Geschichte der Radiologie in Berlin seit 1896

Eine wesentliche Feststellung sei vorangestellt: entdeckt wurden die Röntgenstrahlen in Berlin nicht! Dies ist eine für Berliner unerfreuliche, aber historische Tatsache.
Dennoch, wie in keiner anderen Stadt Deutschlands spiegelt sich in Berlin die wechselvolle Entwicklung der Radiologie wieder, ein Fachgebiet, das heute zu den medizinischen Disziplinen mit den beeindruckendsten Innovationen zählt.

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Die Bedeutung Berlins für die Radiologie

Berlin war sowohl Schauplatz glänzender Veranstaltungen mit enormem Anschub für die Entwicklung der Röntgenologie und Radiologie aber auch Ort von Krisensitutationen des Fachgebiets in den Zeiten der Kriege, der Nachkriegswirren und der bedrückenden Teilung der Stadt.

Sicherlich war es bedingt durch den Wohnsitz Kaiser Wilhelms des II. im Stadtschloss der Hauptstadt des deutschen Kaiserreichs, dass Wilhelm Conrad Röntgen am 12. Januar 1896, wenige Wochen nach der von ihm am 8. November 1895 gemachten Entdeckung, in Berlin dem Regenten über "Eine neue Art von Strahlen" berichten durfte.

Kein schicksalhafter Zufall war es allerdings, dass hier in Berlin am 11. - nach anderen Angaben auch am 18. März 1898 - die erste Röntgengesellschaft der Welt, die "Röntgenvereinigung zu Berlin" durch Max Immelmann und weitere 14 Gründungsmitglieder ins Leben gerufen wurde. "Röntgenvereinigung" wurde sie genannt, da am 23. Januar 1896 auf Vorschlag des greisen Anatomen Köllicker die zunächst als X-Strahlen bezeichneten nach W. C. Röntgen benannt wurden. Die Berliner Röntgengesellschaft ist damit die älteste Röntgengesellschaft der Welt überhaupt. Immelmann, ein Orthopäde, betrieb eine "Anstalt für Orthopädie und Pneumatotherapie", die mit einem Röntgengerät ausgerüstet wurde. Ein Mitbegründer der Röntgenvereinigung, Max Levy-Dorn, war Chirurg und beschäftigte sich auch mit Neurologie und Physiologie. Ab 1896 interessierte er sich für die Anwendung der Röntgenstrahlen und richtete in seiner Praxis ein Röntgenlaboratorium ein. Dies war das erste ärztlich geleitete Röntgeninstitut Berlins. Die erste in einer Klinik gelegene Röntgeneinrichtung Berlins wurde ebenfalls bereits im Jahre 1896 eingerichtet, und zwar an der Chirurgischen Klinik der Charité.

Levy-Dorns Anregungen war es zu verdanken, dass 1903 ein "Zentralinstitut für Untersuchungen und Behandlungen mit Röntgenstrahlen" im Rudolf-Virchow-Krankenhaus eröffnet werden konnte. Max Levy-Dorn wurde dessen erster leitender Arzt. Auch die anderen Gründungsmitglieder verfügten über klingende Namen, so Walter Cowl, Gustav Schütz, der Physiker Walter Wolf und Richard Eberlein, ein Veterinärmediziner. Er wurde Vorsitzender der Röntgenvereinigung und später Präsident des ersten Röntgenkongresses.

Am 4. April 1898 wurde in Berlin die erste wissenschaftliche Sitzung der Röntgenvereinigung im sogenannten medico-mechanischen Privatinstitut Immelmanns, im Blumeshof Nr. 9, später Lützowstr. 72, abgehalten. Weitere Veranstaltungen folgten in der Ziegelstraße 10/11 im sogenannten Langenbeck-Haus, das im Jahre 1892 von der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie errichtet wurde. In diesem Haus befand sich auch seit 1906 die Bibliothek der Deutschen Röntgengesellschaft, um deren Bestandserweiterung sich vor allem Eberlein Verdienste erwarb. 1915 wurde von der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und der Berliner Medizinischen Gesellschaft das Langenbeck-Virchow-Haus in der Luisenstr. 56 erbaut. Dieses Haus diente über einen längeren Zeitraum als Veranstaltungsort der wissenschaftlichen Sitzungen der Röntgenvereinigung und nahm auch die Bibliothek auf.

Das im März 1906 seiner Bestimmung übergebene Kaiserin-Friedrich-Haus als Sitz des Zentralkomitees für die Ärztliche Fortbildung in Preußen (1901 gegründet) enthielt auch ein eigenes sogenanntes Röntgenlaboratorium. Hier bot ebenfalls bereits im Jahre 1906 Immelmann Kurse der Röntgenologie mit praktischen Übungen zu Fortbildungszwecken an.

