann für jeden von mir untersuchten Patienten den Befund, welcher durch den nachschallenden Arzt gegengelesen und von Oberarztstelle freigegeben wurde. Dieses Vorgehen ist für den eigenen Lernfortschritt äußerst effektiv und man merkt richtig wie man von Patient zu Patient besser und sicherer wird. Wenn gerade mal weniger los war oder "nur" Beinvenen zu schallen waren, kann man auch einen der Ärzte zum Stationsschall mit dem mobilen Gerät begleiten oder man steckt seine Nase kurz in ein Sono-Buch. 

Meine letzte Station war dann, glücklicherweise, doch noch der Thoraxplatz. Diese Stelle ist heiß umkämpft, da die resolute Oberärztin - eine Koryphäe auf ihrem Gebiet - mit Assistenzärzten und PJlern auf Monate ausgebucht ist und ich als einfacher Famulant nur schlechte Chancen hatte kurzfristig reinzurutschen. Mein Glück war, daß selbige Oberärztin sich vier Wochen Urlaub nahm und so ihre Arbeit von erfahrenen Assistenzärzten übernommen wurde, zu denen ich mich dazu setzten durfte. Hier fängt man dann nochmal bei absolut Null an. Ich fand es sehr schwierig aber auch spannend aus den Bildern wenigstens näherungsweise die richtigen Schlüsse zu ziehen. Besonders schwierig waren die Intensiv-Lungen, da Bedside nur AP-Aufnahmen im Liegen gemacht werden können was die diagnostischen Bedingungen in vielerlei Hinsicht verschlechtert. Auch wenn der gefühlte Lernerfolg am Thoraxplatz der langsamste aller von mir besuchten Stationen war, kann ich nur Jedem der die Chance bekommt empfehlen sie wahr zu nehmen und so viele Lungen zu Befunden wie es geht. Wie immer ist es ratsam mit den gesündesten Lungen zu 

beginnen. 

Es gibt auch die Möglichkeit an weiteren Stationen, wie z.B. am MRT oder am interventionell tätigen Angio-CT zu famulieren. 

Generell kann man sagen, daß das Team der Radiologie des CVK Famulanten gegenüber sehr freundlich ist und wir gern gesehen sind. Meist geht man mit den Ärzten zusammen Essen und wird manchmal auch noch eingeladen. Man lernt hier viel, wird schnell kollegial integriert und erhält Einblicke in das Berufsfeld. Als späteren Fachbereich könnte ich mir die Radiologie inzwischen vorstellen allerdings bleibt die Anästhesie vorerst auf Platz Eins. 

Ich Danke dem gesamten Team der Radiologie für eine lehrreiche und schöne Famulatur! 

Stephan M. 19.12.2011 - 06.04.2012 - CVK

Mit großer Begeisterung habe ich mein Wahltertial in der Radiologie des CVK absolviert. Bereits durch Erfahrungen unserer Vorgänger war ich positiv auf das Tertial in der Radiologie des CVK gestimmt. Meine Erstwahl ließ keine Wünsche offen und hat alle meine Erwartungen erfüllt und teilweise übertroffen. 

Es ist eine große Abteilung, welche viele Möglichkeiten bietet. Als universitäre Einrichtung werden neue Erkenntnisse direkt praktisch angewandt. Als Student hat man beispielsweise die Möglichkeit das konventionelle Röntgen, welches in einen Thorax-, Knochen- und Magenplatz unterteilt ist sowie die Sonographie, aber auch Schnittbildverfahren, wie die CT und die MRT, näher kennen zu lernen. 