Eine seit etwa dieser Zeit geplante Einrichtung eines Röntgenmuseums konnte allerdings erst im Juni 1910 verwirklicht werden. Museumsräume wurden im Neubau der Kaiser-Wilhelm-Akademie für das militärische Bildungswesen zur Verfügung gestellt, um Exponate wurde vor allem auf den Kongressen der Deutschen Röntgengesellschaft geworben.

Ein historischer Tag für die Berliner Röntgengeschichte ist sicherlich der 4. Oktober 1904. An diesem Tag beschlossen die Mitglieder der Röntgenvereinigung Berlin anlässlich der 10-jährigen Wiederkehr der Entdeckung der Röntgenstrahlen die Organisation eines Röntgenkongresses, der mit einer wissenschaftlichen Ausstellung verbunden wurde. Dieser Kongress fand statt - ausgerichtet von der Berliner Röntgenvereinigung - vom 30. April bis zum 3. Mai 1905 als "1. Deutscher Röntgenkongress". Kongressort war das Kongresslokal "Ressource zur Unterhaltung" in der Oranienburger Str. 18, am Monbijouplatz gelegen. Die Organisation des Kongresses lag in den Händen von Immelmann, der auch den Festvortrag mit dem Thema "Die Bedeutung der Röntgenstrahlen für die Medizin" gestaltete. W. C. Röntgen konnte allerdings aus Krankheitsgründen leider nicht teilnehmen. 

Prof. Dr. med. Walter Reisinger

Kurze Geschichte der Klinik für Radiologie (mit dem Bereich Kinderradiologie) an der Charité - Universitätsmedizin Berlin

Die Geschichte der jetzigen Klinik für Radiologie (mit dem Bereich Kinderradiologie) an der Berliner Charité beginnt im Jahre 1938 und ist mit dem Namen des berühmten Chirurgen Sauerbruch verbunden. Sauerbruch plante zu dieser Zeit den Neubau eines Operationstraktes für seine Chirurgische Klinik. Sicher beeinflusst von den Ideen der Röntgenologen Grashey und Cowl, welche 1927 mit Sauerbruch nach Berlin gekommen waren, wollte er sowohl einen Lehrstuhl für Radiologie begründen als auch ein selbständiges radiologisches Universitätsinstitut errichten.

Bis zu diesem Zeitpunkt existierten lediglich unterstellte Röntgenabteilungen u. a. auch an der I. Medizinischen Klinik sowie an der Chirurgischen Klinik. Letztere wurde von Cowl geleitet. Auch Lehrveranstaltungen über die Röntgenologie wurden bis zum Jahre 1928 lediglich von Vertretern anderer medizinischer Fachdisziplinen durchgeführt. Erst seit 1929 wurde eine eigenständige Röntgenologievorlesung angeboten, die wiederum von Cowl gehalten wurde.

Die Gründung des neuen Instituts mit dem Namen "Universitätsinstitut für Röntgenologie und Radiologie und strahlentherapeutische Klinik" erfolgte am 3. Juli 1939. Erster Direktor und gleichzeitig Inhaber des Lehrstuhls Röntgenologie wurde Karl Frik.

Untersuchungs- und Arbeitsräume waren in der Chirurgischen Klinik eingerichtet und zwar in den Untergeschossen des Operationstraktes. Zu den ersten Mitarbeitern Friks gehörten u. a. L. Diethelm, B. Bürgel und C. Esser. Karl Frik leitete die Klinik bis zu seinem Tode 1944.

Nachfolger wurde Henri Chaoul, der Begründer der nach ihm benannten Nahbestrahlung.

Ihm folgte im Jahre 1945 der bereits achtzigjährige Rudolf Grashey, einer der Großen der deutschen Radiologen. Bis Kriegsende, das auch die röntgendiagnostischen Einrichtungen der Charité in vielfach stark zerstörtem Zustand vorfand, änderte sich an der Struktur der Röntgendiagnostik nichts Wesentliches. Die schweren Nachkriegszeiten mussten vorrangig der Wiederherstellung der röntgenologischen Kapazitäten gewidmet werden, zu strukturellen Änderungen bestand kein Anlass.

Von 1949 bis 1951 wurde die Klinik kommissarisch von Ernst Dörffel geführt. Dörffel, ein Nuklearmediziner, leitete gleichzeitig von 1956 bis 1968 die Isotopenabteilung der Geschwulstklinik der Charité.

Im Jahre 1951 folgte der Direktor der Radiologischen Universitätsklinik Leipzig, Fritz Gietzelt dem Ruf zur Übernahme des Lehrstuhls für Röntgenologie sowie des Direktorats des Röntgeninstituts an der Charité. Bis dahin existierten neben dem eigentlichen "Zentralinstitut" noch 10 weitere kleinere Röntgenabteilungen, die den unterschiedlichsten Kliniken der Charité zugeordnet waren. Gietzelts Lebenswerk war allerdings der Aufbau der Geschwulstklinik der Charité, die er zu einem großen onkologischen Zentrum ausbaute.

Im Jahre 1959 übernahm Günter Liess das Direktorat des Instituts und stand ihm bis 1985 vor. In diesem Zeitraum entwickelte sich vor allem die Angiographie, deren Wertigkeit zunehmend wuchs und sich darin ausdrückte, dass im Jahre 1981 die Abteilung für Angiographie des Instituts in ein selbständiges "Institut für kardiovaskuläre Diagnostik" unter dem weltbekannten Werner Porstmann umgewandelt wurde. In Angriff genommen wurde auch die Zentralisierung der damals an den Kliniken angesiedelten und ihnen unterstellten kleineren Röntgenabteilungen. Diese Konzentrations- und Integrationsbemühungen verliefen zunehmend erfolgreich, den verläufigen Abschluss bildete im Jahre 1980 die Übernahme der Röntgenabteilungen der beiden Medizinischen Kliniken und der Medizinischen Poliklinik.

1985 übergab Liess das Direktorat des Instituts an Meinhard Lüning. Unter der Leitung des als Direktor für Neubau und Rekonstruktion berufenen Geerd Dellas war Lünung seit 1977, gemeinsam mit Liess und Porstmann, maßgeblich beteiligt an der Planung der röntgendiagnostischen Einrichtungen für dieses größte Bauvorhaben der Charité seit Kriegsende. Mit der Fertigstellung des Neubaus der Charité, dem Bettenhaus und den Funktionstrakten, fand auch die Klinik für Röntgendiagnostik ein neues Domizil in der 2. Ebene des Neubaus an der Luisenstraße mit einer für damalige Verhältnisse sehr guten technischen Ausstattung. Der Neubau wurde im März 1981 bezogen und bot erstmalig auch adäquate Darbietungsmöglichkeiten für die moderne bildgebende Diagnostik. Letztere fand zunehmend Eingang am Röntgeninstitut, so die Ultraschalldiagnostik ab 1973, die Computertomographie am Gerät der Nervenklinik 1979 und an einem eigenen Gerät 1982. Die Inbetriebnahme des ersten Magnetresonanztomographie-Gerätes im Röntgeninstitut der Charité erfolgte im Jahre 1987, dies blieb bis zur Wende 1989 auch das einzige Gerät in der DDR. Die weiterhin angstrebte und zielbewusst betriebene Zentralisierung der Röntgendiagnostik machte deutliche Fortschritte, so wurden nach und nach die Röntgenabteilungen in der Klinik für Kinderheilkunde, in der Klinik für Neurologie und Psychiatrie sowie in der Klinik für Onkologie in den Institutsverband einbezogen.

Nach der Wende, nach der sich über einen längeren Zeitraum sowohl die Euphorie eines möglichen Neubeginns als auch die drohende Gefahr einer Abwicklung der gesamten Charité die Waage hielten, übernahm Walter Reisinger kommissarisch für einen kurzen Zeitraum (1993 bis 1994) die Leitung des Instituts. Die Institutsstrukturen blieben erhalten, ebenso wurden die Krankenversorgung, die Lehre und eingeschränkt auch die Forschung weitergeführt.

Seit 1994 ist Bernd Hamm Direktor des Instituts und Lehrstuhlinhaber. Die Klinik hat jetzt die offizielle Bezeichnung "Klinik für Radiologie mit den Abteilungen Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie". Unter Bernd Hamms Leitung gelang eine in der Geschichte des Instituts bisher einmalige Weiterentwicklung. 

Als Zentralinstitut für die Versorgung der Kliniken und Institute am Standort Mitte mit radiologischen Leistungen verfügt die Klinik über eine vorzügliche Ausstattung mit modernen bildgebenden Geräte- und Datenverarbeitungssystemen, ist sinnvoll neu strukturiert und rekonstruiert und kann auf anerkannte Leistungen in Lehre und Forschung verweisen. 

Prof. Dr. med. Walter Reisinger

Direktoren des Institus für Radiologie

Karl Frik 
geb. 1878, gest. 1944 
Direktor: 1939 - 1944
Karl Frik geb. 1878, gest. 1944 Direktor: 1939 - 1944
Henri Chaoul 
geb. 1887, gest. 1964 
Direktor: 1944 - 1945
Henri Chaoul geb. 1887, gest. 1964 Direktor: 1944 - 1945
Rudolf Grashey 
geb. 1876, gest. 1950 
Direktor: 1945 - 1949
Rudolf Grashey geb. 1876, gest. 1950 Direktor: 1945 - 1949
Foto: Ernst W. Dörffel 
geb. 31.10.1908, gest. 27.07.1984
Ernst W. Dörffel geb. 31.10.1908, gest. 27.07.1984
Fritz Gietzelt 
geb. 1903, gest. 1968 
Direktor: 1951 - 1959
Fritz Gietzelt geb. 1903, gest. 1968 Direktor: 1951 - 1959
Günter Liess 
geb. 1922, gest. 1999 
Direktor: 1959 - 1985
Günter Liess geb. 1922, gest. 1999 Direktor: 1959 - 1985
Meinhard Lüning 
geb. 1940 
Direktor: 1985 - 1993
Meinhard Lüning geb. 1940 Direktor: 1985 - 1993
Walter Reisinger 
geb. 1938 
kommissarischer Direktor: 1993 - 1994
Walter Reisinger geb. 1938 kommissarischer Direktor: 1993 - 1994
Bernd Hamm 
geb. 1953 
Direktor seit 1994
Bernd Hamm geb. 1953 Direktor seit 1994