Das Ausbildungssystem ist sehr vorbildlich. Assistenzärzte erarbeiten selbstständig ihre Fälle und besprechen diese immer persönlich mit erfahrenen Oberärzten. Dabei werden alle offenen Fragen direkt geklärt. Stets sind die Oberärzte gewillt, ihre Erfahrungen mit den Assistenzärzten zu teilen, ein Feedback und Anregungen eingeschlossen. In dringenden Fällen kann zu jeder Zeit der direkte und schnelle Weg über das Telefon gewählt werden. Diese Lernschleife ist optimal. Im Gegensatz zu anderen Fachrichtungen hat sich dieser Punkt als ein besonderer herauskristallisiert. Man wird mit Sicherheit dienstfähig und zunehmend ein guter Radiologe. 

Von dieser Art der Ausbildung profitiert auch der Student sehr stark. Man wird gleichberechtigt anerkannt und bearbeitet von Beginn an seine Fälle selbstständig. Es besteht immer die Möglichkeit diese dann mit dem jeweiligen Assistenten und/oder mit dem Oberarzt zu besprechen und entsprechend Korrekturen vorzunehmen. Auf Rückfragen muss man sich einstellen, sie dienen aber immer dazu, die Konzentration auf entscheidende Dinge zu schulen. Ein besonderes Merkmal ist zudem, dass man als Student sehr viel Zeit erhält, um die Befunde sauber und systematisch zu erarbeiten. Es besteht die Möglichkeit an den Besprechungen der Assistenzärzte mit den Oberärzten immer teilzunehmen und sich aktiv einzubringen. Man merkt sehr schnell, wie man bei der Befundung sicherer und schneller wird. 

Um das PJ-Tertial effektiv zu gestalten, ist es empfehlenswert sich zu Beginn mit den Grundlagen zu beschäftigen, in erster Linie mit der Anatomie. Im nächsten Schritt sollte man diese unter Berücksichtigung der Möglichkeiten und Grenzen der jeweiligen Methode in Bezug auf die radiologischen Verfahren anwenden. Wenn man diese Sicherheit gewonnen hat, kann man seine Konzentration den Pathologien zuwenden und diese in einen klinischen Zusammenhang bringen. Die klinischen Kenntnisse sind dabei unerlässlich. In Anbetracht dessen, dass sich die Radiologie mit allen Bereichen des menschlichen Körpers beschäftigt, merkt man, dass man viel Zeit zum Studium aufbringen muss. Es werden einem ausreichende Möglichkeiten und Zeit gegeben, um sich theoretische und praktische Fertigkeiten anzueignen. Umso effizienter man sich selbstständig ein Gerüst aus Grundlagen erarbeitet, desto größer wird der Lernerfolg und in der Folge die Motivation.

Es finden regelmäßig und reichlich Fortbildungen für die Ärzte und Studenten statt. Inhalte der Veranstaltungen sind strukturierte Vorträge zu bestimmten Themen, Fallbeispiele einschließlich Differenzialdiagnosen sowie wissenschaftliche Vorträge unter Berücksichtigung der aktuellen Literatur zum jeweiligen Themengebiet. 

Die Ärzte und MTAs sind alle insgesamt sehr nett und hilfsbereit. Es wird immer die Zeit für Erklärungen gefunden. Untereinander hilft man sich auch gerne weiter. Ein Blick bei den MTAs ist ebenfalls lohnenswert. Auch hier werden einem die Grundzüge und Umsetzung der Bildverfahren erläutert. Es dient in jedem Fall dem Verständnis. Es war insgesamt ein sehr angenehmes Arbeitsklima.  

Das Ansehen des PJlers ist insgesamt als sehr hoch zu werten. Von den Ärzten und MTAs wird man sehr respektvoll behandelt. Im Gegensatz zu manch anderer Fachrichtung, gibt es so etwas wie „Studentenarbeit“ in der Radiologie nicht. Man ist stets mit ärztlichen Tätigkeiten beschäftigt und kann seinen Geist frei entfalten. 

  

Fazit: 

Dieses Tertial hat meinen Berufswunsch im Bereich der Radiologie in jeder Hinsicht gefestigt. Darüber hinaus habe ich viel Wissen für mein Leben und das bevorstehende Examen sammeln können. Gerne erinnere ich mich an die Zeit in der Radiologie des CVK

Stephan M. 