Geschichte in Bildern: Das Röntgen-Poster im Anmeldebereich

Die Klinik für Radiologie (mit dem Bereich Kinderradiologie) würdigt Leben und Werk von W. C. Röntgen mit einem Poster in Großformat. 
Seit dem 29. August 2003 ziert nach langer Planungs- und Produktionsphase ein Poster im Großformat (3,0 m x 1,5 m) den Wartebereich vor der Röntgen-Anmeldung. Damit würdigt die Klinik für Radiologie Leben und Werk von W. C. Röntgen. Vor einigen Monaten wurde eine Bronze-Büste W. C. Röntgens der Klinik für Radiologie durch den ehemaligen Chefarzt der Röntgenabteilung des Krankenhauses Moabit, Prof. Dr. Tänzer, überlassen. Die Erstellung dieses Posters steht damit in Zusammenhang und soll der Figur einen würdevollen Rahmen geben.

Der Text des Posters und die Bilder sind sehr lesenswert und informativ. Patienten, die auf eine Untersuchung warten müssen, werden sicher viel Neues bei der Lektüre des Posters lernen. Einige der gezeigten Bilder wurden uns vom Deutschen Röntgenmuseum in Remscheid überlassen. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bei Herrn Ulrich Henning, dem Leiter des Museums bedanken. Zusätzlich ist dem Poster eine Darstellung der modernen Anwendung der Röntgenstrahlen zu entnehmen, die mit Bildbeispielen des Instituts für Radiologie illustriert wurden. 

Webmaster Team

Bilder des Röntgen-Posters

Wilhelm Conrad Röntgen 27.05.1845 - 10.02.1923 Physiker - Forscher - Nobelpreisträger

Leben und Werk - Die bahnbrechende Entdeckung

Am späten Abend des 08. November 1895 arbeitet der Physikprofessor Wilhelm Conrad Röntgen noch im Laborraum des Physikalischen Instituts in Würzburg (Abb. 1) und führt ein Experiment mit einer Gasentladungsröhre durch. Das Zimmer ist abgedunkelt, auch die Glasröhre, in der Hochspannungsblitze erzeugt werden, ist völlig lichtdicht abgedeckt. Plötzlich bemerkt Röntgen zu seinem Erstaunen, dass eine sich im Raum befindliche mit Bariumplatinzyanür bestrichene Pappe, die als Fluorenszenzschirm dient, rhythmisch aufleuchtet, ohne dass sie von Lichtstrahlen getroffen wird. Bei der interessierten Betrachtung des Phänomens stellt Röntgen fest, dass der Fluoreszenzschirm immer dann aufleuchtet, wenn in der Entladungsröhre akustisch hörbar ein Funken erzeugt wird. Nun hellwach bringt Röntgen unterschiedliche Materialien in den Raum zwischen der Röhre und dem Schirm und stellt fest, dass Holzstücke, Papier und Stoff den Aufleuchteffekt nicht verändern, jedoch Bleche aus Blei und Platin die Leuchterscheinung verhindern.

Dunkel ahnend, hier einem bisher unerforschten Geheimnis der Natur auf die Spur gekommen zu sein, stürzt sich Röntgen in fast fieberhaftem Forschungsdrang auf die Entschlüsselung der nicht erklärbaren Vorgänge. In den folgenden Tagen und Wochen verlässt er kaum sein Labor (Abb. 2) und macht eines Nachts eine fast gespenstische Entdeckung: Als er seine Hand zwischen die Röhre und einen mit fluoreszierendem Material beschichteten Schirm hält, sieht er darauf die knöchernen Konturen seiner Finger. Bei einem weiteren Experiment bemerkt Röntgen, dass die Strahlen, denn um solche muss es sich handeln, auch in der Lage sind, fotografische Filme zu schwärzen. So lässt er eines Tages seine Frau ihre Hand in den Strahlengang halten und stellt dahinter eine fotografische Platte auf. Die wahrscheinlich mehr als 30 Minuten lang belichtete und anschließend entwickelte Fotoplatte mit der Abbildung des knöchernen Handskeletts seiner Frau Anna Bertha (Abb. 3) - deutlich erkennbar auch der Ring am Ringfinger - ist eine der ersten Röntgenaufnahmen überhaupt.