Evelyn D. 12.03.2012 - 10.04.2012 - CVK

Die Famulatur im Virchow-Klinikum in der Radiologie war meine letzte Famulatur vor 

dem PJ. Ich hatte bereits einen Famulatur in der Radiologie absolviert, allerdings in einer radiologischen Praxis. Dementsprechend wollte ich diesmal den radiologischen Alltag in der Klinik kennen lernen. 

Für die ersten zwei Wochen war ich im CT eingeteilt. Hier hatte man die Möglichkeit, den Ärzten beim Befunden über die Schulter zu schauen und - wenn man es sich zutraute - auch selber Befunde zu schreiben und diese sowohl mit einem Assistenzarzt als auch mit dem zuständigen Oberarzt durchzusprechen. Das Spektrum an CT-Untersuchungen, das man sieht, ist sehr groß (neuroradiologische Untersuchungen gehören ebenfalls dazu). Auch ungewöhnliche Krankheitsbilder gehören hier zum medizinischen Alltag, z.B. habe ich an einem Tag zwei Fälle von Echinokokkus granulosus gesehen. 

Zu den weiteren Aufgaben im CT gehörte es, Zugänge zu legen und Patienten für die Untersuchung aufzuklären. 

In der dritten Woche bin ich an den Knochenarbeitsplatz rotiert, wo man lernen konnte, Röntgenbilder zu beurteilen und zu befunden. Auch hier wurde man schnell in den Tagesablauf integriert und konnte seine eigenen Befunde schreiben. 

In meiner letzten Famulaturwoche war ich in der Sonographie eingeteilt. Diese hat insgesamt vier Behandlungsräume, in die parallel Patienten aufgerufen werden. Als Student hat man die Möglichkeit, einen Patienten „vorzuschallen“ und seinen Befund einem Arzt vorzustellen, der die eigentliche Untersuchung durchführt. Am Anfang war dies sicherlich schwieriger, da man natürlich nicht unbegrenzt Zeit hat, um den Patienten zu schallen. Sofern man keine Vorkenntnisse im Ultraschall hat, würde ich jedem Studenten empfehlen, auf jeden Fall für mindestens zwei Wochen in der Sonographie zu bleiben, da ansonsten der Lerneffekt eher gering bleibt. 

Zusätzlich gibt es noch ein breites Teaching-Angebot, das man als Student wahrnehmen kann. Jeweils Dienstag und Donnerstag morgens gibt es ein halbstündiges Teaching zu jeweils wechselnden Themen (z.B. Knie-MRT). Montag, Mittwoch und Donnerstag wird jeweils eine Nachmittagsbesprechung gehalten, wobei am Donnerstag vor allem klinische Studien besprochen werden. Ein besonderes Highlight ist sicherlich die Vorlesung von Professor Oestmann, die freitags um 8 Uhr stattfindet.

Wer die Lehrbücher von ihm kennt, wird auch von der Vorlesung nicht enttäuscht sein, die sehr informativ und auch unterhaltsam gestaltet ist. 

Es besteht zudem die Möglichkeit, morgens mit in die Morgenkonferenzen der anderen Kliniken zu gehen, z.B. in die gastroenterologische oder allgemeinchirurgische Besprechung. Dort werden von dem zuständigen Radiologen CT-/MRT- Aufnahmen der dort behandelten Patienten vorgestellt. 

Insgesamt hat mir die Famulatur sehr gut gefallen. Als besonders positiv habe ich das gute Arbeitsklima empfunden und die Art zu Weise, wie man als Student in den Arbeitsalltag integriert wurde. Dadurch konnte man viel mitnehmen und hat so auch eine Menge gelernt. 

Vielen Dank an das gesamte Radiologie-Team für die schöne Zeit! 

Evelyn D.