Am 28. Dezember 1895 überreicht Röntgen dem Sekretär der Physikalisch-medizinischen Gesellschaft an der Universität Würzburg das Manuskript einer Arbeit mit dem Titel "Eine neue Art von Strahlen". Darin beschreibt Röntgen die von ihm als X-Strahlen bezeichneten Phänomene und gibt dazu eine solche Vielzahl von physikalischen Detailinformationen, dass in den folgenden Jahrzehnten nur noch solche weiteren Eigenschaften der X-Strahlen gefunden werden, die Röntgen zum Zeitpunkt seiner Entdeckung nach dem damaligen Stand der Technik gar nicht nachweisen konnte. Die sofort gedruckte Arbeit findet großes Interesse in Fachkreisen und gelangt auch zu einem österreichischen Universitätsprofessor und durch diesen in die Presse. Am Sonntag, den 05. Januar 1896 veröffentlicht eine österreichische Zeitung ("Die Presse") unter der Überschrift "Eine sensationelle Entdeckung" Einzelheiten zu Röntgens Forschungsergebnissen. Nun breitet sich die Nachricht sehr schnell in Deutschland aus und am 13. Januar 1896 lässt sich der deutsche Kaiser Wilhelm II. von Röntgen persönlich über seine Entdeckung Bericht erstatten (Abb. 4). Überaus beeindruckt von der Schilderung und experimentellen Vorführung des von Röntgen neu entdeckten "Lichts", wie die Hofberichterstatter es bezeichnen, verleiht ihm der Monarch den Königlichen Kronenorden II. Klasse und lädt ihn zur Abendtafel.

Auch in vielen Ländern Europas wird Röntgens Entdeckung teilweise enthusiastisch aufgenommen. Am 23. Januar 1896 erscheint Röntgens Arbeit in der renommierten Londoner Zeitschrift "Nature", am 8. Februar 1896 in der französischen Zeitschrift "L´ Eclairage Electrique" und am 14. Februar dann auch jenseits des Atlantik in der amerikanischen "Sience". Der bekannte amerikanische Erfinder Thomas Alva Edison versuchte umgehend, technische Anwendungsmöglichkeiten der neuen Strahlenart herauszufinden.

In wenigen Wochen wurde so Röntgens Entdeckung in der ganzen Welt bekannt und war Anlass für viele Wissenschaftler, und nicht nur Physiker, sich intensiv mit den neu entdeckten Strahlen zu beschäftigen.

In Würzburg findet 1896 die erste öffentliche Vorstellung der noch als X-Strahlen bezeichneten neuen Strahlen statt. Hier demonstriert Röntgen am 23. Januar im Hörsaal des Physikalischen Instituts (Abb. 5) die Wirkung seiner Strahlen und fertigt vor dem begeisterten Publikum eine Aufnahme des Skeletts der Hand des berühmten Anatomen Geheimrat Albert von Koelliker an. Koelliker ist so bewegt und beeindruckt, dass er spontan den Vorschlag macht, die X-Strahlen künftig nach ihrem Entdecker "Röntgen-Strahlen" zu nennen.

Und so tragen die von Wilhelm Conrad Röntgen entdeckten Strahlen seit Januar 1896 im deutschsprachigen Raum seinen Namen.

Prof. Dr. med. Walter Reisinger

Leben und Werk W.C. Röntgens Lebenslauf

Wilhelm Conrad Röntgen wurde als Sohn des Tuchfabrikanten Friedrich Conrad Röntgen am 27. März 1845 in Lennep im Bergischen Land (Abb. 6) geboren. Als Röntgen drei Jahre alt war, siedelte die Familie Röntgen in die Niederlande um, dort wuchs Wilhelm Conrad in Apeldoorn und in Utrecht auf. In Utrecht (Abb. 7) besuchte er eine technische Schule, die er jedoch ohne Abschlusszeugnis wegen eines Jugendstreiches verlassen musste, den er zwar nicht begangen hatte, dessen man ihn aber verdächtigte. Auch bei dem Versuch, dennoch das Abitur abzulegen (die Kenntnisse und das Wissen hatte sich Röntgen an einer privaten Schule erworben) hatte Röntgen Pech: Der Prüfer war ausgerechnet jener Lehrer, der seinerzeit Röntgens Abgang von der Schule bewirkt hatte.

Nach einem Jahr meldete sich Röntgen zu einer Aufnahmeprüfung an der Universität Utrecht an. Er hätte nach Bestehen dieser Prüfung sich auch ohne Abitur als Student einschreiben können. Sein Antrag wurde jedoch zu seinem Leidwesen abgelehnt.
Als Röntgen erfuhr, dass am Schweizer Eidgenössischen Polytechnikum (Abb. 8) in Zürich ein Studium auch ohne Abitur möglich sei, bewarb er sich und konnte im Frühjahr 1867 das Studium eines Maschinenbauingenieurs aufnehmen. Hier findet sich eine Parallele zu einem ebenfalls sehr prominenten Wissenschaftler, nämlich Albert Einstein. Auch dieser studierte ohne Abiturprüfung in Zürich: Beide großen Physiker wurden auch ohne allgemeine Hochschulreife Nobelpreisträger!

Das Diplom als Maschinenbauingenieur, welches Röntgen am 6. August 1868 ausgehändigt wurde, enthielt hervorragende Bewertungsnoten. Schon ein Jahr später reichte Röntgen seine Doktorarbeit mit dem Thema "Studien über Gase" an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich ein und promovierte zum Dr. phil. Anschließend wurde Röntgen Assistent bei dem Züricher Experimentalphysiker Prof. August Kundt und begleitete diesen 1870 an die Universität Würzburg, wo Kundt auf den Lehrstuhl für Physik berufen wurde. Allerdings blieb Röntgen in Würzburg die angestrebte Habilitation verwehrt, da er das dafür geforderte Abiturzeugnis nicht vorlegen konnte. Erst in Straßburg, wohin Röntgen seinen Professor wiederum begleitete, war es möglich zu habilitieren und Röntgen wurde am 13. März 1874 der Titel eines Privatdozenten verliehen.

Im Jahre 1875 erhielt der 30-Jährige einen Ruf als Professor für Physik und Mathematik an die Landwirtschaftliche Akademie Hohenheim bei Stuttgart. Da dort allerdings die für eine intensive Forschungsarbeit notwendigen materiellen Bedingungen fehlten, ging Röntgen nach Straßburg zurück und erhielt dort eine Professur für theoretische Physik.

Röntgens wissenschaftliche und experimentelle Tätigkeit und seine Veröffentlichungen machten ihn in akademischen Kreisen so bekannt, dass ihm im Jahre 1879 das Ordinariat (Lehrstuhl) für Physik an der Universität Gießen angetragen wurde, welches er am 1. April antrat. Sicherlich war es eine große Genugtuung für Röntgen, als ihn im Jahre 1888 auch die Universität Würzburg, die ihm einst die Habilitation versagte, den Lehrstuhl für Physik anbot. Röntgen nahm den Ruf an. 1894 wurde er dort auch zum Rektor der Universität ernannt.

Hier in Würzburg begann für Röntgen, wie er auch später einmal bemerkte, die glücklichste und erfolgreichste Zeit seines Lebens. Der Physiker Röntgen entwickelte sich zu einem begeisterten und beharrlichen Forscher, dem es im besonderen Maße gegeben war, "physikalische Probleme zu erkennen und solche Fragestellungen zu finden, die experimentell beantwortbar sind". Gegen Ende des Jahres 1985 arbeitete er intensiv mit einem von dem deutschen Mechaniker Rühmkorff entwickelten Funkeninduktor und einer von Hittorf und Crookes weiterentwickelten Gasentladungsröhre. Am 8. November 1895 gelang ihm dabei im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die Entdeckung der neuen Strahlenart, die von ihm als X-Strahlen bezeichnet wurden. Bis zum Jahre 1900 widmete sich Röntgen intensiv der weiteren Erforschung der neuen Strahlenart, aber auch anderen physikalischen Phänomenen. Im Jahre 1900 folgte Röntgen einem Ruf der Münchener Universität und wurde Direktor des dortigen Physikalischen Instituts.

Röntgen hat übrigens seine Entdeckung nie zum Patent angemeldet, obwohl ihn dies sicher zu einem wohlhabenden Mann gemacht hätte. Wichtiger war ihm deren Einsatz zum Wohle der Menschen. Für seine bahnbrechende Entdeckung und die Gesamtheit seiner wissenschaftlichen und experimentellen Tätigkeit erhielt Wilhelm Conrad Röntgen 1901 den Nobelpreis (Abb. 9). Er war damit der erste Wissenschaftler, der einen Physiknobelpreis erhielt.

1919, nach dem Tod seiner Frau Anna Bertha, mit der er seit dem Jahre 1872 verheiratet war, zog sich Röntgen mehr und mehr aus dem Berufsleben zurück, gab sein Lehramt in München auf und lebte fortan überwiegend in seinem Weilheimer Landhaus. Am 10. Februar 1923 verstarb Wilhelm Conrad Röntgen hoch geehrt im 78. Lebensjahr in seiner Münchener Stadtwohnung.
In Remscheid bewahrt heute das Deutsche Röntgenmuseum (Abb. 10) Röntgens Vermächtnis.

Prof. Dr. med. Walter Reisinger

Das Röntgendenkmal in Berlin

Röntgens großartige Entdeckung sprach sich schnell herum, und so wurde auch der Deutsche Kaiser Wilhelm II. durch eine Zeitungsnotiz aufmerksam. Er lud Röntgen ein zu einem Experimentalvortrag am königlichen Hof in Berlin. Dort berichtete Röntgen am 13. Januar 1896 im Sternensaal des königlichen Schlosses seiner Majestät und einem kleinen Zuhörerkreis von seinen Experimenten. Der sehr beeindruckte Monarch ließ Röntgen daraufhin den Königlichen Kronenorden II. Klasse überreichen. Die Röntgen gewährte Audienz bei Hofe wurde in der Abendausgabe der "Vossischen Zeitung" vom 13. Januar 1896 gebührend gewürdigt.

Die Dimension der Röntgen'schen Entdeckung vorausahnend bestimmte Wilhelm II., dass 1898 an den Brückenköpfen der Potsdamer Brücke am Schöneberger Ufer (Abb. 11) neben den Denkmälern von Helmholtz, Gauß und Werner von Siemens auch eines von Röntgen aufgestellt werden sollte. Röntgen war dabei der einzige der vier berühmten Forscher, dem man bereits zu Lebzeiten und kurz nach seiner epochalen Entdeckung ein Denkmal setzte.

Ein in Berlin tätiger Bildhauer, Reinhold Felderhoff (1865 - 1919), ist der Schöpfer des Röntgendenkmals. Nach anfänglicher Weigerung saß ihm Röntgen in seinem Charlottenburger Atelier Modell in einer Pose (Abb. 12), in der er sinnend die in seiner rechten Hand befindliche Kathodenstrahlröhre betrachtet. Röntgen soll sich später über sein Denkmal lustig gemacht haben, der Künstler habe ihm "eine Insektenspritze statt der X-Strahlenröhre" in die Hand gegeben!

Das Denkmal (Abb. 13) stand dann 45 Jahre an der Potsdamer Brücke, bis es 1942 in Folge der Kriegsereignisse zur Metallgewinnung - wie viele andere Denkmäler in Berlin auch - entfernt wurde. Lange nahm man an, dass Röntgens Denkmal im Schmelzofen geendet sei.

Einige Jahre nach Kriegsende, 1950, wurde im Keller des Krankenhauses Moabit eine Büste entdeckt, von der man annahm, dass sie den ehemaligen Direktor des Krankenhauses Moabit, Prof. von Renvers darstelle. Die Büste wurde unter diesem Namen im Tiergarten aufgestellt.

Im Jahre 1962 inspizierte eine Tochter des Prof. von Renvers die Büste und stellte anhand von Vergleichen mit Fotografien eindeutig fest: Es ist nicht die Kopfbüste ihres Vaters! Der namenlose Kopf stand dann mehrere Jahre im Krankenhaus-Garten in Moabit. Erst später wurde die Büste als Fragment der Sitzfigur Röntgens von der alten Potsdamer Brücke identifiziert.

Während man von den anderen drei Denkmalen keine Spur mehr fand, ist die Erhaltung der Büste von Röntgen möglicherweise der Tatsache geschuldet, dass der bekannte Radiologe und Chefarzt der Röntgenabteilung des Krankenhauses Moabit, Prof. Chaoul, gleichzeitig auch betreuender Arzt des Rüstungsministers Albert Speer war. Möglicherweise hat sich Chaoul bei Speer dafür verwendet, wenigstens den Kopf des Denkmals zu erhalten und im Keller des Krankenhauses Moabit zu lagern.

Unter dem korrekten Namen "Wilhelm Conrad Röntgen" stand das Fragment dann lange in der Eingangshalle der Röntgenabteilung des Krankenhauses Moabit (Abb. 14).
Im Jahre 1990 wurde die Büste in der Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz Berlin im Rahmen der Ausstellung "Ethos und Pathos - Berliner Skulpturen von 1786 bis 1914" gezeigt. Danach stand die Büste wieder im Krankenhaus Moabit bis zum Jahre 2002, dem Jahr der Schließung der bekannten Berliner Krankenanstalt.

In Sorge um den Verbleib der Büste nahm der Direktor der Abteilung Röntgendiagnostik im Krankenhaus Moabit, Prof. Dr. Volker Taenzer, Kontakt mit dem Institut für Radiologie im Universitätsklinikum Charité Berlin Mitte auf und übergab im Sommer 2002 die historische Kostbarkeit an den Institutsdirektor (Abb. 15).

Hier, am traditionellen Standort der fast 300-jährigen Charité im Herzen Berlins hat die Röntgenbüste nun ihren hoffentlich endgültigen Platz gefunden.

Prof. Dr. med. Walter Reisinger

Die Röntgenbüste an der Klinik für Radiologie der Charité

Die Bestimmung des Instituts für Radiologie der Berliner Charité als zukünftige Heimstatt der Büste von W. C. Röntgen erfolgte nicht zufällig. Die Geschichte dieses ältesten Berliner Universitätsröntgeninstituts am traditionellen Standort im Herzen Berlins beginnt im Jahre 1938 und ist mit dem Namen des berühmten Chirurgen Sauerbruch verbunden. Sauerbruch betrieb zu dieser Zeit den Neubau eines Operationstraktes für seine chirurgische Klinik. Beeinflusst von den Ideen der Röntgenologen Grashey und Cowl, welche 1927 mit Sauerbruch nach Berlin gekommen waren, plante Sauerbruch gleichzeitig die Gründung eines selbständigen radiologischen Universitätsinstituts, verbunden mit der Errichtung eines Lehrstuhls für Radiologie. Das Fachgebiet Radiologie war zwar schon in Form kleinerer Röntgenabteilungen an der Charité existent, diese waren jedoch den Kliniken u. a. der I. Medizinischen Klinik sowie der Chirurgischen Klinik zugeordnet. Auch Lehrveranstaltungen über die Röntgenologie wurden bis zum Jahre 1928 lediglich von Vertretern anderer medizinischer Fachdisziplinen durchgeführt. Erst seit 1929 bot Cowl eine eigenständige Röntgenologie-Vorlesung an.

Die Gründung des neuen Instituts mit dem Namen "Universitätsinstitut für Röntgenologie und Radiologie und strahlentherapeutische Klinik" erfolgte am 3. Juli 1939. Erster Direktor und Inhaber des neu geschaffenen Lehrstuhls Röntgenologie an der Charité wurde Karl Frik. Untersuchungs- und Arbeitsräume waren im Untergeschoss des Operationstraktes der Chirurgischen Klinik eingerichtet. Nachfolger Friks wurde 1944 Henri Chaoul, zuvor Chefarzt der Radiologie im Krankenhaus Moabit. Chaoul ist der Begründer der nach ihm benannten Nahbestrahlung und wahrscheinlich der Retter der Röntgenbüste vom Denkmal an der Potsdamer Brücke. Ihm folgte im Jahr 1945 der bereits 80-jährige Rudolf Grashey, einer der Großen der deutschen Radiologen. Von 1949 bis 1951 wurde das Institut kommissarisch von Ernst Dörffel geführt.

Im Jahr 1951 folgte der Direktor der radiologischen Universitätsklinik Leipzig, Fritz Gietzelt dem Ruf zur Übernahme des Lehrstuhls für Röntgenologie sowie des Direktorats des Röntgeninstituts an der Charité. Bis dahin existierten neben dem eigentlichen Zentralinstitut noch 10 weitere kleinere Röntgenabteilungen, die den unterschiedlichsten Kliniken der Charité zugeordnet waren. Einige dieser vor allem für chirurgische Fächer tätige Bereiche wurden nach und nach dem Zentralinstitut zugeordnet.

Unter dem Direktorat von Günther Liess ab 1959 entwickelte sich vor allem die Angiographie, deren Wertigkeit zunehmend wuchs und sich darin ausdrückte, dass im Jahre 1981 die Abteilung für Angiographie des Instituts in ein selbständiges Institut für kardiovaskuläre Diagnostik unter dem weltbekannten Werner Porstmann umgewandelt wurde.

1985 wurde Meinhard Lüning Direktor des Instituts. Während seines Direktorats fand mit dem Neubau des Bettenhochhauses und der Funktionstrakte der Charité auch das Institut für Röntgendiagnostik ein neues Domizil in der zweiten Ebene des Neubaus an der Luisenstraße mit einer für damalige Verhältnisse sehr guten technischen Ausstattung. Die weiterhin zielbewusst betriebene Zentralisierung der Röntgendiagnostik machte deutliche Fortschritte, so dass die meisten der noch Kliniken unterstehenden Röntgenabteilungen in den Institutsverband einbezogen werden konnten.

Nach der Wende 1989, nach der sich über einen längeren Zeitraum sowohl die Euphorie einer möglichen stürmischen Weiterentwicklung als auch die drohende Gefahr einer Abwicklung der Charité die Waage hielten, übernahm Walter Reisinger kommissarisch für einen kurzen Zeitraum (1993 bis 1994) die Leitung des Instituts.

Seit 1994 ist Bernd Hamm Direktor des Instituts und Lehrstuhlinhaber. Das Institut hat jetzt die offizielle Bezeichnung "Institut für Radiologie mit den Abteilungen diagnostische und interventionelle Radiologie und Neuroradiologie". Als Zentralinstitut für die Versorgung der Kliniken und Institute am Standort Mitte mit radiologischen Leistungen verfügt das Institut über eine vorzügliche Ausstattung mit modernen bildgebenden Geräte- und Datenverarbeitungssystemen, ist sinnvoll neu strukturiert und rekonstruiert und kann auf anerkannte Leistungen in Krankenversorgung, Lehre und Forschung verweisen (Abbildungen 16 - 20).

Die Aufstellung der Röntgenbüste im Anmeldebereich des Instituts ist Ausdruck der Verpflichtung, Röntgens Vermächtnis zum Wohle der Patienten weiterhin mit Leben zu erfüllen.

Prof. Dr. med. Walter Reisinger